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Trauminterpretation

Allgemein:

Frau gehört zu den vieldeutigsten und wichtigsten Traumsymbolen. Allgemein kann sie als Verkörperung der Gefühlsschicht einer Persönlichkeit verstanden werden, woraus sich je nach den Begleitumständen zahlreiche Deutungen ableiten lassen. Oft ergibt sich das erst aus dem Zusammenhang mit anderen Symbolen, die im Traum gemeinsam mit der Frau auftauchen. Die folgenden Bedeutungen kommen recht häufig vor: - Frau sehen deutet oft auf noch nicht voll bewußte, teils sexuelle Bedürfnisse und Erwartungen hin. - Schöne Frau kündigt Erfolge an, vor allem in Gefühlsbeziehungen, insbesondere wenn sie lange Haare trägt. - Alte Frau kann die eigene Mutter oder überpersonal eine weise Ratgeberin verkörpern; dieses Symbol taucht oft bei unreifen Menschen auf, die sich übermäßig nach Schutz und Geborgenheit sehnen und keine Eigenverantwortung übernehmen wollen. - Schwangere oder gebärende Frau wird als Glückssymbol gedeutet, das Wohlstand und Erfolg verheißt; manchmal kann dahinter auch ein unterdrückter Wunsch nach Ehe und Familie mit Kindern stehen. - Nackte Frau hat meist nichts mit Sexualität zu tun, sondern warnt vor vergeblicher, erfolgloser Mühe. - Frau umarmen soll vor Streitigkeiten warnen; küßt man sie dabei, verspricht das aber Erfolge. - Betende, vor allem ältere Frau verkündigt oft, daß Pläne und Hoffnungen sich erfüllen werden, weil man Hilfe dabei erhält. - Geschminkte Frau warnt vor der Schmeichelei anderer, der man keinen Glauben schenken darf. - Rot- oder schwarzhaarige Frau soll oft auf bevorstehende Schwierigkeiten, braunhaarige manchmal auf eine noch unerkannte Krankheit hinweisen. - Mit einer Frau spazieren gehen kann ebenfalls auf Ärger und andere Probleme des Alltags hinweisen. - Mehrere Frauen beisammen können vor Klatsch und übler Nachrede warnen. Das ist aber nur ein Teil der möglichen Deutungen des Symbols der Frau; oft erschließt sich der individuelle Sinn nur mit Hilfe freier Assoziationen und unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände.

Psychologisch:

In Männerträumen weisen sie nach Freud meist auf sexuelle Wünsche hin, die wegen moralischer Bedenken im bewußten Leben nur im Traum erfüllt werden können. Träumt ein Mann von einer unbekannten, vielleicht sogar "gesichtslosen" Frau, handelt es sich nach C.G. Jung um die femininen Anteile seiner eigenen Persönlichkeit, die Anima, die unbewußte weibliche Seite der Psyche eines Träumers, die über seine Gefühle, seine Stimmungen, aber auch über seine Liebesfähigkeit etwas aussagt. Handlungen solcher Frauen weisen auf unbewußte Eigenschaften hin. In Frauenträume sind sie beliebige weibliche Personen und können fast nur aus dem Zusammenhang heraus gedeutet werden. Träumt eine Frau von einer Unbekannten (und beschäftigt sie sich mit deren Eigenschaften), bedeutet dies die Auseinandersetzung mit dem Selbstbild, der eigenen Weiblichkeit. Der Traum kann auch als Aufforderung zu verstehen sein, sich mehr um die eigenen Anlagen, Talente und Bedürfnisse zu kümmern und sie bewußter auszuleben. Seit alters her gilt die schöne Frau als Glücksbotin, und ihre Küsse sollen sogar Geldzuwachs versprechen. Man sollte besonders auf die Haarfarbe solcher Frauen achten und darauf, was sie tun, wie sie sich bewegen und in welcher Umgebung sie sind. Dann erst kann man sich an die Interpretation wagen. Von den Ägyptern wurde das Traumbild der schönen Frau sinnigerweise als Warnung vor zu großen Ausgaben aufgefaßt.

Volkstümlich:

(arab. ) : - Träumt einer, er lasse sich mit einer alten Frau ein, wird er von einem Mächtigen, der schon bei Jahren ist, Macht erlangen; hat er sie aber nur um den Beischlaf gebeten oder ihr solches zu verstehen gegeben, sein Begehren aber nicht befriedigt, wird er sich in einer unmöglichen Sache abmühen, aber nichts ausrichten. - Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er bekomme viele junge Mädchen für seinen Palast, wird er fremden Reichtum gewinnen und so viele Jahre in Freude leben, wie die Zahl der Mädchen beträgt; sind es deren gar viele, bedeutet es Monate. Schaut dies ein gemeiner Mann was ungewöhnlich ist, wird er viel Geld, aber auch Sorgen haben. - Sieht der Kaiser oder ein Fürst eine elegant gekleidete Frau in seinem Palast, seine eigene oder eine fremde, und dünkt es ihn, er scherze und verkehre mit ihr, wird er ein Jahr erleben, das in allem nach seinem Wunsch verläuft. Greift er nach ihren Brüsten und preßt Milch heraus, wird er sich in jenem Jahr eine große Freude verschaffen, aber auch die Frau wird die Gesellschaft des Geliebten genießen; ein gemeiner Mann wird in seinem Gewerbe ein gutes Jahreseinkommen erwirtschaften, ein Sklave bald die Freiheit erlangen, ein Armer zu Vermögen kommen. Page 512

Allgemein:

Der Traum von einem Hammer oder von anderen stumpfen Werkzeugen verdeutlicht die aggressive, männliche Seite des Wesens. Ein Symbol der Kraft, das uns darauf hinweist, daß mit roher Gewalt allein letztlich nichts erreicht werden kann. Allgemein steht der Hammer für eine Persönlichkeit, die sich rücksichtslos durchzusetzen versucht und dadurch zwar viele Erfolge erzielt, sich aber auch viele Feinde schafft. Möglicherweise hat aber der Träumende auch das Gefühl, daß ein Teil seiner Persönlichkeit zerstört oder herausgebrochen werden muß, damit er richtig funktionieren kann. Hammer kann als Sexual- (Phallus-) Symbol Ausdruck sexueller Bedürfnisse sein, die auf den Partner zu wenig Rücksicht nehmen; dann ist er als Warnung zu verstehen, weil eine Beziehung dadurch ge- und zerstört wird. Das arbeiten mit einem Hammer zeigt an, daß man sich gegen alle Widerstände durchsetzen wird. Der Hammer im Traum kann auch die Endgültigkeit darstellen, mit der eine Entscheidung getroffen oder ein Richterspruch gefällt wurde.

Psychologisch:

Es kommt ganz darauf an, wer vom Hämmern träumt. Beim ambitionierten Heimwerker dürfte es eher ein "Tagesrest" sein. Für eine Frau in einer (sozial oder emotional) bedrohlich empfundenen Situation symbolisiert der geträumte Hammer, daß sie sich "in Sicherheit bringen" oder entsprechend wehren sollte. Und ganz allgemein gilt das durchschlagskräftige Werkzeug als ein Symbol für ebendieses: entschlossenes, praktisches "Zupacken", Tatkraft und Durchsetzungsvermögen.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene ist der Hammer im Traum ein doppeldeutiges Symbol: Er stellt sowohl Gerechtigkeit als auch Rache dar.

Volkstümlich:

(arab. ) : - sehen oder besitzen: in roher Weise behandelt werden; auch: man ist in einer Streitfrage im Recht und sollte nicht nachgeben; - damit arbeiten: mit einem erfolgreichen Geschäftsabschluß rechnen können; - damit pochen: du mußt eine schwere Arbeit verrichten; - damit etwas zerstören: man wird sich im Leben durchsetzen und die nötige Widerstandskraft aufbringen, um seine Ziele zu erreichen; - einer anderen Person reichen: eine Feindschaft wird Schwierigkeiten bringen. (europ.) : - das Symbol der Gewalttätigkeit; man versucht etwas zu erreichen, was man mit Klugheit längst haben könnte; auch: es wird einem eine uneinträgliche Aufgabe auferlegt; - sehen: man wird eine Lebensversicherung abschließen; - von jemandem gezeigt bekommen: man hat in einer Sache völlig Recht, doch muß man sich tatkräftig verteidigen; - damit bedroht werden: besagt, daß man einer großen Gefahr entgegengeht; - sich selbst einen Hammer schwingen sehen: man ist verärgert und wird die Lage mit Umsicht überwinden können; - damit nach jemanden schlagen: verkündet Trübsal und Ärger; - damit arbeiten: bringt uns viel Arbeit mit gutem Verdienst; man wird trotz vieler Hindernisse ein Ziel erreichen; auch: gegenüber seinen Freunden Beflissenheit zeigen; - das Geräusch eines schlagenden Hammers hören: immer ein sehr vorteilhaftes Zeichen in geschäftlichen Belangen und Liebesaffären. (ind. ) : - damit arbeiten: du wirst dich durch eigene Kraft emporarbeiten; - sehen: man behandelt dich gewalttätig.

Allgemein:

Trost (Trösten) verspricht baldige Hilfe bei Sorgen und Problemen.

Volkstümlich:

(europ.) : - empfangen: man hat hilfreiche Freunde; in der nächsten Zeit kaum Kummer und Leid erleben. - jemandem trösten: man sehnt sich nach Anteilnahme in bezug auf ein quälendes Problem. (ind. ) : - empfangen: du wirst Hilfe in der Not erhalten; - spenden: du wirst Freunde gewinnen; - andere trösten: du hoffst auf bessere Zeiten und willst endlich eine gute Anstellung haben. Page 1408 1407

Allgemein:

Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende zu einer Verabredung geht, deutet dies darauf hin, daß er ein Ziel oder eine Absicht haben sollte. Der Traum bringt ihm etwas zur Kenntnis, wovon sein innerstes Selbst bereits spürt, daß er sich damit bewußt beschäftigen sollte. Eine Verabredung versäumen verweist darauf, daß der Träumende Details nicht genügend Aufmerksamkeit zuwendet.

Psychologisch:

Vielleicht kann der Träumende sich selbst für gute Arbeit beschenken oder belohnen. Es gibt etwas, was er in einem bestimmten Zeitraum fertigstellen kann. (Mit wem hatten Sie die Verabredung? Das könnte wichtig sein und weitere Aufschlüsse geben.)

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene ist die Verabredung im Traum ein Hinweis an den Träumenden, auf spirituell wirksame Weise Zeit zu sparen oder sie zu nutzen. Page 1441 1440

Allgemein:

Weinen steht für unbeherrschbare Gefühle oder Schmerzen. Ob der Träumende selbst oder andere in seinem Traum weinen, immer handelt es sich um die Entladung aufgestauter Gefühle. Vielleicht ist der Träumende traurig über Ereignisse in der Vergangenheit, oder er fürchtet sich davor, die Zukunft anzugehen. Die Art des Weinens kann sehr aufschlußreich sein. Ist es ein Schluchzen, welches den Träumenden daran hindert, seine Gefühle in Worte zu fassen? Weinen baut im Traum oft innere Spannungen ab, vor allem wenn man im Wachzustand nicht weinen kann. Manchmal kommt darin auch die Reue über einen Tag zum Ausdruck, was mit Selbstmitleid verbunden sein kann. Das weinende Krokodil (umgangssprachlich für Krokodilstränen) warnt vor Heuchelei. Alte Traumbücher verstehen Weinen auch noch als Grund zur Freude im eintönigen Alltag.

Psychologisch:

Hier werden meist die Freudentränen umschrieben, die den Alltag erhellen. Nur wenn man im Traum grundlos weint, läßt das auf Kummer und Sorgen im Wachleben schließen. Wer übrigens - und das wußten schon die Assyrer - um einen Toten weint, wird genesen, falls er sich gerade krank fühlt; mit anderen Worten: er wird einen neuen Anfang wagen können, weil das Schlimmste hinter ihm liegt. Ein solcher Traum kündigt häufig Phasen des Übergangs von einem Bewußtseinszustand in einen anderen an. In der Realität kann das Weinen sehr erleichternd sein. Weint der Träumende während der Traumhandlung, kann dies ein Bild für die Befreiung von seelischem Druck oder Schmerzen sein. Es kann auch ein Symbol für starke Glücksgefühle des Träumenden sein, dies ist allerdings weniger häufig.

Spirituell:

Weinen im Traum steht für die Trauer über einen persönlichen Verlust.

Volkstümlich:

(arab. ) : - sehen, jemanden: du wirst dich zu trösten wissen; - selbst: Freude empfinden; eine glückliche heitere Zeit steht bevor. (europ.) : - gilt für nahe Freude und große Überraschungen nach Kummer über eine Person die man bald vergessen wird; - jemanden weinen sehen: bedeutet, daß man jemanden trösten oder mit ihm Mitleid haben darf. (ind. ) : - sei ohne Sorge, es wird alles wieder gut; - im Schlaf: du wirst eine übergroße Freude erleben; - sehen: du wirst eine nahestehende Person kränken. (Siehe auch "Baby", "Freunde", "Lachen", "Mutter", "Stimmen", "Streit", "Trauern", "Wasser")