Trauminterpretation
Allgemein:
Wenn Betrug in einem Traum eine Rolle spielt, besonders wenn der Träumende der Betrogene ist, besteht die Möglichkeit, daß dieser zu vertrauensselig ist. Wenn der Träumende betrügt, läuft er Gefahr, einen guten Freund zu verlieren. Betrug (Betrüger) kann tatsächlich darauf hinweisen, daß man sich durch zu viel Vertrauen in andere und naive Gutgläubigkeit leicht selbst in Schwierigkeiten bringt. Oft kann man daraus aber auch auf trügerische Gefühle, Hoffnungen und Erwartungen schließen, mit denen man sich selbst täuscht. Alte Traumbücher geben zum Teil noch folgende Bedeutungen an: - Oft das Unverhoffte, schnelles Glück und kurzfristige Aufbesserung der Finanzen. - Beim Betrug entlarvt werden, gilt als günstiges Zeichen für finanzielle Pläne. - Betrug beim Spiel soll als Wunsch nach Rache an einem anderen Menschen stehen, durch den man sich verletzt fühlt. - Betrügerin kann im Traum anzeigen, daß man für ein flüchtiges erotisches Abenteuer zugänglich ist.
Psychologisch:
Wenn man akzeptiert, daß die verschiedenen Figuren, die in Träumen auftauchen, Teile der eigenen Persönlichkeit sind, dann sollte man sich davor hüten, sich selbst zu betrügen. Wer häufig träumt, betrogen zu werden, hat Angst, nicht wichtig genug zu sein - ob in einer Partnerschaft, Familie oder Arbeitssituation, zeigt die entsprechende Handlung des Traumes auf. Eine Aufforderung, jetzt eine bessere Position zu erkämpfen und sich nicht immer mit einer "Nebenrolle" im Leben zufriedenzugeben! Wird man vom Liebespartner betrogen, sollte man das nicht allzu ernst nehmen; denn der fremde Traumbeischläfer des eigenen Partners ist häufig nichts anderes als die unerwartete Hilfestellung, die uns jemand im Wachleben leistet; manchmal soll das Traumbild auch den Anstoß geben, im Intimleben mehr aus sich herauszugehen.
Spirituell:
Der Träumende muß seine spirituellen Ziele überprüfen und ihnen dann treu bleiben; geistiger Selbstbetrug ist auf jedem spirituellen Entwicklungsweg eine große Gefahr.
Volkstümlich:
(europ.) : - allgemein: deutet ein Unrecht an, das man unter keinen Umständen ausführen soll, denn vermeidet man es, so wird man zu einer ehrenvollen Stellung aufsteigen; - selbst betrügen: sich auf kosten Ihres Arbeitgebers bereichern, sich unwürdigen Vergnügen hingeben und Ihren Ruf schädigen; - als solcher bei einem Geschäft erwischt werden: gutes Fortkommen; - bei einem Geschäft betrogen werden: auf Personen treffen, die Ihnen den Weg zum Wohlstand versperren wollen; - allgemein betrogen werden: unverhofftes Glück oder Erbschaft; zwecklose Versuche der Feinde, Sie zu schaden; - mit einer Betrügerin zu tun haben: kündet ein Liebesabenteuer an; - Betrüger im Spiel erwischen: man wird sich für etwas rächen; - als solcher bei einem Geschäft erwischt werden: gutes Fortkommen; - eine Person des Betruges bezichtigen: Ihnen wird ein höchst ehrenwertes Amt angeboten. (Siehe auch "Beischlaf")
Volkstümlich:
(europ.) : - Hände von Untergebenen schütteln: man wird wegen seiner Freundlichkeit gemocht; - schmutzige Hände dabei sehen: man begegnet Feinden unter angeblichen Freunden; - im Traum jemandem die Hände schütteln, der einem Unrecht getan hat, und verabschiedet sich dieser traurig von einem: bedeutet Differenzen mit einem engen Freund; es folgt ein nicht geringer Verlust; - Träumt eine junge Frau vom Händeschütteln mit einem Herrscher, wird sie im Kreis von Fremden Anerkennung erfahren. Wenn sie die Gelegenheit nutzt, wird sie bei Freunden in hoher Gunst stehen. - Wenn eine Frau glaubt hinauflangen zu müssen, um die Hände zu schütteln, werden ihr Neid und Ablehnung begegnen. Hat sie Handschuhe an, wird sie diese Probleme meistern. - Schüttelt eine junge Frau die Hände eines gebrechlichen alten Mannes, kommen Unannehmlichkeiten auf sie zu.
Volkstümlich:
(europ.) : - treiben: Armut, Krankheit und Enttäuschungen; mit Verminderung des Erworbenen ist zu rechnen; - Träumt eine mittellose Frau, sie genieße großen Luxus, kündigt sich eine baldige Veränderung ihrer Lebensverhältnisse an. (ind. ) : - treiben: Verminderung deines Besitzes.
Allgemein:
In Träumen tauchen häufig Schlüssel auf. Sie stellen neue Einstellungen, frische Gedanken und Gefühle dar, die Erinnerungen, Erlebnisse und Wissen einschließen können, die der Mensch zuvor vor sich verborgen hat. Wenn in einem Traum ein Schlüsselbund vorkommt, ist dies ein Hinweis, daß der Träumende seine gesamte Persönlichkeit für neue Erfahrungen öffnen muß. Schlüssel kann Vernunft und Logik verkörpern, mit denen man Hindernisse überwindet. Als Phallussymbol bringt er manchmal sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck.
Psychologisch:
Schlüssel und Schloß stehen als Symbole für Mann und Frau, für deren Vereinigung, aber auch für die Frigidität und das Schutzbedürftigkeit der Frau. In früheren Zeiten wurde dem König der Schlüssel zur Stadt als Geschenk überreicht, dies geschah auch mit dem Anspruch, daß er diese Stadt schütze. Ist etwas im Traum verschlossen, so kann es nur mit dem passenden Schlüssel erreicht werden. Aus diesem Bild ergibt sich die Offenbarungssymbolik des Schlüssels. Mit dem Schlüssel gelangt der Träumende vielleicht in bisher noch ungekannte Bereiche seiner Psyche. Daher kann der Schlüssel als Traumbild auch eine Persönlichkeitsentwicklung ankündigen. Oft umschreibt das Traumbild eine rätselhafte Angelegenheit oder ein Geheimnis, zu dem wir den Schlüssel suchen; wer ihn verliert, wird niemals dahinterkommen. Geht uns im Traum ein Schlüssel verloren, gilt das auch als Hinweis, endlich mit der eigenen Geheimniskrämerei Schluß zu machen. Nach Artemidoros bedeutet er, daß man den Schlüssel zum Herzen eines Menschen gefunden hat, der unserer Liebe wert ist. In anderem Zusammenhang gilt der Schlüssel auch als Warnung vor einer geplanten Reise oder Umstellung, da im Augenblick alles gegen eine Ortsveränderung oder eine Änderung unseres bisherigen Lebensstils spricht. Wenn der Träumende den Eindruck hat, in Gefangenschaft geraten zu sein, kann der Schlüssel zur Freiheit häufig wie durch Zauberhand auftauchen. In sich trägt der Mensch viele Lösungen für seine Probleme bei sich. Ein Symbol, wie der Schlüssel im Traum eines darstellt, kann der Auslöser sein, welcher den Träumenden wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt und seine Fähigkeit, sich Lösungen zu erarbeiten, freisetzt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Schlüssel im Traum das Bedürfnis des Träumenden nach Befreiung aus einer belastenden Situation darstellen und dann eine positive Bewegung in Gang setzen. Silberne und goldene Schlüssel symbolisieren zeitweilig spirituelle Macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen oder haben: in geheime Angelegenheiten verwickelt werden; - verlieren: familiäre Streitigkeiten werden dich ärgern; - damit aufschließen: in nützlicher Weise handeln; - finden: aus einer Verlegenheit befreit werden; das Geheimnis eines anderen ergründen wollen; - schmieden: ein glückliches Verhältnis wird gestört werden; - Türen damit aufschließen: du wirst in Verdacht kommen; - suchen: du hast keine Ordnung in deiner Arbeit; - zusammenlesen: Gewinn. (europ.) : - ist erotisch zu verstehen, als Instrument am Schlüsselloch usw.; auch: bedeutet unerwartete Veränderungen; - sehen: deutet auf ein Geheimnis hin oder eines Rätsels Lösung; - einen überreichen: verheißt Glück im häuslichen Leben; - verlieren: man wird nicht hinter eine Sache kommen, die man gerne erfahren möchte; es folgen unangenehme Abenteuer; durch eigene Unachtsamkeit wird man eine gute Angelegenheit verpassen; - einen verlegte oder verlorenen nicht wiederfinden: bedeutet das Fehlschlagen heimlicher Absichten; - einen fremden finden: man wird hinter das Geheimnis eines anderen kommen; - suchen: läßt auf Heimlichkeiten schließen; - den eigenen finden: bedeutet die Enthüllung von Verborgenem; Vorsicht, daß keine Pläne oder Absichten durch Ungeschicklichkeit preisgeben werden; Geschäfte werden friedlich und erfolgreich ablaufen; - ein zerbrochener: deutet auf Trennung durch Tod oder Eifersucht; - etwas damit aufschließen: mahnt zur Vorsicht, man sollte sich nicht auf ein gefährliches Abenteuer einlassen; - Träumt eine junge Frau, daß sie den Schlüssel für ein Schmuckstück nicht mehr findet, wird sie Probleme mit ihrem Partner haben und darunter leiden. - Sieht sich eine Frau eine Tür aufschließen, steht ein neuer Liebhaber ins Haus, dem sie vertrauen kann. - Schließt eine Frau eine Tür ab, wird sie Erfolg bei der Wahl eines Gatten haben. - Gibt eine Frau einen Schlüssel weg, wird sie sich durch unüberlegte Worte schaden. (ind. ) : - finden: du wirst deinen Nebenbuhler entfernen; - haben: nach langer Mühe wirst du nun endlich zu deinem Ziel gelangen; - schmieden: dein Verhältnis wird gestört werden; - verlieren: du wirst in nächster Zeit auswandern. (Siehe auch "Gefängnis", "Schloß", "Schlosser", "Türschloß")
Volkstümlich:
(europ.) : - von den Liebenden getrennt werden: es wird ein Fehlschlag eines lang gehegten Planes vorausgesagt. (ind. ) : - ein Wiedersehen.
Allgemein:
Sinnbild des eigenen Lebensbereiches, der überschaubaren individuellen Ordnung, Sicherheit und Geborgenheit. Psychologisch: - Welche Anteile meines Selbst habe ich in Besitz genommen? Wer im Traum eine schöne neue Wohnung bezieht, kann mit einer erfreulichen Veränderung seiner Lebensverhältnisse rechnen. Ist die Wohnung aber eine jämmerliche Bruchbude, so leiden wir im Wachleben möglicherweise an einer Krankheit oder sind in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen auf dem Nullpunkt angelangt.
Volkstümlich:
(europ.) : - wie Zimmer oder Haus zu verstehen: die Wohnung ist man selbst; scheinbare Verbesserung der Verhältnisse; - in seiner eigenen sein oder sie sehen: man wird sich bei einem anderen wie zu Hause fühlen; - eine schöne besitzen: die Zukunft sieht äußerst erfreulich aus; - die eigene nicht finden: man wird den Glauben an das Gute im Menschen verlieren; - keine haben: man wird in vielen Dingen Pech haben oder mit Entscheidungen falsch liegen; - die Wohnung wechseln: hektisches Handeln und eilige Reisen werden auf einen zukommen; - eine fremde sehen oder darin sein: kündet meistens eine große Veränderung an; daheim kommen ungemütliche Tage auf einen zu; - eine mieten: verspricht eine Besserung der Lage; - für Mann, eine mit vielen offenen Türen sehen: symbolisiert verschiedene Frauenbeziehungen; - für Mann, eine mit viel Holz ausgestattete sehen: dieser Mann sehnt sich nach einer eher mütterlichen Frau; - Wenn eine junge Frau ihre Wohnung verläßt, bedeutet dies, daß gegen sie gehetzt wird und Lügen über einem verbreitet werden. (ind. ) : - eine schöne, geräumige haben: du wirst durch Klugheit zu Erfolgen kommen; - ärmlich und beschränkte: du wirst trotz bestem Willen dich nicht emporarbeiten können; - mieten: Mühseligkeiten; - besehen: eine Veränderung bereitet sich vor. (Siehe auch "Haus", "Hausbrand", "Umzug", "Zimmer")
Allgemein:
Wut im Traum steht oft für andere leidenschaftliche Gefühle. Der Träumende ringt damit, ob er das Recht dazu hat, seinem Kummer Ausdruck zu verleihen, oder nicht. Möglicherweise ist er unfähig, seine starken Gefühle im Wachzustand angemessen auszudrücken, während es ihm im Traum jedoch gut gelingt. Wut (Zorn) symbolisiert innere oder äußere Konflikte, die beunruhigen; man muß versuchen, sie zu verarbeiten, sich zum Beispiel mit einem Gegner auszusöhnen.
Psychologisch:
Der Mensch kann sich selbst die Erlaubnis erteilen, Leidenschaft sexueller oder anderer Natur zu empfinden. Die Art, wie man im Traum Gefühle ausdrückt, kann über angemessenes Verhalten im alltäglichen Leben informieren.
Spirituell:
Der Träumende leidet unter dem Mißfallen Gottes.
Volkstümlich:
(europ.) : - in Wut geraten: deutet auf Versöhnung; Beilegung einer Differenz; - wütend sein: es steht einem eine Versuchung bevor; Enttäuschungen durch nahestehende Personen; zerbrochene Freundschaften oder Feinde können erneut Ihr Eigentum oder Ihren Charakter angreifen; - gelassen bleiben, während Verwandte auf einem wüten sind: man kann zwischen streitenden Freunden vermitteln, die einem dafür Dankbarkeit entgegenbringen werden; - jemanden in solche bringen: die Beilegung einer Differenz wird einen nicht befriedigen; - eine wütende Person sehen: beinhaltet eine Wiedervereinigung; - ein wütender Mann: Feinde werden sich offen gegen Ihre Vorhaben wenden; - ein wütendes Tier sehen: ein Freund verteidigt Ihren Namen. (ind. ) : - wütend sein: Ärger und Verdruß; - wütendes Tier: du wirst Hindernisse beseitigen; - Wüterich sehen: deine Ausdauer wird gekrönt werden.






