Trauminterpretation
Allgemein:
- Baby ist das Symbol der unbewußten Sehnsucht nach Geborgenheit. - Wer ein Baby trägt, hat noch eine ganze Weile sein Päckchen zu tragen und erreicht gesteckte Ziele erst nach vielen Mühen. - Ein Baby stillen: Man sollte seine Pflicht erfüllen auch wenn es schwer fällt. - Wer schöne Babys sieht, kann schöne Freundschaften schließen. - Häßliche Babys deuten auf kleine Unebenheiten im eigenen Charakter hin. - Ein totes Baby läßt manchmal auf ein schlechtes Erinnerungsvermögen schließen.
Psychologisch:
Das Baby kann im Traum einen realen Kinderwunsch ausdrücken oder mit einer Schwangerschaft oder Geburt im Zusammenhang stehen. Trifft dies nicht zu, symbolisiert es die Kindlichkeit und Unreife des Träumenden. Das bedeutet dann, daß bestimmte Wesenszüge der träumenden Person noch nicht oder erst ungenügend entwickelt sind und also gehegt und gepflegt werden wollen. Ein Baby im Traum kann auch für den Beginn von etwas Neuem stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : - besonders schönes und sauberes: verheißt Liebe und Freundschaft; - allgemein sehen: Unglück und Kummer; - ein schlafendes: die Zukunft entwickelt sich bestens; - eins füttern: es stehen noch manche Mühen bevor, bis man die Anerkennung der Umwelt erntet; - schreien hören: schlechte Gesundheit und Enttäuschungen stehen bevor; - ein krankes schreit: die Geschäfte sind im Moment rückläufig; - totes: man wird bald von einem Todesfall hören; - selbst eines zur Welt bringen: etwas Neues, eine neue Lebensrichtung oder Idee, wird in einem geboren; - eine Frau stillt eines an ihrer Brust: entweder sie wünscht sich sehnlichst ein eigenes Kind, oder sie möchte einem anderen helfen, es betreuen und umsorgen; - Wenn eine Frau Ihr eigenes Baby stillt, wird Sie von demjenigen hintergangen, dem Sie am meisten vertraute. - Ihr fiebergeschütteltes Baby auf den Arm nehmen: psychische Qualen stehen bevor. (Siehe auch "Menschen", "Puppe") Page 203 202
Allgemein:
Hand steht allgemein für die Gestaltung des Lebens durch Energie und Tatkraft. Je nach den Begleitumständen ergeben sich zum Beispiel die folgenden Bedeutungen: - Große Hand fordert auf, mehr Energie zu entwickeln, damit man seine Ziele erreicht. - Kleine Hand deutet mangelnde Eigeninitiative und Tatkraft an, was zu Mißerfolgen und Enttäuschungen führt. - Schlaffe, schwache Hand kann ebenfalls Energiemangel signalisieren; zum Teil symbolisiert sie auch Distanziertheit oder Überempfindlichkeit. - Händedruck steht für großes Vertrauen und Treue, was sich meist auf zwischenmenschliche Kontakte bezieht. - Händewaschen zeigt oft an, daß man sich unschuldig fühlt oder sich von einem Verdacht reinwaschen will; auch mehr Ansehen kann darin angekündigt werden. - Beschmutzte Hand deutet an, daß man mit Menschen Umgang pflegt, vor denen man sich hüten sollte; vielleicht erkennt man darin auch die Verstrickung in eine "unsaubere" Angelegenheit. - Jemanden an der Hand halten bedeutet, daß man auf einen anderen Einfluß ausübt, den man nicht mißbrauchen darf. - Selbst an der Hand gehalten werden kann darauf hinweisen, daß man Rat und Hilfe benötigt oder von anderen beeinflußt wird. - Stark behaarte Hände gelten allgemein als Vorzeichen von Sorgen und Verlusten. - Hand verbrennen oder verletzen kann vor Risiken warnen, die man noch nicht genau abschätzen kann. - Hände vor die Augen halten warnt oft vor unrealistischen Erwartungen und Hoffnungen, weil man die Augen vor den Tatsachen verschließt. - Hand eines anderen küssen weist darauf hin, daß man sich einzuschmeicheln versucht; wird die eigene Hand geküßt, warnt das vor der Täuschung durch andere. - Hände ringen tritt oft bei Rat- und Hilflosigkeit auf, wenn man keinen Ausweg mehr sieht.
Psychologisch:
Die Hand steht in der Realität wie auch im Traum als Bild für die Handlungsfähigkeit des Menschen. Insofern ist eine Verletzung oder der Verlust der Hand immer ein Zeichen für die Einschränkung des Handlungsspielraums oder der Fähigkeit des Träumenden zu agieren. Sie greift, arbeitet, hält fest oder läßt locker, ist also das körperliche Instrument des Handelns. Mit diesem Bild nimmt das Unbewußte Anleihe im Bewußten: Wer von der Hand und ihrer Tätigkeit träumt, kann diese Handreichung ins Wachleben übertragen. So wird auch das Hand-in-Hand-Gehen als Anknüpfung freundschaftlicher Beziehungen gedeutet. Wer an der Hand verletzt oder von einem Hund in die Hand gebissen wird, scheint auch im Wachleben augenblicklich handlungsunfähig zu sein. Die schmutzige Hand ist oftmals als ein Zeichen für das ehrenrührige Verhalten des Träumers im Wachleben zu werten. Nach Ansicht vieler Analytiker ist übrigens die linke Hand ein weibliches Symbol, die rechte ein männliches.
Spirituell:
Die Hand symbolisiert Aktivität, Macht und Herrschaft.
Volkstümlich:
(arab. ) : - Die Hand bedeutet den besten und treuesten Knecht. - Träumt der Kaiser, seine Hand sei abgeschlagen, erfroren oder verbrannt, wird er seinen besten und treuesten Knecht verlieren; büßt er seine Hand durch Verbrennungen ein, wird sein getreuer Diener im Krieg und auf dem Schlachtfeld ums Leben kommen. Ein gemeiner Mann wird seinen fähigsten und tüchtigsten Knecht verlieren, hat er keinen, wegen Krankheit arbeitsunfähig werden und in Armut geraten. Eine verheiratete Frau wird ihren Mann, eine unverheiratete den Ernährer und Vormund verlieren. - Träumt der Kaiser, daß seine Hand größer und kräftiger geworden ist, wird er von seinem Großknecht Freude und Nutzen haben; ein einfacher Mann wird mit seinem Knecht und all dessen Tun sehr zufrieden sein. Schaut jemand eine Verletzung oder eine Geschwulst an der Hand, wird sein Knecht Reichtum schaffen, der Gefahr und Angst heraufbeschwört. - jemanden reichen: Freundschaft finden; - besehen: kümmerliche Aussichten haben; - schöne und starke: Abschließung eines guten Geschäftes; - linke: Verrat; - rechte: du hast gute Menschen um dich und treue Freunde; - sehr kleine: traue deinen Freunden oder Dienstboten nicht zu viel; - geschwollene haben: unerträgliche Vorkommnisse erdulden müssen; - geschwollene sehen: du bist unverträglich; - waschen: Ehrenbezeugungen; du wirst zu Ehren kommen; - schmutzige: du wirst in Nachteil geraten; aufgrund unüberlegten Verhaltens mit Verachtung zu rechnen haben; - behaarte: es stehet eine schlimme Überraschung bevor; - sich brechen: berufliche Unstimmigkeiten sind zu erwarten; - verwundete: dein Benehmen wird dir Nachteile bringen; - verlieren: ein Todesfall in der Familie; - verbrennen: Neid und Bosheit ist um dich; - abgeschnittene oder abgehauene: unglückliche Zufälle. Page 645 644 (europ.) : - Kraft- und Geschicklichkeitssymbol; man soll bei der Wahrheit bleiben; - linke Hand weiblich; rechte Hand männlich; - viele Hände sehen: verspricht Ehre und Vermögen; - besehen: bringt Kummer und Leid; - eine schöne und kräftige haben: man wird ein gutes Geschäft abschließen; - schöne weiße Hände haben: ein Zeichen für den Gewinn guter Freunde; - schöne Hände sehen: verheißt große Anerkennung und raschen beruflichen Aufstieg; - häßliche und mißgestaltete Hände: deuten auf Enttäuschungen und Armut hin; - schmutzige sehen: Warnung vor falschen Menschen und Freunden in der Umgebung; - beschmutzte haben: Vertraulichkeiten mit einem schlechten Menschen; auch: man wird neidisch und ungerecht sein; - sich die Hände waschen: verheißt eine angenehme Stellung; Ansehen; auch: an einem Fest teilnehmen; - sich die Hände abtrocknen: bringt uns in böses Gerede; - dicke, fette Hände: bedeuten Zank und Zwist; - magere Hände: daß wir das Opfer eines Diebes werden; - eine geschwollene haben: bringt Unverträglichkeiten; - die eigenen vergrößert sehen: deutet auf einen schnellen geschäftlichen Aufstieg hin; - große Hände sehen: bringen Glück; - die eigenen verkleinert sehen: Schwierigkeiten im Beruf und Karriere; - kleine: Untreue von Freunden oder Dienstboten; - behaarte haben (wie die eines Tieres): bringt Unglück; auch: man wird gegen unschuldige Menschen intrigieren und erleben müssen, wie aufmerksame Feinde die Pläne durchkreuzen werden; - behaarte haben: man wird keine starke und einflußreiche Stellung in den eigenen gesellschaftlichen Kreisen bekleiden; - eine verwundete sehen: man wird einen Nachteil haben; - eine verletzte haben: jemand anderes wird in einer Ihnen am Herzen liegenden Angelegenheit erfolgreich sein; - sich in die Hände schneiden: sagt uns geschäftlichen Verlust vorher; - blutbefleckte Hände: es droht eine Entfremdung von Familienmitgliedern; - eine abgeschnittene oder verdorrte sehen oder haben: Treulosigkeit der besten Freunde; auch: kündigt ein Leben in Einsamkeit an; das heißt, andere verstehen Ihre Ansichten und Gefühle nicht; - sich die Hände verbrennen: ist ein Zeichen für Nachteile, die man erleiden wird; man hat Neider; auch: man wird jenseits aller Vernunft nach Reichtum und Einfluß streben und auf der Verliererseite stehen; - ohne Finger sehen: großer Verlust und starke feindliche Einflüsse; - Verlust einer oder beider Hände: kündigt schweres Unglück an; die soziale Lage wird sich bald verschlechtern; - die rechte verlieren: Tod des Vaters; - die linke verlieren: Tod der Mutter; - küssen: man wird schöntun; - gebundene Hände: es kommen Schwierigkeiten auf einem zu; löst man die Hände, zwingt man andere zur Unterwerfung; - mit den Händen beten oder bitten: gilt für Erfüllung des Gebetes oder der Bitte; - jemandem reichen (wie zur Verabschiedung): ist Verlust desselben durch den Tod; - eines anderen drücken: man wird eine treue Freundschaft schließen; - die Hände vor die Augen halten: man wird jemanden etwas nachsehen aber sollte nachsichtiger sein; - sich im Traum die Hände ringen: man leidet unter den Ansprüchen der Umwelt, unter Sorgen und Konflikten; - Bewundert eine Frau ihre eigenen Hände, wird sie die aufrechte Verehrung des von ihr am meisten geschätzten Mannes gewinnen. - Bewundert eine Frau die Hände anderer, muß sie sich mit den Launen eines eifersüchtigen Mannes auseinandersetzen. - Werden die Hände einer Frau von einem Mann gehalten, läßt sie sich auf ehebrecherische Beziehungen ein. - Wenn eine Frau andere ihre Hände küssen läßt, sorgt sie für Tratsch. - Geht eine Frau mit Feuer um, ohne sich die Hände zu verbrennen, verheißt dies eine bedeutende Position. (ind. ) : - Die Hände und Finger bedeuten die Werke des Glaubens der Menschen. - Träumt einer, er habe mehr Finger an der Hand als normal, wird er fleißiger beten und stark im Glauben sein. - Hat er einen seiner Finger verloren, wird er seltener und weniger beten. - Der erste Finger, der Daumen, bedeutet das Morgengebet, der zweite oder Zeigefinger das Gebet zur dritten Stunde, der dritte oder Mittelfinger das zur sechsten, der folgende oder vierte das zur neunten Stunde, der fünfte oder kleine Finger das Abendgebet. Alles, was einem dieser Finger widerfährt, erfüllt sich an den aufgeführten Gebeten. - Träumt einer, es sei ihm ein Finger erfroren, abgeschnitten oder abgerissen worden, wird er eine himmelschreiende Sünde begehen; ist der Finger aber wieder völlig geheilt, wird er Buße tun und sich bekehren. - linke: vor Verrat seiest du gewarnt; - rechte: du hast gute Menschen um dich und treue Freunde; - saubere: weiche bösen Menschen aus; - große: deine Ehe ist gesegnet und dein Wohlstand auch; - sich verletzen: du wirst einen Verlust erleiden; - verlieren: du wirst in Armut geraten. - jemanden reichen: du wirst freundschaftliche Beziehungen anknüpfen; - Hände waschen: du wirst zu Ehren kommen; - verwundete oder schmutzige: du wirst in Nachteil geraten; - geschwollene: du bist unverträglich; - verbrennen: du hast Neider; - schöne und starke: Abschließung eines guten Geschäftes; - kleine: Untreue der Freunde oder Dienstboten. (Siehe auch "Amputation", "Arm", "Daumen", "Finger", "Körper", "Links", "Rechts")
Allgemein:
Ein Krug stellt wie alle Gefäße zunächst das weibliche Prinzip dar. Darüber hinaus symbolisiert er auch Elemente von Mütterlichkeit oder des Schutzes, die der Träumende in seinem Leben erkennt. Der zerbrochene Krug soll vor allem auf familiäre Streitigkeiten hinweisen, die man offen austragen muß.
Psychologisch:
Der Krug kann im Traum ein Wandlungssymbol sein. In ihnen kann Lebenswasser enthalten sein. Der Milch- oder Honigtopf, der in vielen Märchen vorkommt, hat eindeutig einen erotischen Aspekt. Der Krug ist im Traum immer im Zusammenhang mit der persönlichen Situation des Träumenden zu sehen, deshalb ist es wichtig darauf zu achten, was im Traum mit ihm geschieht. Der Krug im Traum ist auch ein Symbol für das seelische Fassungsvermögen. Der Träumende muß überprüfen, in welchem Maß sein innerer Krug mit Freude, Trauer, Tränen, Erfüllung und ähnlichem gefüllt ist. Im Traum ist es entscheidend, was davon der Krug enthält. Er deutet auf persönliche Probleme des Träumers hin: - ein gesprungener Krug war Jahrhunderte lang ein Symbol für verlorene Jungfräulichkeit; - der zerbrochene Krug auf Streit in der Familie; - der überlaufende auf Tränen (das "Tränenkrüglein"); - ein leerer auf den "leeren" Kopf oder die Gedankenarmut; - ein voller eventuell auf ein übervolles Herz, das man ohne jede Gegenleistung verschenkt; - Flüssigkeit aus einem verschütten steht für verschwendete Gefühle oder aber für Gefühle, die einem überwältigen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene verkörpert der Krug im Traum das spirituelle Potential des Träumenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: bald mit Kummer und Sorgen in familiären Angelegenheiten rechnen müssen; möglicherweise ein Treubruch des Partners; - aus einem trinken: eine heimliche Liebschaft wird Ärger bringen; - zerbrechen: bestehende Liebe wird sich in Haß verwandeln. (europ.) : - sehen: bringt Tränen; auch: man ist ein großzügiger und geistreicher Mensch; - vollen sehen: ist immer ein Zeichen für Freude, Glück und Übermut; - leeren sehen: dasselbe, aber mit nachfolgendem Leid; - einen leeren tragen: man wird von einem Freund verlassen werden; - einen vollen tragen: man wird viel Freude erleben; - zerbrechen: bedeutet Streit in der Ehe; man wird einen Freund verlieren; - aus einem trinken: sehr vorteilhaft. (ind. ) : - sehen: Verlobung oder Heirat; - zerbrechen: du vernachlässigst deine Geschäfte. (Siehe auch "Brunnen", "Gefäß", "Quelle", "Vase")
Allgemein:
Zum Keller- wie zum Küchentraum zieht man vorteilhaft Jugenderinnerungen heran. Diese beiden Räume werden vom Kind bekanntlich sehr eindrücklich erlebt. Doch wird man bald erkennen, daß sie auch allgemein gültigen Symbol- Charakter haben. Nur darf man nicht ausgehen von Küche und Keller, wie sie sich, durchtechnisiert, der befriedigten Hausfrau darbieten. Eine echte Küche ist der Ort des häuslichen Herdes, ein Ort des Feuers. Hier wird die Speise unter allerlei Manipulation genießbar gemacht (ähnlich wie im mittleren Verdauungstrakt des Darmes). Darum wird der Bauch oft die Küche des Leibes genannt und haben Küchenträume u.a. mit unserer seelischen Verdauung zu tun. Die Küche ist der Ort weiblicher Herrschaft. Weibliches hantiert da oft laut und eigenwillig aus überlieferten Instinkten heraus. Deshalb meint die Mutter, eine Köchin oder irgend eine kräftig in der Traumküche hantierende Frau einfach das ernährende mütterliche Leben in uns selbst. Wie mancher Mann projiziert sein undifferenziertes Wünschen, das teilhaben möchte an primitiver Lebensspeise und das er ins Nur- Sexuelle mißversteht, auf das "Küchenpersonal". In alten Küchen ist Dämmerung, flackert gespenstiger Feuerschein, in ihr hat weiblich geisterhaftes Handeln seine Wohnung, dem Manne unbegreiflich. Und doch muß er als ein Dr. Faust von Zeit zu Zeit hinab an den Lebensherd zu den heißen Grundmächten des Lebens - die Küche ist besetzt von den eigenartigsten Phantasien: von den höchsten Intuitionen eines alchemistischen Wandlungsprozesses, den die Seele durchzumachen hat, bis zu den handgreiflichsten Vorstellungen sexueller Art (Pfanne, Feuerloch, Mörser und Stößel...)
Psychologisch:
Für die meisten Menschen ist die Küche das "Herz" des Hauses. Sie ist der Ort, von dem aus der Mensch in die Welt hinaustritt und zu dem er zurückkehrt. Im Traum kann die Küche die Mutter oder die Funktion der Mutter symbolisieren. Sie ist normalerweise der am stärksten belebte Raum im Inneren eines Hauses, und daher ist sie auch der Ort, an dem viele Beziehungen gefestigt werden und an dem viel Austausch stattfindet. Die Dinge, die im Traum in der Küche geschehen, weisen auf Ehe-, Partnerschafts- oder Familienprobleme hin. Die Küche im Traum ist nicht nur ein Ort der kreativen Kommunikation sondern auch in der Regel Ort der Wärme und des Wohlbefindens. Sie stellt den häuslichen Anteil einer Frau dar. Viele Gegenstände in der Traumküche deuten nach Freud auf sexuelle Wünsche hin (Pfanne, Feuerloch, Kartoffelstampfer und so weiter), nach deren Erfüllung man sich sehnt. Wer in der Küche arbeitet, der scheut keinen Weg, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Die Küche ist im Traum und in der Wirklichkeit der Ort im Haus, an dem die Nahrung für die Familie zubereitet wird. Im übertragenen Sinne wird die Nahrungsumwandlung als Umwandlung der seelischen Energie gesehen. Küchenträume haben somit viel mit unserer seelischen Verdauung zu tun. Küche versteht man meist ähnlich wie Koch. Zuweilen verheißt sie eine gesicherte materielle Existenz oder bringt den Wunsch nach Abwechslung zum Vorschein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Küche im Traum Transformation und Veränderung von der Art dar, die der Träumende selbst wünscht und die ihm nicht aufgezwungen wird. Die Rituale, in deren Zentrum der Herd und das Herdfeuer stehen, sind ein bedeutsamer Teil der spirituellen Entwicklung.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen oder sich darin aufhalten: hüte dich vor Verleumdungen; Klatschereien; - darin kochen: guter Hausstand. (europ.) : - zeigt baldige Verlobung oder Verheiratung an, verkündet eine glückliche Häuslichkeit; auch: Nachricht aus der Entfernung; generell ein gutes Omen, es sei denn, die Küche ist spärlich möbliert oder unaufgeräumt; - sehen: ein lieb und wert gehaltener Gegenstand wird von einem anderen zerbrochen werden; - Bei einer Frau bedeutet eine einladende und ordentliche Küche, daß sie zahlreiche interessante Dinge erleben wird. (ind. ) : - sehen: guter Hausstand. (Siehe auch "Haus", "Herd", "Kochen") Page 852 851
Allgemein:
Ein Splitter im Traum kann für eine kleine Irritation stehen. Er hat die Abwehrmechanismen des Träumenden durchbrochen und bereitet ihm nun Unbehagen. Splitter symbolisieren schmerzhafte Worte oder beängstigende Vorstellungen, die ihrerseits wieder negative Gefühle hervorrufen.
Psychologisch:
Im Traum Teil einer Splittergruppe zu sein, weist darauf hin, daß der Träumende sich in einer Sache, die von gängigen Meinungen abweicht, sehr engagiert. Wenn er auf einen Gegenstand schlägt, der dann splitternd zerbricht, erkennt er, daß er aus Teilen besteht, die ein Ganzes ergeben. Wer sich im Traum einen Splitter aus der Haut entfernen muß, fühlt sich verletzt - und zwar "von einer Kleinigkeit". Ein Symbol für Überempfindlichkeit. (Sind Sie etwas zu wehleidig?)
Spirituell:
Das Gefühl, zu einer Gruppe Gleichgesinnter zu gehören, kann erst entstehen, wenn der Träumende seine Isolation oder, in manchen Fällen, seine innere Zersplitterung wahrgenommen und überwunden hat.
Volkstümlich:
(europ.) : - ein geschäftlicher Erfolg oder eine gewonnene Wette; - in der eigenen Haut steckend: es kommt viel Ärger von Familienmitgliedern oder von eifersüchtigen Rivalen auf einem zu; - sich während eines Besuchs ein Splitter in den Fuß treten: man wird bald einen Besuch machen oder erhalten, der für einem sehr unangenehm ist; die Geschäfte laufen nicht ganz zufriedenstellend, da man sie dauernd vernachlässigt.
Allgemein:
In der Tür tritt die Faszination, die das weibliche Geschlechtsorgan auf den Träumer ausübt, zutage. Denn was immer im Traum auch mit einer Tür geschieht, sie symbolisiert für den männlichen Träumer den weiblichen Schoß. Manche Männer träumen, wie sie heimlich durch eine Tür irgendwo hineinschlüpfen - es ist ein beinahe klar manifestierter Trauminhalt. Wird die Tür gewaltsam geöffnet, so gibt es entweder eine Frau, die der Mann endlich ganz besitzen möchte, oder aber es schlummern sexuelle gewalttätige Züge im Träumer. Die Tür im Traum kann den Wechsel zwischen zwei Seinszuständen symbolisieren. Sie kann den Eingang in eine neue Lebensphase darstellen, beispielsweise den Übergang von der Pubertät ins Erwachsenenalter. Vielleicht bietet sich dem Träumenden Chancen, über die er eine bewußte Entscheidung treffen muß. Ist die Tür im Traum verschlossen oder schwer zu öffnen, dann ist dies ein Hinweis darauf, daß der Träumende sich selbst Hindernisse schafft; ist die Tür hingegen geöffnet, kann der Träumende zuversichtlich weitergehen. Knarrt die Tür beim öffnen, geht der Träumende zu zaghaft an die Lösung eines Probleme heran. Bleibt man vor der Schwelle stehen, hat man vielleicht Angst vor neuen Herausforderungen. Page 1411 1410
Psychologisch:
Durch die Tür verschafft man sich Zugang zu bestimmten Orten oder Räumen. Diese Bedeutung hat die Tür auch als Traumsymbol. Dem Träumenden soll der Zugang zu einem bestimmten Problem gezeigt werden. Entsprechend lassen sich verschlossene Türen deuten. Es kommt recht oft vor, daß eine Tür im Traum gänzlich fehlt. Damit will das Traumbewußtsein dem Träumenden sagen, daß er sein Problem solange von allen Seiten her betrachten soll, bis er die verborgene Tür findet. Als Haussymbol kann sie eine Öffnung im Körper bezeichnen, aber ebenso Ausblicke und Möglichkeiten, wie man aus einer mehr oder weniger prekären Lage herauskommen kann, je nachdem, ob die Tür offen oder geschlossen ist. Sie ist auch ein Zugang zu dem Menschen, den man liebt. Wer im Traum eilenden Schrittes durch eine Tür stürmt, rennt wohl im Wachleben offene Türen ein. Das Öffnen einer Tür im Traum, speziell einer, die in einen neuen Raum führt, bedeutet im allgemeinen neue Möglichkeiten oder Aufbruch. Nur wenn die Tür dazu dient, die Welt auszusperren oder sich selbst in der eigenen Umwelt einzuschließen, hat dies eine andere Bedeutung. Es kann ein Hinweis darauf sein, wie sicher oder unsicher man sich im Leben fühlt. Wie sicher war die Traum-Tür? Bot sie den erforderlichen Schutz, oder war sie alt und morsch? Letzteres läßt vermuten, daß sie nur ein schwach ausgeprägtes Selbstbewußtsein besitzen. Gleichsam bedeutsam ist das Türschloß. Ägyptische Traumforscher sahen in einer offenstehenden Tür das Anzeichen, daß bald willkommener Besuch erwartet werde könne.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist die Tür im Traum ein spirituelles Symbol für den schützenden Aspekt der Großen Mutter. Die Tür, das Tor, die Pforte sind immer auch Symbole des Überganges, eine Schwelle zwischen zwei Bereichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : - offen: baldiger willkommener Besuch; - versperrt: man wird dich mit leeren Redensarten abspeisen; - knarrende: unangenehmer Besuch; - brennen sehen: du wirst Freunde bekommen. (europ.) : - Tür am Haus: Sexualorgan; - eine geöffnete sehen: eine "Liebe" erwartet einem schon; - durch eine geöffnete gehen: eine Sache wird sich wie von selbst erledigen; - eine öffnen und hindurch gehen: bedeutet Schmähungen und Feinde, denen man nicht entfliehen kann; dies gilt für alle Türen außer für die des Hauses, in dem man als Kind gewohnt hat; geht man durch die Tür des Elternhauses, wird man ein erfülltes Leben haben; - bei Nacht und Regen durch eine schreiten: verheißt bei einer Frau unverzeihliche Eskapaden; bei einem Mann zeigt es an, daß er schamlos seine Fähigkeiten ausnutzt; außerdem kommen neue Aufgaben auf einem zu; - andere durch einen Torweg gehen sehen: man wird erfolglos versuchen, seine Angelegenheiten voranzutreiben; außerdem bedeutet es Veränderungen für Landwirte und Politiker; - für einen Autor bedeutet ein Torweg, daß er von seinem Lesepublikum für seine Aussagen getadelt wird, indem es seine neuen Werke nicht mehr liest; - ein Zimmer mit viele Türen: man sei vor Spekulationen auf der Hut, oder es droht Geldverlust; - vor einer geschlossenen stehen: man hat zu den Menschen in der Umgebung immer noch keinen rechten Kontakt gefunden; - nicht öffnen können: ernsthafte geschäftliche Schwierigkeiten erwarten einem; - eine schließen, so daß sie aus den Angeln fällt und einen Freund verletzt: dieser wird durch bösartige Kräfte bedroht; daran Schuld sind Ihre falschen Ratschläge; wenn eine andere Person die Tür schließt, wird man vom Pech oder Unglück eines Freundes hören und kann ihm nicht helfen; - öffnet ein Mann gewaltsam eine Tür: entweder eine Frau will ihn endlich für sich ganz alleine besitzen oder in ihm schlummern sexuell gewaltsame Züge; - schlüpft ein Mann heimlich durch eine Tür: Zeichen für einen deutlichen Wunsch nach einem Seitensprung. (ind. ) : - brennen sehen: Freunde werden dich besuchen; - offen sehen: du wirst erwartet; - zu sehen: es hat gar keinen Zweck, daß du anfragst, man will dich nicht einlassen. (Siehe auch "Gebäude", "Haus", "Hausbrand", "Schlüssel", "Schloß", "Sicherheit", "Stadt", "Tor")






