Trauminterpretation
Allgemein:
- Baby ist das Symbol der unbewußten Sehnsucht nach Geborgenheit. - Wer ein Baby trägt, hat noch eine ganze Weile sein Päckchen zu tragen und erreicht gesteckte Ziele erst nach vielen Mühen. - Ein Baby stillen: Man sollte seine Pflicht erfüllen auch wenn es schwer fällt. - Wer schöne Babys sieht, kann schöne Freundschaften schließen. - Häßliche Babys deuten auf kleine Unebenheiten im eigenen Charakter hin. - Ein totes Baby läßt manchmal auf ein schlechtes Erinnerungsvermögen schließen.
Psychologisch:
Das Baby kann im Traum einen realen Kinderwunsch ausdrücken oder mit einer Schwangerschaft oder Geburt im Zusammenhang stehen. Trifft dies nicht zu, symbolisiert es die Kindlichkeit und Unreife des Träumenden. Das bedeutet dann, daß bestimmte Wesenszüge der träumenden Person noch nicht oder erst ungenügend entwickelt sind und also gehegt und gepflegt werden wollen. Ein Baby im Traum kann auch für den Beginn von etwas Neuem stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : - besonders schönes und sauberes: verheißt Liebe und Freundschaft; - allgemein sehen: Unglück und Kummer; - ein schlafendes: die Zukunft entwickelt sich bestens; - eins füttern: es stehen noch manche Mühen bevor, bis man die Anerkennung der Umwelt erntet; - schreien hören: schlechte Gesundheit und Enttäuschungen stehen bevor; - ein krankes schreit: die Geschäfte sind im Moment rückläufig; - totes: man wird bald von einem Todesfall hören; - selbst eines zur Welt bringen: etwas Neues, eine neue Lebensrichtung oder Idee, wird in einem geboren; - eine Frau stillt eines an ihrer Brust: entweder sie wünscht sich sehnlichst ein eigenes Kind, oder sie möchte einem anderen helfen, es betreuen und umsorgen; - Wenn eine Frau Ihr eigenes Baby stillt, wird Sie von demjenigen hintergangen, dem Sie am meisten vertraute. - Ihr fiebergeschütteltes Baby auf den Arm nehmen: psychische Qualen stehen bevor. (Siehe auch "Menschen", "Puppe") Page 203 202
Volkstümlich:
(europ.) : - einem Unglück: meist ein ungünstiges Zeichen; - aus einer Gefangenschaft: weist auf den Aufstieg von Armut zu Reichtum hin; - einer Seuche: verheißt Gesundheit und Wohlstand; sich vor einer Seuche zu schützen suchen und dennoch erkranken: durch die Pläne der Gegner zu leiden haben.
Allgemein:
Käfig besteht oft aus den Regeln, Normen und moralischen Maßstäben unserer Gesellschaft; meist zeigt er dann an, daß man sie zu genau befolgt und deshalb die Selbstentfaltung behindert. Man sollte ab und zu aus diesen Zwängen ausbrechen. Ein Käfig ist mit einer Falle oder einem Gefängnis vergleichbar. Der Traum von einem wilden Tier, das in einem Käfig gesperrt ist, macht den Träumenden auf die Notwendigkeit aufmerksam, seine wilderen Instinkte zu bändigen. Befindet sich der Träumende selbst in einem Käfig, deutet dies darauf hin, daß er frustriert ist und vielleicht von der Vergangenheit gefangengehalten wird.
Psychologisch:
Der Traum vom Käfig ist eine Warnung an den Träumenden, daß er seine verborgenen Fähigkeiten zu sehr einschränkt. Andererseits kann es sein, daß er anderen Menschen zu sehr gestattet, ihm Beschränkungen aufzuerlegen. Er schildert das gefühlsmäßige Beengtsein. Wenn ein Tier im Käfig eingesperrt ist, wird man der negativen Aussage des entsprechenden Tiersymbols Herr, sitzt man selbst oder ein anderer Mensch in einem Käfig, deutet das auf Minderwertigkeitskomplexe hin, auf ein Gefangensein der Seele, die das Gute will, aber zur Zeit noch nichts gegen alltäglichen Schlendrian bewirken kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Käfig im Traum ein negatives Symbol für Religion oder Glauben.
Volkstümlich:
(arab. ) : - leeren sehen: du wirst in Gefangenschaft oder in eine andere Gefahr geraten; auch: man wird eine Chance ungenutzt, andererseits werden sich auch bestimmte Sorgen in Luft auflösen; - mit Tieren sehen: man soll seine Ängstlichkeit in bezug auf eine bestimmte Angelegenheit überwinden, seinen Plänen treu bleiben und seine Ziele weiter verfolgen; - mit Vögel: gute Bekannte werden sich als Betrüger erweisen; auch: mit bunten Singvogel darin: durch ein Geschenk oder besonderes Glück erfreut werden; - einen Singvogel daraus entschlüpfen lassen: durch deine eigene Schuld wirst du einen Verlust erleiden; - sich selbst in einem sehen: man wird bald eine Reise unternehmen, die reich an Gefahren ist. (europ.) : - man will aus den gesellschaftlichen Banden ausbrechen; - sehen: bedeutet für Unvermählte Liebeskummer; sonst Gram, Verlust sowie häuslichen Verdruß; man wird seiner Freiheit beraubt werden; - einen voll besetzten Vogelkäfig: verheißt Glück nach vorherigem Unglück; auch: Reichtümer anhäufen und viele hübsche und liebenswerte Kinder haben; - mit nur einem Vogel: deutet auf eine reiche Heirat hin; - leeren sehen: Enttäuschungen in Liebesaffären und wahrscheinlich eine Auflösung einer Verlobung; man wird sein Leben unabhängig gestalten; auch: Durchbrennen oder Tod eines Familienmitgliedes; - sich selbst in einem sehen: man fühlt sich eingesperrt und möchte am liebsten ausbrechen; - mit wilden Tieren sehen: steht für einen Triumph über einen Feind oder ein Mißgeschick; - zusammen mit wilden Tieren eingesperrt sein: man sollte sich vor Unfällen auf einer Reise hüten. (ind. ) : - sehen: deine Geschäfte gehen nicht besonders; - leer: Befreiung von Sorgen; - mit Vögeln: du wirst gleichgesinnte Freunde finden; - Vögel daraus fliegen sehen: du wirst ein Darlehen verlieren; - mit wilden Tieren: dein Feind wird dir nicht mehr schaden; - wilde Tiere daraus ausbrechen sehen: Gefahr. (Siehe auch "Gefängnis")
Allgemein:
Zum Keller- wie zum Küchentraum zieht man vorteilhaft Jugenderinnerungen heran. Diese beiden Räume werden vom Kind bekanntlich sehr eindrücklich erlebt. Doch wird man bald erkennen, daß sie auch allgemein gültigen Symbol- Charakter haben. Nur darf man nicht ausgehen von Küche und Keller, wie sie sich, durchtechnisiert, der befriedigten Hausfrau darbieten. Eine echte Küche ist der Ort des häuslichen Herdes, ein Ort des Feuers. Hier wird die Speise unter allerlei Manipulation genießbar gemacht (ähnlich wie im mittleren Verdauungstrakt des Darmes). Darum wird der Bauch oft die Küche des Leibes genannt und haben Küchenträume u.a. mit unserer seelischen Verdauung zu tun. Die Küche ist der Ort weiblicher Herrschaft. Weibliches hantiert da oft laut und eigenwillig aus überlieferten Instinkten heraus. Deshalb meint die Mutter, eine Köchin oder irgend eine kräftig in der Traumküche hantierende Frau einfach das ernährende mütterliche Leben in uns selbst. Wie mancher Mann projiziert sein undifferenziertes Wünschen, das teilhaben möchte an primitiver Lebensspeise und das er ins Nur- Sexuelle mißversteht, auf das "Küchenpersonal". In alten Küchen ist Dämmerung, flackert gespenstiger Feuerschein, in ihr hat weiblich geisterhaftes Handeln seine Wohnung, dem Manne unbegreiflich. Und doch muß er als ein Dr. Faust von Zeit zu Zeit hinab an den Lebensherd zu den heißen Grundmächten des Lebens - die Küche ist besetzt von den eigenartigsten Phantasien: von den höchsten Intuitionen eines alchemistischen Wandlungsprozesses, den die Seele durchzumachen hat, bis zu den handgreiflichsten Vorstellungen sexueller Art (Pfanne, Feuerloch, Mörser und Stößel...)
Psychologisch:
Für die meisten Menschen ist die Küche das "Herz" des Hauses. Sie ist der Ort, von dem aus der Mensch in die Welt hinaustritt und zu dem er zurückkehrt. Im Traum kann die Küche die Mutter oder die Funktion der Mutter symbolisieren. Sie ist normalerweise der am stärksten belebte Raum im Inneren eines Hauses, und daher ist sie auch der Ort, an dem viele Beziehungen gefestigt werden und an dem viel Austausch stattfindet. Die Dinge, die im Traum in der Küche geschehen, weisen auf Ehe-, Partnerschafts- oder Familienprobleme hin. Die Küche im Traum ist nicht nur ein Ort der kreativen Kommunikation sondern auch in der Regel Ort der Wärme und des Wohlbefindens. Sie stellt den häuslichen Anteil einer Frau dar. Viele Gegenstände in der Traumküche deuten nach Freud auf sexuelle Wünsche hin (Pfanne, Feuerloch, Kartoffelstampfer und so weiter), nach deren Erfüllung man sich sehnt. Wer in der Küche arbeitet, der scheut keinen Weg, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Die Küche ist im Traum und in der Wirklichkeit der Ort im Haus, an dem die Nahrung für die Familie zubereitet wird. Im übertragenen Sinne wird die Nahrungsumwandlung als Umwandlung der seelischen Energie gesehen. Küchenträume haben somit viel mit unserer seelischen Verdauung zu tun. Küche versteht man meist ähnlich wie Koch. Zuweilen verheißt sie eine gesicherte materielle Existenz oder bringt den Wunsch nach Abwechslung zum Vorschein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Küche im Traum Transformation und Veränderung von der Art dar, die der Träumende selbst wünscht und die ihm nicht aufgezwungen wird. Die Rituale, in deren Zentrum der Herd und das Herdfeuer stehen, sind ein bedeutsamer Teil der spirituellen Entwicklung.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen oder sich darin aufhalten: hüte dich vor Verleumdungen; Klatschereien; - darin kochen: guter Hausstand. (europ.) : - zeigt baldige Verlobung oder Verheiratung an, verkündet eine glückliche Häuslichkeit; auch: Nachricht aus der Entfernung; generell ein gutes Omen, es sei denn, die Küche ist spärlich möbliert oder unaufgeräumt; - sehen: ein lieb und wert gehaltener Gegenstand wird von einem anderen zerbrochen werden; - Bei einer Frau bedeutet eine einladende und ordentliche Küche, daß sie zahlreiche interessante Dinge erleben wird. (ind. ) : - sehen: guter Hausstand. (Siehe auch "Haus", "Herd", "Kochen") Page 852 851
Allgemein:
Der Mensch ist sich des Bedürfnisses nach einem sicheren Platz bewußt, und dies wird in der Symbolik von Träumen recht deutlich. Die Symbole, die dieses Schutzbedürfnis darstellen, reichen vom Schneckenhaus bis hin zum Regenschirm. Träume, in denen Schutz thematisiert wird, machen den Träumenden in der Regel darauf aufmerksam, daß er sich zu sehr exponiert (herausgehoben) hat, oder legen ihm nahe, sich von seinen Unsicherheiten nicht zu sehr dominieren zu lassen.
Psychologisch:
In seiner aktiven Form kann Schutz sich als Fürsorge im Traum manifestieren: Der Träumende gewährt Schutz oder Zuflucht. Trifft dies im Traum zu, dann schützt er damit vielleicht einen Teil seines Selbst vor Verletzungen oder Schwierigkeiten. Erhält er hingegen Schutz, so ist er sich dessen bewußt, daß es in seinem Leben eine schützende Macht gibt, welche die Hand über ihn hält.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert Schutz im Traum einen Raum, in dem einem Menschen kein Schaden zugefügt werden und in dem er sich gefahrlos ausdrücken kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : - gegen Verleumdung und Gefahr sehen, finden: du brauchst nicht zu verzweifeln, alles wird gut ausgehen. (ind. ) : - suchen: vielfaches Glück; - finden: deine Schuldner halten dich hin.
Allgemein:
Ein Tisch ist ein Möbelstück mit sozialen oder beruflichen Funktionen und symbolisiert im Traum Entscheidungsfähigkeit. Er ist ein Ort der Familienzusammenkünfte, und für den Träumenden sind die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten vielleicht ein wichtiges Ritual. Auch der Konferenztisch in der Arbeitswelt hat ein rituelles Element. Eß-Tisch kann den Wunsch nach fröhlicher Gesellschaft symbolisieren. Allgemein steht er für das äußere Leben, zum Beispiel die Arbeit. Ist er schön gedeckt, spricht das für Glück und Erfolge, andernfalls für Mißerfolge und Kummer.
Psychologisch:
Eine gedeckte Tafel bedeutete schon für die alten Ägypter, daß sich Gäste einstellen werden, die man gut bewirten sollte, denn wäre der Tisch leer, würden sie sich langweilen. Nach heutiger Deutung ist das uns aufgetischte Lebensenergie, die uns Seelisches wie Geistiges verarbeiten läßt. Wer im Traum einen Tisch abräumt, hält wohl nicht viel von dem ganzen "Seelenkram", ist im Wachleben ein Realist, der "reinen Tisch" machen möchte. Durchaus ernst zu nehmen ist auch die mittelalterliche Auslegung, daß der einen guten Hausstand führe, der im Traum eine reine weiße Tischdecke auflegt, ein schmutziges Tuch hingegen beweise das Gegenteil.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann ein Tisch im Traum für ein spirituelles Gericht stehen und spirituelle Gesetze symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : - daran sitzen: glückliche Lebensumstände; frohe Gesellschaft; - decken: du wirst zu Wohlstand gelangen; - abdecken: dir entgeht ein Gewinn; - gedeckten sehen: du wirst Gäste bekommen; Wohlstand; - leeren: Mangel; Einsamkeit. - Schreibtisch: man möchte im Leben noch viel erreichen; - Konferenztisch: deutet auf Schwierigkeiten im Berufsleben. (europ.) : - Lebenssymbol; man sitzt vor seinem Leben und sieht, was darauf steht; - kündet eine Geselligkeit an; man wird sich bei schön gedecktem Tisch gut dabei amüsieren, bei ungedecktem Tisch dabei langweilen; - decken oder decken sehen: an einer großen Festlichkeit teilnehmen; auch: verheißt glückliche Verbindungen und positive Umstände; - einen vollen sehen: jetzt kann man häusliches Glück und zukünftigen Wohlstand genießen; - von einem ohne Tischtuch essen: frei und unabhängig entscheiden; Geld oder das Verhalten anderer hat für einem keine Bedeutung; - abräumen: Freude wird bald Sorgen und Gleichgültigkeit weichen; - einen leeren sehen: bedeutet Armut oder Streit; man sollte sich in Zukunft vermehrt für Haus und Familie sorgen; - bei guter Unterhaltung an einem sitzen: Freude; - andere an einem sitzen sehen: sehr günstiges Omen; - ein sich selbst bewegender Tisch: man wird von Unzufriedenheit heimgesucht und will etwas ändern; - ein schmutziges Tischtuch: symbolisiert Ungehorsamkeit von Dienern oder Kindern; Freude wird Streit Platz machen; - ein zerbrochener Tisch: ist ein Zeichen für schwindendes Glück; - jemand auf dem Tisch sitzt oder steht, heißt dies, daß er seine Wünsche mit unlauteren Mitteln umsetzen will; - jemand auf den Tisch klopfen hören: man wird seine Einstellung gegenüber Freunden ändern und sich in Gefahr bringen; man wird auch den Respekt von Freunden und Verwandten verlieren. (ind. ) : - decken: Lustbarkeit. (Siehe auch "Altar", "Möbel", "Tischtuch")
Allgemein:
Traumbilder von Verlust tauchen häufig nach dem Tod geliebter Menschen auf. Sie können jedoch auch erscheinen, wenn es um den Verlust weniger greifbarer Dinge wie Liebe oder Respekt oder sogar Selbstachtung geht. Wenn der Träumende in seinem Traum etwas verloren hat, kann dies auch bedeuten, daß er Dinge vergessen hat, die wichtig sein könnten. Dies kann eine Chance, ein Freund oder eine Denkweise sein, etwas, was ihn früher aufrechterhalten hat. Wenn der Träumende einen Verlust erleidet, verweist dies darauf, daß ein Teil seiner selbst oder seines Lebens jetzt tot ist und daß er lernen muß damit umzugehen.
Psychologisch:
Es wird Ihnen Energie entzogen. Im Traum tritt diese Situation meist bei realen Verlustängsten auf. Wenn der Träumende den Weg verloren oder sich verirrt hat, stellt dies emotionale, mentale oder auch körperliche Verwirrung dar. Ihm ist die Fähigkeit oder die Motivation abhanden gekommen, Entscheidungen zu treffen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert die Suche nach einem verlorenen Gegenstand das Streben nach Erleuchtung.
Volkstümlich:
(europ.) : - Verlust eines Kindes: die Pläne werden bald vereitelt; man wird frustriert zurück bleiben; erwarteter Erfolg endet in Mißerfolg; - der Verlust von Angehöriger oder Freunden: gut vorbereitete Pläne werden scheitern; man hat schlechte Zukunftsaussichten; - von Geld: man wird einen Gewinn auf einem anderen Lebensgebiet machen. (Siehe auch "Geld")
Allgemein:
Wird im Traum etwas verwandelt, so bedeutet dies, daß das Bild eine größere Bedeutung hat als das Traumsymbol. Verwandlung bedeutet meist, von Licht umgeben zu sein, und dies setzt eine spezielle, göttliche Sinngebung voraus. Ein solcher Traum kann dann auftreten, wenn der Träumende in seinem Leben eine Wandlungsphase durchmacht. Verwandlung ist ein Phänomen, das bei Veränderungen des Bewußtseinsstadiums auftritt. Es ist, als ob ein Licht in die Persönlichkeit einfällt und diese verändert. Das Auftreten von Verwandlungen im Traum deutet darauf hin, daß der Träumende sich seiner Geisteskraft bewußt wird.
Psychologisch:
Es tritt bei der Traumarbeit ein Selbstverstärkungseffekt auf: Wenn man eine erste Veränderung bei sich bemerkt, verstärkt deren bewußte Wahrnehmung weitere und eventuell tiefgreifendere Veränderungen. Um solche gewünschte Änderungen bei sich festzustellen, kann man wiederum auf seine Träume zurückgreifen. Unsere Träume bilden jegliche psychische Veränderung des Träumenden ab, man muß sie nur genau daraufhin betrachten. Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen im alltäglichen Leben zeigen sich zunächst im Traum häufig durch ein Auftreten neuer und bislang unbekannter Symbole. Da treten beispielsweise typische Wandlungssymbole auf oder wiederkehrende Symbole, die man vorher nicht in seinen Träumen fand. Zu den charakteristischen Wandlungssymbolen gehören folgende Bilder: - Das überschreiten einer Brücke und jede Situation, in der man ans andere Ufer oder in ein neues Land gelangt. Das Betreten von Neuland, Konfrontation mit dem Unbekannten oder das Finden eines bislang unbekannten Zimmers in einem Haus. - Die Raupe und der Schmetterling, die Häutung der Schlange oder der Vogel als Bild der Verbindung von Himmel und Erde. Natürlich gibt es noch viel mehr solcher Wandlungssymbole, aber nach meiner Erfahrung lassen sich die meisten dieser Symbole auf die angeführten vier Symbolgruppen zurückführen. 1. Das Erreichen des anderen Ufers: Immer, wenn wir im Traum von einem Ort zu einem neuen Ort wechseln, entspricht das einer inneren Veränderung. Wir verlassen unseren alten Standpunkt, der durch den Ort, an dem wir uns im Traum befinden, symbolisiert wird, um zu einem neuen Standpunkt zu gelangen, der den inneren Ort charakterisiert, auf den wir uns hinbewegen möchten. Betrachten Sie den neuen Ort genau, denn er zeigt Ihnen symbolisch, wohin Sie sich entwickeln. Ein archetypisches Bild dieser Situation stellt die Brücke dar, über die man die Schlucht oder das wilde Wasser überquert, um zum anderen Ufer zu gelangen. Dieses Bild finden wir in Sagen und der Mythologie, wenn beispielsweise der Lanzelot - ein Ritter von König Artus Tafelrunde - die Schwertbrücke überqueren muß, um Meliagaunce - den Verführer seiner geliebten Guinevra - zu finden, um mit ihm zu kämpfen. Damit setzt sich Lanzelot mit seinem Schatten auseinander, denn er selbst hat ebenfalls Guinevra verführt, obwohl sie die Frau seines Königs ist. Mit der Konfrontation mit dem eigenen Schatten beginnt stets eine Neuorientierung und Veränderung. Wir kennen das Bild der Brücke auch aus dem Koran, der die Hölle schildert. Jene Brücke ist so schmal wie ein Haar und nur der Gerechte kann Sie überschreiten, um in einen neuen, paradiesischen Zustand zu gelangen. C. G. Jung bezieht das Symbol der Brücke auf die unsicheren Stellen in unserem Bewußtsein, das wieder und wieder von den Einbrüchen unseres Unbewußten bedroht wird. Wichtig ist, die Brücke zu überqueren und auf der anderen Seite anzukommen. Egal wie schwierig das auch sein mag, versuchen Sie auf jeden Fall bei solch einen Traum, das andere Ufer zu erreichen. Gelingt Ihnen das nicht selbst im Traum, dann nutzen Sie die Kraft der Tagtraumtechnik aus, indem Sie sich diesen Traum noch einmal so genau wie möglich vorstellen, ihn aber positiv mit dem Erreichen des anderen Ufers enden lassen. Nehmen Sie sich vor - vielleicht in Form einer Affirmation -, wenn dieses Traumsymbol wieder auftritt, die Brücke wirklich zu überqueren und auf der anderen Seite anzukommen. Das gilt nicht für das Traumbild Brücke, sondern für jede Situation im Traum, bei der Sie von einem bekannten Ort zu einem neuen Ort gehen. Wichtig ist das Ankommen. Ob der Übergang zum Neuen durch eine Brücke, eine Straße oder eine Reise mit irgendeinem Verkehrsmittel geschildert wird, achten Sie stets genau auf den Zustand der Brücke oder Straße beziehungsweise des gewählten Verkehrsmittels. Zu Beginn einer psychischen Veränderung mag die Brücke noch schmal wie im Koran oder bei Lanzelots Schwertbrücke sein, die Brücke mag auch ausbesserungsbedürftig oder schwankend sein. Das liegt daran, daß der Traum Bewußtseinsveränderungen voraussehen kann, das jetzige Bewußtsein des Träumers aber noch nicht derart gestärkt ist, diese Veränderung ohne Probleme zu durchlaufen. Nehmen Sie sich in Ih ren Tagträumen vor, die Brücke sicherer, stabiler und breiter werden zu lassen. Am liebsten bleiben wir, wie wir sind, und jede persönliche Veränderung wird von uns als bedrohlich empfunden. Auf jeden Fall sind Brücken wie alle Übergänge Orte der Gefahr. Achten Sie also auf Symbole, die Übergänge zu etwas anderem und Neuem symbolisieren und versuchen Sie mit Affirmationen und der Tagtraumtechnik diese Übergänge zu stabilisieren und zu festigen, womit Sie auch in Ihrem Inneren den Übergang zu Neuem einen Weg bereiten. 2. Der unbekannte Raum oder das unbekannte Land im Traum: Jedes Neuland, das wir im Traum betreten, ist ein Symbol für neue Möglichkeiten. Sehr häufig finden wir ein neues Zimmer in einem uns bekannten Haus oder wir reisen in ein uns unbekanntes Land. Sei es nun das unbekannte Zimmer oder Land, immer ist darauf zu achten, wie dieses Land oder Zimmer charakterisiert werden kann. Erinnern Sie sich an einen solchen Traum, empfiehlt es sich, den neuen Ort genau zu betrachten. Wer bewußt träumen kann, der sollte erst einmal seinen inneren Film anhalten und schauen, wie das neue Zimmer eingerichtet ist und welche Atmosphäre es ausstrahlt. Handelt es sich um ein unbekanntes Land, sollte jede Einzelheit, die dieses Land charakterisiert, als symbolischer Hinweis auf neue Lebensmöglichkeiten gesehen werden. Begeben Sie sich noch einmal in diesen Traum und schauen Sie sich nun das Zimmer oder Land genau an. Es kommt nicht darauf an, daß Sie sich so genau wie möglich an Ihren Traum halten, sondern Sie können Ihrer Phantasie folgend das Zimmer oder das Land ausgestalten. Wichtig ist jedoch, daß dies nicht von Ihrem Kopf und Ihren Wünschen her geschieht, sondern daß Sie das Traumbild Ihrer Phantasie übergeben und schauen, wie sie das Bild für Sie weiterentwickelt. 3. Raupe, Schmetterling und Schlange: Die Raupe wird zum Schmetterling, die Schlange häutet sich. Damit stellen Raupe, Schmetterling und Schlange verbreitete archetypische Bilder des persönlichen Transformationsprozesses dar. Tritt die Raupe in unseren Träumen auf, so deutet das auf einen gerade erst begonnenen Veränderungsprozeß hin und möchte uns vielleicht sagen, daß wir uns erst einmal einspinnen, das heißt zurückziehen müssen, um zum leichten Schmetterling zu werden. Wer von einer Raupe träumt, sollte mit der Tagtraumtechnik versuchen, aus dieser Raupe einen Schmetterling werden zu lassen und sich dann mit dem Schmetterling identifizieren. Damit hat der Träumende auf der symbolischen Ebene Page 1464 1463 die Verwandlung vollzogen - und was wir auf der symbolischen Ebene vollziehen, das können wir auch im Alltagsleben leichter umsetzen. Sehen wir einen Schmetterling im Traum, scheint der persönliche Transformationsprozeß schon weiter fortgeschritten zu sein. Aus der häßlichen und gierigen Raupe ist der Schmetterling geworden, der sich frei und leicht bewegen kann. Genauso fühlen wir uns nach unserer Veränderung leicht, beweglich und schön. Wir mögen noch nicht an diesem Punkt angekommen sein, aber der Traum gibt uns immerhin einen Ausblick, wohin die Entwicklung geht. Dieser positive Ausblick auf unsere Zukunft ist oftmals als Verstärkung nötig, denn wenn wir einen Geschmack von der Schönheit und Freiheit unseres Ziels bekommen haben, stärkt das unser Durchhaltevermögen auf dem Weg dorthin. Die Schlange ist sicherlich eines der komplexesten Symbole im Traum westlicher Menschen. Sie mag weiblich oder männlich erscheinen, giftig oder heilbringend sein. Für unsere Betrachtung hier ist es von besonderer Bedeutung, daß die Schlange sozusagen aus ihrer Haut schlüpfen kann und sich eine neue Haut bildet. Genau das kennzeichnet menschliche Veränderung, bei der man häufig das Gefühl hat, aus einer alten Haut zu schlüpfen. Schauen Sie sich die Schlange genau an. Welche Farbe hat sie beispielsweise? Sehen Sie die neue oder alte Schlangenhaut? Der Symbolwert der Farbe der Schlangenhaut vermag Ihnen einen Hinweis zu geben, von wo Sie kommen oder wohin Sie sich begeben werden. Werden Sie sich darüber bewußt, von wo die Schlange kam, und wohin sie wieder verschwunden ist. Anders als der Schmetterling steht die Schlange für die menschlichen Triebe. Die Häutung der Schlange ist also eine Veränderung in der Triebstruktur. Gleichzeitig stellt die Schlange ein dem Menschen sehr weit entfernten Kaltblütler dar, mit dem der Mensch nur sehr schwer kommunizieren kann. Damit wird unter anderem ausgedrückt, daß unsere Veränderungsprozesse uns unverständlich ablaufen. Wir können Sie erkennen, aber nicht verstehen. 4. Weitere Wandlungssymbole: Jedes Symbol besitzt also eine Vielfalt von Möglichkeiten, Veränderungen im Leben darzustellen. Es ist kein Zufall, daß Sie gerade jenes und kein anderes Symbol geträumt haben. Fällt Ihnen rein gar nichts zu Ihren Traumsymbol ein, dann überlegen Sie sich drei Eigenschaften, die dieses Symbol treffend charakterisieren. nun beziehen Sie diese Eigenschaften auf sich - das wird Ihnen sicherlich weiterhelfen. Veränderungen machen sich auch dadurch bemerkbar, daß sich die Art der Symbolik ändert - und zwar häufig bevor einem Veränderungen bei sich bewußt werden. Eine Frau, die sehr im negativen Denken verhaftet war und bei der jede körperliche Berührung Abwehr erzeugte, hatte vor der Therapie auffallend häufig von Autos geträumt. Das Traumbild "Auto" charakterisiert sehr treffend ihre Situation, da es sich um einen PKW handelte, in dem Sie immer allein saß. Besser kann die Isolation von der übrigen Welt nicht in Szene gesetzt werden. Trotz aller Isolation, und das macht dieses Bild auch deutlich – blieb jedoch diese Frau beweglich. Als die Therapie erfolgreich zu wirken begann, machte sich eine Veränderung in Ihrer Traumsymbolik bemerkbar. Jetzt war es an Stelle der Autos das Wasser, das gehäuft als See, als Fluß, als Meer oder nur in der Badewanne in ihren Träumen in den Vordergrund trat. Wasser als archetypisches Bild für das Gefühl deutete in diesem Fall eine emotionale Öffnung der Träumerin an, die Sie selbst noch gar nicht wahrgenommen hatte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Verwandlung im Traum heißen, daß der Träumende sich seiner medialen Fähigkeiten bewußt wird.
Volkstümlich:
(europ.) : - sich etwas sehen: weist auf einen plötzlichen Wandel des Lebens zum Guten oder Schlechten hin, je nachdem, ob der Traum angenehm oder beängstigend war. (ind. ) : - werden: du wirst eine Reise machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : - du wirst bald in bessere Verhältnisse kommen. (europ.) : - Traum des Gegenteils; zeigt häusliches Glück an; auch: Schwierigkeiten im Arbeitsleben; - andere verzweifelt sehen: es wird die unglückliche Stellung eines Verwandten vorausgesagt. (ind. ) : - neues Leben blüht für dich aus den Ruinen. Page 1466 1465
Allgemein:
Eine Werkstatt ist ein produktiver Ort. In Träumen symbolisiert sie den Teil des Träumenden, der gewinnbringende Projekte hervorbringt - allerdings nicht unbedingt in finanzieller Hinsicht profitabel.
Psychologisch:
Eine Werkstatt kann der Ort sein, an dem der Träumende Gleichgesinnte trifft, Menschen mit der gleichen Art von Kreativität, wie er sie selbst besitzt. Daher versinnbildlicht die Werkstatt Interaktion und Begabung.
Spirituell:
In einer Werkstatt wird Kreativität freigesetzt. Diese kann zum spirituellen Fortschritt des Träumenden beitragen.
Volkstümlich:
(europ.) : - zeigen an, daß man seine Feinde mit außergewöhnlichen Strategien schwächen wird; ein glückverheißendes Omen. (Siehe auch "Handwerker")






