Trauminterpretation
Allgemein:
Fällt der Träumende in seinem Traum, so besagt dies, daß er auf dem Boden der Tatsachen bleiben und in einer ihm bekannten Situation vorsichtig sein muß. Er könnte sich verletzen, weil er zu umständlich ist. Fall (Fallen) entsteht manchmal körperbedingt, wenn zum Beispiel der Blutdruck im Schlaf stärker absinkt und das Gehirn mangeldurchblutet wird; dadurch kann man sogar erwachen. Kommt das häufiger vor, kann sich eine gründliche Herz Kreislauf-Untersuchung empfehlen. Oft symbolisieren Fallträume Gefahren auf dem weiteren Lebensweg; sie erklären sich zum Teil daraus, daß man das Vertrauen in sich selbst verloren hat oder feste Pläne, Meinungen und Überzeugungen aufgeben muß. Je nach den Begleitumständen im Traum sind oft folgende Deutungen möglich: - Stolpern, aber nicht fallen verspricht, daß man an einem Hindernis zwar strauchelt, es aber doch glücklich überwindet. - In einen Graben fallen warnt vor Verlust des Ansehens, den man selbst verschuldet. - Über einen Stein oder anderen Gegenstand fallen kündigt an, daß man auf eine für das weitere Leben wichtige Einsicht stoßen wird. - Beim Fallen selbst verletzt werden warnt vor bösen Absichten, die entlarvt werden und einem nur schaden können. - Aus großer Höhe fallen steht oft für ein plötzliches Unglück, bei dem man Verluste hinnehmen muß; man kann aber auch "aus allen Wolken fallen", also überrascht oder enttäuscht werden. - Andere fallen sehen kann auf Feinde und Neider hinweisen, mit denen man aber fertig wird.
Psychologisch:
Wenn der Träumende vergißt, wer er ist und woher er kommt, wenn er also, in anderen Worten, den Bezug auf sich selbst verliert, dann drückt sich dies in solchen typischen Träumen vom Fallen aus. Stolpern, Ausrutschen oder Hinfallen haben im Traum eine andere Bedeutung als das Fallen. Sie bedeuten, daß der Träumende vorübergehende Probleme hat. Wer in bodenlose Tiefe fällt, hat in seinen Milieu Anpassungsängste, im Traum aber kann er sich gehenlassen und braucht nicht aus lauter Rücksicht auf die anderen an sich zu halten. Er sollte sich dann ernsthaft mit seiner Person auseinandersetzen, vielleicht auch zuversichtlicher und verantwortungsbewußter sein. Das Traumbild des Fallens signalisiert im allgemeinen Lebensangst, Selbstzweifel und Unsicherheit, kann aber auch einen Verlust an Ansehen und Macht darstellen. Das Fallen im Traum kann auch als Warnung vor Leichtsinn und Oberflächlichkeit verstanden werden. Manchmal ist auch der Hochmut gemeint, der vor dem Fall kommt. Geht während des Falls ein Fallschirm auf, nimmt es der Situation des Fallens die lebensbedrohende Bedeutung und weist auf den Wunsch hin, die Angst vor dem Fallen zu überwinden. Nicht selten wird auch eine Kombination von Fallen und Fliegen geträumt. Fallträume haben nach Freud meist sexuelle Bedeutung (er dachte wohl an die "gefallenen" Mädchen). Sie weisen auf innere Hemmungen hin, auf Kontaktschwierigkeiten in den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Spirituell:
In einem solchen Traum wird spirituelle Angst dargestellt. Der grauenhafte Sturz in die Tiefe ist aber sehr oft gleichzeitig mit einem undefinierbaren Gefühl der Erleichterung verbunden.
Volkstümlich:
(europ.) : - eines Baumes oder eines Mastes: bedeutet Mißerfolge und bittere Erfahrungen.
Allgemein:
Von allgemeiner Festlichkeit zu träumen, ist sicherlich ein positives Symbol, kann aber auch bedeuten, daß man positivere Erwartungen hegen sollte. Es deutet meistens auf eine ausgeglichene, heitere Stimmungslage hin. Manchmal kommt darin auch der Wunsch nach mehr Geselligkeit zum Vorschein. Wer es im Traum feiert, möchte des Alltags Mühen und Plagen einmal für eine Weile vergessen, nicht nach rechts und nach links schauen, sondern ganz einfach einmal ausspannen vom eigenen Ich.
Psychologisch:
Das Wort "Fest" stammt von dem lateinischen Wort "festivus" ab, was soviel wie freudig und auch lustig bedeutet. Auch als Traumsymbol haben Feste und Veranstaltungen die Bedeutung von freudigen und sozialen Zusammenkünften mit anderen Menschen. Eine Ausnahme ist jedoch die Totenfeier. Träumen Sie also von Festen und Veranstaltungen, dann weist der Traum Sie häufig darauf hin, daß Sie sich anderen Menschen öffnen sollten. Die meisten Feste gehen entweder auf Initiationen, also Riten des Übergangs, zurück oder auf den Jahreslauf. Auch im Traum ist bei solchen Festen und Veranstaltungen eine Situation des Überganges oder/und der Hoch-Zeit des Lebens angesprochen. Der Träumende wird in der Nacht darauf hingewiesen, um sich mit vergangenen Änderungen erneut auseinanderzusetzen oder um sich auf kommende Ereignisse vorzubereiten. Möglicherweise sind diese ihm noch gar nicht bewußt.
Volkstümlich:
(arab. ) : - teilnehmen: eine kurze Freude erleben; auch: Ärger in privater Hinsicht ist zu erwarten. (europ.) : - Ausdruck der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit; Gleichgültigkeit gegenüber der Realität; eine ausschweifende Liebe beschleunigt den Alterungsprozeß; ungewollt wird man von anderen abhängig; - feiern: bedeutet Fröhlichkeit; - teilnehmen: Kummer, Sorgen, Traurigkeit; - dazu eingeladen werden: Verführung, der man ausweichen kann. (ind. ) : - teilnehmen: du wirst in Kummer und Sorge geraten. (Siehe auch "Ball", einzelne Festbezeichnungen)
Allgemein:
In Mythen und Märchen konnte ihr Klang Mensch und Götter verzaubern ("Die Zauberflöte") - sie gilt als Symbol für Harmonie und Lebensfreude. Viele Musikinstrumente - insbesondere Blasinstrumente - verweisen auf extreme Gefühle, auf Verlockungen und Schmeicheleien. Wegen ihrer Form gilt die Flöte als Symbol männlicher Potenz, aber sie kann auch den Schmerz verkörpern. Manchmal kommt in der Flöte auch ein sehr ausgeglichenes Wesen zum Ausdruck. - Flöte warnt oft vor einer Täuschung oder zu starken Beeinflussung durch andere. - Wer von fern eine Flöte spielen hört, hat Sehnsucht nach einem lieben Menschen. - Bläst man sie selbst, soll das auf Probleme in einer Liebesbeziehung hinweisen. - Gelegentlich zeigt sie als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse an.
Psychologisch:
Die Flöte ist ein Symbol der Freude und des Glücks, da sie den Klang der Seele und daher Harmonie ausdrücken kann. Wie alle Blasinstrumente männlich-sexuell zu deuten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Flöte im Traum für Himmelsmusik.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: mit Schmeichlern zu tun bekommen; - blasen hören: hüte dich vor Prozessen; - selbst blasen: einen Prozeß verlieren. (europ.) : - spielen sehen oder hören: Schwierigkeiten; soll einen Unglücksfall andeuten; bringt Enttäuschungen; auch: Flötentöne hören: es kommt zu einem angenehmen Treffen mit entfernt lebenden Freunden und profitablen Unternehmungen; - selbst spielen: sehr günstiges Omen; - Spielt eine junge Frau Flöte, wird sie sich sehr verlieben, weil ihr Geliebter sich bestens benimmt. (ind. ) : - hören: du wirst in deinen Erwartungen getäuscht; - blasen: du hast Liebeskummer. (Siehe auch "Blasinstrumente", "Musikinstrumente")
Allgemein:
Im Traum kann Gitarrenmusik eine neue Romanze ankündigen. Gitarrenmusik und das Instrument selbst drücken Romantik und kreative Schaffenskraft aus. Gitarre wird im gleichen Sinn wie Fiedel verstanden.
Psychologisch:
Jedes Musikinstrument im Traum zeigt das Bedürfnis des Träumenden nach Ruhe, Entspannung und Harmonie. Gitarre hat wie die meisten Saiteninstrumente mit dem Eros zu tun, der völligen Hingabe in Lust und Liebe. So soll der Träumer, der selbst auf der Gitarre spielt, sexuelle Wünsche haben, die bisher keine Erfüllung fanden. Hört man Gitarrenspiel, weist das aber mehr auf das vergnügte Beisammensein mit lieben Menschen hin.
Spirituell:
Auf dieser Ebene drückt die Gitarre im Traum den Wunsch des Träumenden nach spiritueller Harmonie aus.
Volkstümlich:
(arab. ) : - falsch spielen hören: Unannehmlichkeiten erfahren; - harmonisches Spiel lauschen: auf eine neue Liebesromanze hoffen dürfen; - selbst falsch spielen: Verdrießlichkeiten in einer Gesellschaft erleben; man soll sich davor hüten, nicht unbedacht ein Geschenk von einem Freund anzunehmen; - selbst harmonisch spielen: man wünscht sich eine neue leidenschaftliche Beziehung. (europ.) : - verspricht Vergnügungen sowie auch schlechte Gesellschaft, in die man durch gute Freundinnen geraten kann; auch: glückhaftes Zeichen, sofern die Musik einem Freude bereitet; Unterbrechungen sind ein schlechtes Zeichen; - selbst besitzen oder auf einer spielen: man wird sich verlieben; in der Familie läuft alles bestens; - klingt die Gitarre seltsam: man sollte sich vor Schmeicheleien und Überredung in acht nehmen, da man Gefahr läuft, von einem faszinierenden Übel in Versuchung geführt zu werden; für einen Mann: er verliert wegen verführerischer Frauen den Kopf; - Ist die Gitarre unbesaitet oder zerbrochen, bedeutet das für eine junge Frau mit Sicherheit eine Enttäuschung in der Liebe. (ind. ) : - du wirst ein Geschenk erhalten. (Siehe auch "Fiedel", "Saiteninstrumente")
Allgemein:
Musikinstrumente stehen im Traum häufig auf die kommunikativen Fähigkeiten des Menschen. Blasinstrumente verweisen auf den Intellekt, Schlaginstrumente hingegen auf den Grundrhythmus des Lebens.
Psychologisch:
Haben vielfach sexuelle Bedeutung. Streichinstrumente sind weiblich (die Spieler mit dem Bogen natürlich männlich!), Blasinstrumente männlich zu deuten. Die Erlebnisse im Traum können vom derben sexuellen Akt bis zum Geistig-Erotischen reichen. Manchmal können die Musikinstrumente selbst im Traum auch auf Sexualorgane verweisen und daher auf die Einstellung des Träumenden zu seiner Sexualität.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Musikinstrumente im Traum für die Art des Träumenden, wie er sich selbst zum Ausdruck bringt.
Volkstümlich:
(europ.) : - weisen auf vorweggenommene Vergnügungen hin; - zerbrochene: das Vergnügen wird durch unerfreuliche Gesellschaft getrübt; - Jungen Frauen wird die Kraft prophezeit, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu leben. (Siehe auch "Dirigent", "Orchester" und einzelne Instrumente)






