Trauminterpretation
Allgemein:
Lachen (Gelächter) kann auf Sorgen und Probleme hinweisen; die damit verbundenen Spannungen lösen sich dann oft vorübergehend und er erlebt dies als Spannungsauflösung. Manchmal weist es darauf hin, daß man das Leben zu ernst nimmt. Wenn der Träumende in seinem Traum ausgelacht wird, zeigt dies, daß er fürchtet, lächerlich zu sein, oder daß er etwas Unpassendes getan hat und sich nun dafür schämt. Eine solche Zurückweisung ist eine schmerzhafte Erfahrung.
Psychologisch:
In der Regel gibt der Gegenstand der Belustigung Aufschluß über die Bedeutung des Traums für das Alltagsleben. Lacht der Träumende gemeinsam in einer Gruppe, verstärkt das gemeinsame Vergnügen das Gruppengefühl. Es ist gewissermaßen der befreiende Seufzer der Seele, daß man aus einer (verfahrenen?) Situation herausgefunden hat. Im Altertum verkehrte man Lachen in Weinen und Weinen in Lachen, was wir aus eigener Erfahrung nicht bestätigen können. Der Träumende wacht meistens während des Lachens auf; er lacht dann noch mit offenen Augen, weiß aber oft kaum mehr, warum.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Lachen, vor allem über sich selbst, eine wichtige Errungenschaft des Träumenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : - deutet auf Traurigkeit; - andere lachen sehen: man wird von diesen getäuscht und hintergangen werden; - jemand hören ohne sein Gesicht zu sehen: man soll sich vor großer Gefahr hüten. (europ.) : - falsches Lachen: gilt für Tränen; die Sorgen sind größer, als es scheint; - vergnüglich ausgelassenes Lachen: eines der besten Omen; - andere lachen sehen: man hat eine Demütigung zu erwarten; - andere lachen hören: man wird den Spott oder die Schadenfreude anderer zu spüren bekommen; - hört man das Hohngelächter anderer: es erwartet einem Krankheit und enttäuschende Ereignisse; - selbst: bedeutet Erfolg bei allen Vorhaben und die Gesellschaft fröhlicher Menschen; - selbst übertrieben lachen über einen seltsamen Gegenstand: verheißt Enttäuschung und fehlende Harmonie in der Umgebung; - über das Pech anderer zu lachen: man wird zur Erfüllung der eigenen egoistischen Wünsche vorsätzlich die Freunde verletzen; - fröhliches Kindergelächter: gleichbedeutend mit Freude und Gesundheit; - lacht ein früherer Bekannter: ein vergangenes peinliches Ereignis taucht wieder auf, weil man es noch nicht ganz überwunden hat. (ind. ) : - hören: Unannehmlichkeiten; - selbst lachen: du wirst Grund zur Heiterkeit haben.
Allgemein:
Tränen im Traum können auf emotionale Befreiung und Reinigung verweisen. Weint der Träumende im Traum, hat er im Wachzustand vielleicht nicht die Möglichkeit, seinen Gefühlen nachzugeben. Weint eine andere Traumfigur, ist dies als Aufforderung an den Träumenden zu verstehen, über sein eigenes Verhalten nachzudenken und darüber, ob es angemessen ist. Träne kann auf Gefühlsreichtum, Selbstmitleid oder Depressionen hinweisen. Manchmal lösen sich dadurch auch innere Spannungen, vor allem bei Menschen, die im Alltag nicht befreiend weinen können. Seht man Tränen bei anderen, soll das auf ein freudiges Ereignis hinweisen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum weint, dann aufwacht und bemerkt, daß er tatsächlich Tränen vergießt, verweist dies auf eine Verletzung oder auf ein Trauma. Vielleicht ist es nur deshalb an die Oberfläche gekommen, damit sich der Träumende auf der Bewußtseinsebene damit beschäftigt.
Spirituell:
Tränen können Verletzung und Mitgefühl symbolisieren, auf der spirituellen Ebene geht es in der Regel um letzteres.
Volkstümlich:
(arab. ) : - vergießen: Freude erleben; eine unverhofft gute Nachricht bekommen. (europ.) : - Suche nach einer inneren Auslösung und Beruhigung; - sehen oder selbst vergießen: bedeutet Freude und Glück nach einer kummervollen Zeit. (ind. ) : - unverhoffte Freude.
Allgemein:
Weinen steht für unbeherrschbare Gefühle oder Schmerzen. Ob der Träumende selbst oder andere in seinem Traum weinen, immer handelt es sich um die Entladung aufgestauter Gefühle. Vielleicht ist der Träumende traurig über Ereignisse in der Vergangenheit, oder er fürchtet sich davor, die Zukunft anzugehen. Die Art des Weinens kann sehr aufschlußreich sein. Ist es ein Schluchzen, welches den Träumenden daran hindert, seine Gefühle in Worte zu fassen? Weinen baut im Traum oft innere Spannungen ab, vor allem wenn man im Wachzustand nicht weinen kann. Manchmal kommt darin auch die Reue über einen Tag zum Ausdruck, was mit Selbstmitleid verbunden sein kann. Das weinende Krokodil (umgangssprachlich für Krokodilstränen) warnt vor Heuchelei. Alte Traumbücher verstehen Weinen auch noch als Grund zur Freude im eintönigen Alltag.
Psychologisch:
Hier werden meist die Freudentränen umschrieben, die den Alltag erhellen. Nur wenn man im Traum grundlos weint, läßt das auf Kummer und Sorgen im Wachleben schließen. Wer übrigens - und das wußten schon die Assyrer - um einen Toten weint, wird genesen, falls er sich gerade krank fühlt; mit anderen Worten: er wird einen neuen Anfang wagen können, weil das Schlimmste hinter ihm liegt. Ein solcher Traum kündigt häufig Phasen des Übergangs von einem Bewußtseinszustand in einen anderen an. In der Realität kann das Weinen sehr erleichternd sein. Weint der Träumende während der Traumhandlung, kann dies ein Bild für die Befreiung von seelischem Druck oder Schmerzen sein. Es kann auch ein Symbol für starke Glücksgefühle des Träumenden sein, dies ist allerdings weniger häufig.
Spirituell:
Weinen im Traum steht für die Trauer über einen persönlichen Verlust.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen, jemanden: du wirst dich zu trösten wissen; - selbst: Freude empfinden; eine glückliche heitere Zeit steht bevor. (europ.) : - gilt für nahe Freude und große Überraschungen nach Kummer über eine Person die man bald vergessen wird; - jemanden weinen sehen: bedeutet, daß man jemanden trösten oder mit ihm Mitleid haben darf. (ind. ) : - sei ohne Sorge, es wird alles wieder gut; - im Schlaf: du wirst eine übergroße Freude erleben; - sehen: du wirst eine nahestehende Person kränken. (Siehe auch "Baby", "Freunde", "Lachen", "Mutter", "Stimmen", "Streit", "Trauern", "Wasser")






