LILI POPP hilft dir Träume zu erfassen und besser zu verstehen. Deine Träume inspirieren die Traumwandler-Romanreihe.

Registriere dich kostenlos!                       Unterstütze LILI POPP auf: STARTNEXT.AT | Du kannst LILI POPP helfen, indem du Geld gibst...

Trauminterpretation

Allgemein:

Erlebt der Träumende im Traum einen Angriff auf seine Person, so deutet dies darauf hin, daß er Angst hat, von äußeren Ereignissen oder Gefühlen bedroht zu werden. Unbekannte Impulse oder Vorstellungen zwingen den Träumenden dazu, eine defensive Haltung einzunehmen. Handelt es sich bei den Angreifern um Tiere, dann fürchtet sich der Träumende vor seinen eigenen, natürlichen Trieben, insbesondere vor Aggression und Sexualität.

Psychologisch:

Ist der Träumende selbst der Angreifer, dann muß er sich durch positiven Selbstausdruck verteidigen - er versucht offenbar, bei sich selbst oder bei anderen einen Trieb oder ein Gefühl zu zerstören. Ein Angriff, eine aggressive Handlung und auch alle anderen Arten von Gewaltanwendung bedeuten Minderwertigkeitsgefühle und Verdrängungen, eventuell auch Triebstauungen. Solche Träume sind als Warnung an den Träumenden zu verstehen, mehr Selbstbewußtsein zu entwickeln. Spirituell: Es besteht die Gefahr einer spirituellen oder übersinnlichen Bedrohung. Man hat sein eigenes Gewaltpotential unterdrückt und "kämpft sich - wenigstens im Traum - frei". Manchmal kann auch der verzweifelte Wunsch nach körperlicher Nähe eines abweisenden Partner der Auslöser für Angriffsträume sein. ("Um jeden Preis!")

Volkstümlich:

(arab. ) : - hüte deine Ehre. (europ.) : - Sie erhalten falsche Informationen. Seien Sie auf der Hut und beweisen Sie die Tatsachen. (Siehe auch "Angst")

Allgemein:

Der Träumende muß sich dem Unbekannten und Angsterregenden stellen.

Psychologisch:

Der Träumende erlebt sich selbst oder einen Teil seines Selbst als abgeschnitten, als nicht zugehörig oder als fremd. Im Traum hat er die Erkenntnis, daß er sein Leben anders lebt als andere.

Spirituell:

Etwas Fremdes mag auf Böses - oder in anderer Hinsicht auf Okkultes - hinweisen.

Volkstümlich:

(europ.) : - zusammentreffen: Sie werden scheinbar merkwürdige Leute kennenlernen; Nach anfänglichen Bedenken werden Sie aber einen positiven Einfluß dieser Menschen auf Ihr Leben feststellen; - freundlicher Fremder: verheißt Gesundheit sowie ein angenehmes Umfeld; - selbst einer sein: dauerhafte Freundschaften.

Allgemein:

Ist die Aufmerksamkeit des Träumenden auf die Basis eines Gegenstandes gerichtet, dann muß er vielleicht an den Anfang des Projekts zurückkehren, mit dem er im Alltag befaßt ist. Der Träumende muß überprüfen, wie gefestigt er in jeder Situation ist.

Psychologisch:

Basis kann auch primitiv oder unterstes Entwicklungsniveau bedeuten. Der Träumende muß also eine Veredelung anstreben.

Spirituell:

Auf dieser Ebene steht sie für Roheit und für ungeformtes Material; vielleicht geht es um die "Grundtriebe" des Träumenden.

Volkstümlich:

(arab. ) : - jemanden: du wirst einen Nebenbuhler aus dem Felde schlagen; - erdrückt werden: nimm dich vor falschen Freunden in acht.

Allgemein:

Im Traum verweist die Explosion ähnlich wie Bombe und Dynamit in der Regel auf hohe innere Spannung, Gereiztheit, Unruhe und Nervosität, sowie auf das plötzliche heftige Entweichen von Energie hin. Dabei handelt es sich in der Regel um einen reinigenden Prozeß (der zu erheblichen Problemen mit der Umwelt führen kann), nach dem man sich wieder entspannter fühlen wird.

Psychologisch:

Sie ist häufig ein Gefahrenzeichen, deutet an, daß irgend etwas in unserem zentralen Nervensystem nicht stimmt. Als Traumbild weist die Explosion auf einen psychischen Zusammenbruch oder auf einen heftigen Streit hin. Wird eine heftige Explosion des Zorns, der Angst oder sexueller Entspannung eher wie ein Gewitter empfunden, hat dies die Bedeutung, daß die Auseinandersetzung bereinigend wirkt. Die Explosion kann sich sowohl auf den privaten, als auch auf den beruflichen Bereich des Träumenden beziehen. Näheres kann aus der gesamten Traumhandlung ersehen werden. Ein Traum kann ein geschützter Raum sein, in dem eine solche Katharsis gefahrlos erfolgt. Man sollte darauf achten, was im Traum explodiert, um daraus eine eventuelle Bedrohung unseres psychischen und physischen Wohlergehens ablesen zu können. Geräuschempfindungen von außen, die ein sofortiges erwachen bewirken, sind manchmal in das Traumbild selbst integriert, können daher nur im Zusammenhang mit anderen Symbolen gedeutet werden.

Spirituell:

Eine Explosion im Traum verweist auf der spirituellen Ebene auf eine Art von Offenbarung.

Volkstümlich:

(europ.) : - allgemein: schlechte Taten nahestehender Personen werden einem vorübergehend Kummer und Verluste bereiten; eine geschäftliche Entwicklung wird enttäuschend sein; - von einer Granate: einen großen Schreck erleben; - miterleben: eine unerwartete Überraschung droht, die mit einem Schrecken verbunden ist; - miterleben und danach ruckartig aufwachen: es liegt eine körperliche Störung vor; - etwas zur Explosion bringen: andere in Angst und Schrecken versetzen; - sehen: nervöse Unruhe, die sich ganz plötzlich legen wird; - Rauch und Schutt in der Luft sehen: Unzufriedenheit in geschäftlichen Kreisen und sehr viel Feindseligkeit; - vom Feuer eingeschlossen sein oder von der Explosion hoch in die Luft geschleudert werden: Ihrer nicht würdige Freunde werden Ihr Vertrauen mißbrauchen; - mit Todesopfern: man wird aus einer kritisch gefährlichen Lage, ohne Schaden zu nehmen, herauskommen; - einer großen Fabrik mit Feuersbrunst: kündet ein vorteilhaftes Ereignis an; - das eigene Gesicht oder eines anderen geschwärzt oder entstellt glauben: ohne eigenes Zutun einer Taktlosigkeit beschuldigt werden, wobei die Umstände aber gegen einem sprechen; - Junge Frauen sollten sich nach einem solchen Traum vor Kontakten mit dem anderen Geschlecht hüten. (Siehe auch "Atombombe", "Blitz", ""Donner", "Dynamit", "Gewitter")

Allgemein:

War der Held oder die Heldin des Traumes jemand, den man auch selbst bewundert? Dann macht einem der Traum wahrscheinlich hinterher auch noch Freude. Dies trifft besonders zu, wenn man sich zu dieser Person persönlich hingezogen fühlt und mit ihr im Traum Sex hatte. Freilich ist diese Art Traum nicht wirklich als Vorhersage oder Prophezeiung anzusehen. Hat der Held oder die Heldin Ratschläge gegeben oder Warnungen ausgesprochen? Auch welche Eigenschaften man an ihm/ihr schätzte, ist von Bedeutung, und ob man diese selbst aufweist. War man selbst der Traumheld / die Traumheldin, so ist man wahrscheinlich erfolgreicher, als einem selbst bewußt ist. Träume dieser Art stärken das Selbstvertrauen und geben wertvolle Anregungen.

Psychologisch:

Der Held deutet im Traum auf männliche Unreife, übersteigerten Geltungsdrang und auch auf Abenteuerlust hin. Dieses Traumbild will den Träumenden darauf hinweisen, daß er mehr Elan, Selbstvertrauen, Wagemut, Durchsetzungsvermögen und Unternehmungsgeist im Alltag entwickeln sollte. Tiefenpsychologisch gedeutet ermahnt er oft dazu, auch unangenehme Selbsterkenntnisse nicht zu scheuen, sondern sich ihnen mutig zu stellen, damit man reifen kann. Wer selbst im Traum der Held war, wäre es gern - er sucht Anerkennung, möchte im Mittelpunkt stehen. Ein häufiger Traum in Phasen der allgemeinen psychisch-physischen Verunsicherung, wenn man sich alles andere als heldenhaft fühlt: während der Pubertät, in der Midlife- crises- Stimmung oder wenn man plötzlich ein typisches Anzeichen des Alterns an sich entdeckt.

Volkstümlich:

(europ.) : - ein Sinneswandel von jemanden, der einem gegenüber bislang kühl gewesen ist, ganz besonders dann, wenn man von großen Helden der Geschichte träumt. (Siehe auch "Archetypen", "Drache", "Menschen", "Riese", "Ungeheuer")

Allgemein:

Kampf kann für Streit in der eigenen Persönlichkeit stehen, die durch gegensätzliche Eigenschaften und Bedürfnisse entzweit wird; man muß dann versuchen, diese Gegensätze auszugleichen. Wenn der Träumende in seinem Traum in einem Kampf verwickelt wird, verweist dies in der Regel darauf, daß er mit seinem Bedürfnis nach Unabhängigkeit konfrontiert ist. Vielleicht muß er auch seine Wut, Frustration und den unbewußten Wunsch, einen Teil von sich selbst zu verletzen, zum Ausdruck bringen. Vielleicht bringt das Traumsymbol auch die unterdrückte Wut zum Ausdruck, welche der Träumende einem anderen Menschen gegenüber empfindet. Weitere Bedeutungen lassen sich aus folgenden Begleitumständen ableiten: - Kampf zuschauen fordert auf, sich gegen feindselige Menschen oder widrige Umstände im Leben einfach mehr zu Wehr zu setzen. - Auf dem Schlachtfeld (in der Arena) einen Kampf beobachten weist auf eigene Schadenfreude und Gehässigkeit hin. - Selbst kämpfen kann auf Probleme hindeuten, die man wahrscheinlich bewältigt, wenn man sich mehr anstrengt; manchmal wird auch eine Krankheit angekündigt.

Psychologisch:

Zurückzuschlagen ist ein natürlicher Verteidigungsmechanismus; fühlt sich der Träumende in seinem Alltagsleben bedroht, kann es leicht sein, daß er seine Gefühle auf der Ebene des Traums ausagiert. Wer sich im Traum auf einen Kampf einläßt, will wohl einen augenblicklichen Konflikt lösen, hatte aber bisher nicht den rechten Mut dazu. Wenn man besonders aktiv in ein Kampfgetümmel eingreift, Page 757 756 kann man sich im Wachleben gegen eine aussichtslos erscheinende Lage anstemmen und sie meistern. Schaut man den Kampf nur zu, will man sich aus Schwierigkeiten mit Hilfe anderer herausschaukeln.

Spirituell:

Das Traumsymbol Kampf ist der Hinweis auf einen spirituellen Konflikt. Der Träumende sollte versuchen, herauszuarbeiten, wo und warum es einen Konflikt gibt, und damit feinfühliger umgehen, statt "aus allen Rohren zu feuern". Das Gesetz der sündigen Welt ist das Gesetz des Kampfes.

Volkstümlich:

(arab. ) : - einem zwischen Menschen beiwohnen: Vorsicht wird für dich sehr vorteilhaft sein; - zwischen Tieren: du entgehst einer dir drohenden Gefahr; - darin verwickelt werden: es werden dir Unannehmlichkeiten bereitet werden. (europ.) : - man wehrt sich zu wenig gegen Anfeindungen; - mit ansehen oder erleben: neidische Menschen feinden dich an; aktuelle Spannungen mit anderen Menschen lassen sich durch Versöhnung bald entschärfen; auch: man vergeudet Zeit und Geld; Frauen werden vor übler Nachrede und Tratsch gewarnt; - darin verwickelt sein: Gefahr, ein Amt zu verlieren; auch: Auseinandersetzungen mit geschäftlichen Rivalen; Gerichtsverfahren drohen; - im Kampf unterliegen: man verliert Besitzansprüche; - den Angreifer auspeitschen: man wird durch Mut und Ausdauer zu Ehre und Reichtum kommen; - zwei Männer mit Pistolen kämpfen: es stehen einem Sorgen und Verunsicherungen bevor; tritt kein echter Verlust auf: signalisiert ein Gewinn, sowie einige Unannehmlichkeiten; - auf einem Schlachtfeld kämpfen: man wird sich aus einer allgemeinen Katastrophe retten; - einen Kampfplatz sehen: deutet auf Vorbereitungen für eine anstrengende Arbeit hin; - einem Kampfspiel zuschauen: deutet auf Schadenfreude hin; - Sieht eine junge Frau ihren Liebsten kämpfen, ist er ihrer nicht würdig. (ind. ) : - sehen: Nahrungssorgen, Gram über ungeratene Kinder. (Siehe auch "Gefecht", "Krieg")

Psychologisch:

Tritt ein Team - meist ein Arbeitsteam, manchmal auch ein Sportteam - im Traum auf, dann verweist das darauf, daß mit gemeinsamen Kräften etwas erreicht werden kann. Es ist der Gegensatz zum individualistischen Einzelkämpfer. Die konkrete Deutung ergibt sich daraus, was das Team erreichen möchte, wie es zusammengesetzt ist und wie die Stimmung im Team aussieht.

Volkstümlich:

(europ.) : - bedeutet für den Städter Erfolg für alle Planungen; für den Landbewohner eine gute Ernte.

Volkstümlich:

(europ.) : - wichtige Entscheidungen müssen dringend gefällt werden. Page 1384 1383

Tod

Allgemein:

Der Traum hat viel mit dem Tod zu tun, zum Erschrecken des Träumers. Denn dieser glaubt allzu rasch, in solchen Träumen künde sich eigenes Sterben oder der Tod in der Familie, im Freundeskreis an. Aus der Erfahrung von Tausenden kleiner und großer Träume gewinnt man die Gewißheit, daß Träume vom Tode nie leiblichen Tod verkünden, daß sie also nicht dunkle Voraussage sind. Träume, in denen vom Tode gesprochen wird, in welchen oft seltsamen Bilder ein Sterben sich vollzieht, in denen wir selbst sterben müssen, oder gar am eigenen Begräbnis teilnehmen, besagen nichts anderes, als daß seelisch etwas tot ist, daß die Beziehung zu den Menschen, die wir als gestorben träumen, zur Zeit des Lebens entbehrt. Die Todesträume sind von größter Verschiedenheit. Es kann vorkommen, daß wir plötzlich in schwarzer Trauerkleidung gehen. Dann haben wir uns, falls wir den Traum nicht begreifen, zu fragen, um wen oder warum unser Inneres zur Zeit in Trauer ist, weshalb wir, wie es volkstümlich ausgedrückt wird, "im Leide" sind. Nur selten kommt es vor, daß wir ohne eine persönliche Beziehung spüren, wie irgend ein Mensch unserer Umwelt innerlich tot ist. Die Träume von Toten gehen uns fast immer selbst an. Es ist vielleicht in uns eine Liebe abgestorben, obwohl wir es bewußt noch nicht wahrhaben mögen. Ja vielleicht betonen wir jene Beziehung bewußt besonders stark, weil wir spüren, daß das Leben aus ihr entwichen ist. Wir selbst sind vielleicht zur Zeit in einem Prozesse des "Stirb und Werde" drin, wobei uns erst das "Sterben" sehr nahegebracht werden muß. Gerade an der Lebenswende, wenn wir die Scheitelhöhe unseres Daseins erwandert haben und in der Ferne das dunkle Tor des Todes am nahen oder fernen Horizonte auftaucht, nähern sich uns Sterbe- und Todesträume und helfen der zögernden Einsicht, das Unabänderliche nicht nur in bittere Lebensangst zu ahnen, sondern bewußt und unsere Lebensführung daraufhin gestaltend, anzunehmen. Da kann es auch vorkommen, daß im Traume selbst, wie einst in den Totentänzen des ausgehenden Mittelalters, der Tod in unser Gemach als eine körperliche Gestalt eintritt.

Psychologisch:

So schrecklich der Tod in der Wirklichkeit sein kann, im Traum ist er nur ein Wandlungssymbol und keineswegs ein Signal für einen tatsächlich bevorstehenden Todesfall. Was im Traum stirbt, wird durch etwas Neues ersetzt. Träume vom Tod sagen meist nur, daß in unserem Inneren etwas am Leben gehalten wird, das eigentlich verkümmern sollte; sie sind also die Hilfestellung des Unbewußten, dem Lebensweg eine andere Richtung zu geben, der Gefahr auszuweichen, die sich vor einem aufbaut. Wenn wir vom Tod eines nahestehenden Menschen träumen, bedeutet das nach C. G. Jung die Ablösung aus einer Verschmelzung mit ihm. Verstorbene noch einmal sterben zu sehen, läßt darauf schließen, daß sie auch heute noch untrennbar mit einem verbunden sind, daß man ihnen im Leben vielleicht nacheifern möchte, um es so zu etwas zu bringen. Sterben wir selbst im Traum, ist das eine Art Reinigungsprozeß unserer Seele, die Wiedergeburt unseres besseren Ich, das sich zum Guten hin ändern muß, um den Lebenskampf zu bestehen. Dem Träumenden werden die Chancen bewußt, die er nicht genutzt hat, und ihm wird klar, daß es nun zu spät ist. Der eigene Tod kann auch bedeuten, daß der Träumende seine Gefühle in bezug auf den Tod erforscht. Er setzt sich mit der Trennung von Geist und Körper auseinander. Der Tod im Traum kann für eine Herausforderung stehen, der sich der Träumende stellen muß. Tod markiert meist das Ende eines Lebensabschnittes; man wird mit neuen Plänen, Hoffnungen in eine neue Phase eintreten und soll dabei die früheren Erfahrungen beachten. In der traditionellen Traumdeutung hielt man Träume vom Tod für einen Hinweis, daß vielleicht bald eine Geburt stattfinden oder daß eine Veränderung der Lebensbedingungen beim Träumenden oder den Menschen in seinem Umfeld eintreten würde. Schon immer war der Tod mit starken Ängsten verbunden, und daher symbolisiert er auch weiterhin großes Unglück, nach dem nichts mehr sein kann wie zuvor. Die altindische Traumlehre versteht ihn als Symbol für Gesundheit und Lebensfreude.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene steht der Tod im Traum für den Teil des Lebens, der nicht gesehen wird, für Allwissenheit, spirituelle Wiedergeburt, Auferstehung und Wiedereingliederung.

Volkstümlich:

(arab. ) : - Träumt einer, er sei gestorben, wird er einem mächtigen Fürsten dienen und klingenden Lohn erlangen, aber scheele Blicke auf anderer Leute Reichtum werfen. - Dünkt es ihn, er sei bestattet worden, wird er so viel Geld gewinnen, wie Erde über ihn geworfen wurde. - Zu träumen, man erkranke und werde von jedermann aufgegeben, verheißt Reichtum, aber einen geschmälerten. - Dünkt es einen, er oder ein anderer Verstorbener sei wieder lebendig, wird er zwar viel Geld verdienen, aber seine Macht verlieren; der Kaiser wird nach diesem Traum von Drangsalen, Zwängen und Kriegen erlöst werden und Siege erringen, ein gemeiner Mann keinem Herrn mehr botmäßig sein und wohlhabend werden. - Dünkt es den Kaiser, er sei gestorben oder er bekomme von anderen die Nachricht, daß er gestorben sei, werden ihm Freude und ein langes Leben winken, doch wird er seine Pferde verlieren. - Wird jemand wie ein Toter auf einer Bahre hinausgetragen, so weist letztere auf eine mächtige Person und der Umstand, daß der Träumer auf den Schultern fortgetragen wurde, auf seine bevorstehende Erhöhung und auf ein langes Leben; ein Armer darf nach diesem Gesicht auf ein Dasein in gesicherten Verhältnissen hoffen. - Schaufelt jemand sein eigenes Grab, wird er das hohe Ziel, das er sich im Leben gesteckt hat, erreichen und reich werden. Wird einer lebendig begraben, wird er auf lange Zeit in seinem Beruf in große Bedrängnis geraten. - Dünkt es einen, er werde in den Kerker geworfen, wird er, falls er eine Reise plant, diese aufgeben, andernfalls in allen seinen Bemühungen auf Hindernisse stoßen. - Träumt einer, er bekomme etwas von einem Toten, wird er beim Landesfürsten Unterstützung finden, aber auch erkranken. Hat ihm der Tote freundliche Worte gesagt, wird er von der hohen Obrigkeit eine gnädige Antwort bekommen. - Träumt der Kaiser, er rede mit einem der schon verstorbenen Herrscher oder geleite ihn, wird er durch ungeschlachte, unbekannte Feinde in Kriegsnot geraten, aber schließlich doch siegen. - Ringt oder kämpft einer mit einem Toten, der ihm bekannt ist, wird er, falls der Tote siegt, vom Landesfürsten gestraft werden und erkranken, unterliegt jener, keine Furcht mehr vor dem Fürsten haben und Mut beweisen. - Träumt der Kaiser, er ziele mit dem Bogen auf einen Toten und treffe ihn, wird er seine Leute gegen einen ungeschlachten, unbekannten Feind ins Feld schicken und ihn aufreiben; verfehlt er das Ziel, tritt das Gegenteil von dem Gesagten ein. Page 1387 1386 - Nimmt jemand von einem Toten etwas an sich, was diesem gehört, wird er entsprechend dem Gegenstand vom Landesfürsten Gewinn haben. - Gibt einer im Traum einem Toten sein Gewand oder seine Schuhe und nimmt der Tote die Schuhe an, wird er seinen geringsten Knecht durch den Tod verlieren; gibt er ihm ein Untergewand oder Hemd, wird seine Tochter sterben; schenkt er ihm einen Chiton oder eine Diplois, wird er seine Frau oder eine nahe Verwandte zu Grabe tragen; überläßt er dem Toten eine Toga oder ein Skaramangion, wird seine Frau bald sterben, wenn einen Turban oder ein Kamelaukion, er selber; ist es der Lendenschurz, den er verschenkt, wird der Tod seine Kinder oder, ist er kinderlos, die engsten Verwandten dahinraffen. Diese Deutung trifft für jedermann zu, auch für den Kaiser. - Träumt der Kaiser, er trage einen Toten hinaus, um ihn zu bestatten, wird er von seinen Feinden geknechtet werden und einen Unwürdigen unter seiner Herrschaft erhöhen; ein gewöhnlicher Mann wird hohen Herren dienen und ihnen Gefolgschaft leisten. - Nimmt einer aus einem Grab Fleisch oder Gebein, wird er vom Landesfürsten Geld bekommen, das Angst einflößt. - Träumt jemand, er werde lebendig in ein Grab eingeschlossen, wird er entsprechend dem Modergeruch von der Obrigkeit gestraft werden. Stirbt er daselbst, wird er seinen Glauben ändern und zusammen mit denen, die ihn bestraften, erhöht werden. - Träumt jemand, er sei gestorben und lebe wieder auf, wird er von großer Angst erlöst werden, aber in die äußerste Bedürftigkeit fallen. - Verkehrt einer mit einer toten, schön gekleideten Frau, wird er die Frau eines Mächtigen beschlafen. - Dünkt es einen, er habe das Haus eines Verstorbenen geerbt, wird er des Landesfürsten Gunst und hohe Gewalt erlangen. - Nimmt ein Armer oder gemeiner Mann die Haare eines Toten an sich, wird er reich werden; der Kaiser wird Kriegsvolk und Macht anderer Herrscher mit starkem Arm an sich ziehen, je nachdem, ob er viel oder wenig Haar genommen hat. - Träumt der Kaiser, man bringe einen Toten in seinen Palast, wird er einen Mächtigen in Fesseln legen. - Bringt man ihm Köpfe von Kriegsgefallenen, wird er führende Häupter feindlicher Völker in seine Gewalt bringen. - Träumt ein gemeiner Mann, er haue den Kopf eines Toten ab und trage ihn fort, wird er mit Furcht und Zittern reiche Geldmittel vom Landesfürsten bekommen. - Träumt eine Frau, sie besuche Gräber oder spreche mit einem Toten, wird sie ihren Mann betrügen; ist sie unverheiratet, wird sie das Leben einer Hure führen. (europ.) : - klarer Abschluß eines Lebenskapitels; - von einem Todesfall hören: Nachricht von einer Geburt; - als Gerippe mit Sense sehen: kündet Befreiung von einer Last an; - sehen: gilt für ein langes Leben; - einen unbekannten Toten sehen: Symbol für einen Trennungsgedanken oder Überwindung einer schwierigen Lebenssituation; - lebendig begraben sein oder wurden: verkündet Elend; - Verstorbene sehen: frohe Ereignisse werden eintreten; - mit verstorbenen Freunden oder Angehörigen reden: bedeutet eine Nachricht von lebenden Freunden oder Angehörigen; - berühren oder küssen: man wird eine traurige Nachricht erhalten; - an einem offenen Grab stehen: im realen Leben ist ein Schlußstrich gezogen, doch eine Hoffnung keimt noch um den Verlust wiedergewinnen zu können; - um einem immer dunkler werdend und das Gefühl haben, sterben zu müssen oder auch zu wollen: Abschied von einer zurückliegenden Lebensphase. (ind. ) : - Träumt jemand, er sei gestorben, so bedeutet der Tod den Verlust des Glaubens, aber auch ein langes Leben. - Dünkt es einen, er sei begraben worden, so weist das Begräbnis auf die Endgültigkeit seines Verderbens und die Unfähigkeit zur Umkehr. - Wird er ohne die üblichen Zeremonien und Trauergesänge beigesetzt, zeigt das noch Hoffnung auf Heil an. - Träumt jemand, ein längst Verstorbener sei wieder lebendig und sage: "Ich bin nicht gestorben, sondern lebe", und ist der Träumer darüber verwundert, so bedeutet solches Bekenntnis das Heil des Toten, das sich auf Grund der Heiligen Schrift erfüllt, wo es heißt: "Gott ist kein Gott der Toten, sondern der Lebenden." Deshalb ist ein Toter, von dem man träumt, daß er lebt, selig, ein Lebender, aber, von dem man träumt, er sei tot, auf ewig verdammt. - Träumt einer, er sei gestorben, obwohl er lebe, und werde auf einer Bahre hinausgetragen, wird er zwar seinen Glauben aufkündigen, aber im Rang so weit erhöht werden, daß er das Volk führt und sich untertan macht entsprechend der Zahl derer, die ihm das letzte Geleit gaben; doch bleibt noch Hoffnung auf Sinnesänderung, weil er noch nicht begraben ist. - Schaufelt jemand sein eigenes Grab, wird er sein Herz zur Umkehr wenden und sich im Himmel eine Wohnung bereiten. - Zu träumen, man sei noch nicht gestorben, werde aber schon begraben, kündigt Fesseln, Kerker und Drangsal an. - Träumt jemand, er sei an einem unbekannten Ort eingekerkert, wird er bald sterben; denn niemand kennt den Ort, wo die Seelen der Toten weilen werden. Kennt der Träumer aber den Ort seiner Einkerkerung, wird er Qual und Drangsal dieser Welt erfahren. - Bekommt jemand von einem Toten ein weltlich Ding, wird er zeitliche Güter und Zuwachs an Reichtum erlangen. - Redet der Tote mit ihm oder unterweist er ihn in Glaubensfragen, wird der Träumende Gnade in seinem Glauben finden, weil der Tote auf die jenseitige Welt deutet. - Gibt einer einem Toten zu essen oder zu trinken, wird er erkranken und sein Geld verlieren. - Schenkt er dem Toten neue Kleider, die noch kein anderer getragen hat, wird er schwer erkranken und seinen Besitz schmälern. - Bekleidet er ihn aber mit Kleidungsstücken, die er selber getragen und abgelegt hat, oder hat er nur die Absicht, es zu tun, wird der Spender bald sterben; derjenige aber, der solches nur tun wollte, wird ebenso enden, aber nicht gar so bald. - Träumt jemand, er trage einen Toten fort, ohne ihm die letzten Ehren zu erweisen, wird er sich schändlich auf unehrliche Weise bereichern; erweist er ihm aber die letzten Ehren, wird er einem mächtigen Fürsten Gefolgschaft leisten, ihm dienen und seine Gunst erlangen. - Dünkt es einen, er nehme einen Toten auf, spreche mit ihm, küsse oder berühre ihn, wird er lange leben, doch häufig von Krankheiten geplagt sein. - Träumt es einem, daß der Verstorbene freundlich auf ihn zukomme, wird er dessen Seele wohltun, und der Tote wird es verspüren, aber der Träumende wird auch dessen Erben auf Erden Gutes tun. - Weist der Tote den Träumer mit bösen Worten von sich, wird dieser dessen testamentarische Wünsche nicht erfüllen, aber aus Gottesfurcht seinen Fehler wiedergutmachen. - Liegt jemand wie ein Toter unter Toten im Grabe, wird er eine weite Reise unternehmen, sich mit Ungläubigen verbrüdern und seinen Glauben beflecken. - Dünkt es ihn aber, er liege lebendig unter Toten, wird er unter Ungläubigen als Fremder leben, seinen Glauben aber nicht beflecken. Page 1388 1387 - Schaut jemand einen Toten, der wieder aufgelebt ist, in schmutzigen Kleidern oder Not und Drangsal leiden, so wird dieser gerichtet werden..., und so wird sich der Traum erfüllen. - Träumt einer, ein ihm bekannter Verstorbener sterbe zum zweitenmal, wird der Träumende eine Frau nehmen. - Dünkt es jemanden, ein Toter rufe ihn heimlich, wird der Lebende ihm folgen, wenn er dessen Stimme erkennt. - Schleppt der Tote ihn fort und verläßt ihn dann irgendwo, wird auch er bald dahingehen. - Träumt einer, er schleppe einen Toten fort, sie kämen beide an einen unbekannten Ort, der Träumende kehre aber nicht um, wird er schnell sein Leben enden; ist er aber umgekehrt, wird er schwer erkranken, jedoch nicht sterben. - Dünkt es ihn, der Tote fordere ihn auf, mit ihm zusammen auf sein Landgut oder zu seinem Grabmal zu gehen, wird er sterben, aber nicht gar so bald. - Schleppt der Tote ihn gewaltsam oder sonstwie fort, wird auch er sterben, aber nicht so bald. - Ruft jemand einen Toten zu sich, der ihm zunächst folgt, dann aber wieder verschwindet, wird der Träumende unter den Zwang eines Machthabers geraten, aber wieder freikommen. - Tritt einer in die Fußstapfen eines Toten, wird er in jeder Hinsicht dessen Spur folgen und nach einem kurzen Leben sterben. - Verkehrt einer geschlechtlich mit einem bekannten Verstorbenen, wird er dessen Erben Gutes erweisen, wenn mit einem unbekannten, einen Feind niederringen, der große Macht besitzt. - Träumt jemand, ein Toter wohne seiner Frau oder Tochter bei, werden dessen Erben es ihm mit Dank und Lohn vergelten. - Schaut einer einen Toten, der wieder lebendig geworden ist und schläft, so bedeutet der Schlaf dessen ewige Ruhe und Seligkeit. - Erblickt jemand einen Toten von häßlicher Gestalt, schmutzig gekleidet, in Lumpen oder voller Staub, weist all das auf Marter und Drangsal des Toten und auf die Verurteilung seiner Taten. - Schaut einer einen Toten, der leidet, so wisse er, daß dieser vor Gott wegen seiner Missetaten Rechenschaft ablegen muß. - Klagt der Tote über heftige Kopfschmerzen, hat er sich für sein Verhalten gegenüber seinem Vorgesetzten, gegenüber Vater, Mutter oder dem Landesfürsten zu verantworten und dafür zu büßen, daß die Genannten ihm Vertrauen schenkten, er aber es mißachtete. Klagt er über Halsschmerzen, hat er Rechenschaft über sein Leben und seine Schulden abzulegen, schmerzen ihn die Arme, über seine Brüder, wenn die Hände, über seine treuen Knechte, wenn Schultern und Rippen, über seine Frauen; klagt der Tote über Bauchschmerzen, hat er sich für seine Kinder und die Vernachlässigung seines Hauswesens zu verantworten, wenn über die Schenkel, für die nächsten Verwandten, wenn über Bein- und Fußschmerzen, für seine treuen Knechte und sein Geld. Diese Deutung gilt in den genannten Fällen ohne jede Ausnahme und unumstößlich. - sich selbst sehen: Vergnügen und gutes Leben; - sein und wieder lebendig werden: Ehre und Ansehen. (Siehe auch "Begräbnis", "Heirat", "Leiche", "Sterben", "Tote" und andere Symbole, die mit dem Tod zusammenhängen)

Seiten