Trauminterpretation
Allgemein:
Bauch kann manchmal in körperbedingten Träumen als Folge einer Erkrankung auftreten, die im Wachzustand noch keine Beschwerden verursachen muß, oder auf falsche Ernährungsgewohnheiten hinweisen, die unsere Gesundheit gefährden können. Oft ist der Bauch jedoch als Symbol für Körperlichkeit, Sinnlichkeit, Sexualität oder die materiellen Dinge des Lebens zu interpretieren. - Je größer er wirkt, desto mehr wird man von solchen Bedürfnissen beherrscht oder desto dringender darauf hingewiesen, daß man sie nicht so stark unterdrücken darf. - Zuweilen zeigt der Bauch auch an, daß man verdrängte Erfahrungen, die unbewußt belasten, endlich verarbeiteten (verdauen) sollte. - Die Aufmerksamkeit des Träumenden wird auf die Gefühle eines Menschen gelenkt, wenn er dessen Bauch im Traum bewußt wahrnimmt. - So signalisieren ein eingefallener Bauch und Hungergefühle, daß der Träumende sinnlich unbefriedigt ist. - Ein abstoßend dicker Bauch, Völlegefühl und Brechreiz deuten hingegen auf Überdruß, sexuelle Übersättigung oder ganz allgemein auf Ausschweifungen hin. - Ein schöner, glatter Bauch und das Gefühl satt zu sein, aber nicht zuviel gegessen zu haben, sind ein Zeichen für körperlich-sexuelle Befriedigung, können aber auch den Wunsch danach ausdrücken.
Psychologisch:
Die "Küche" des Lebens, in der - übersetzt - die Erlebnisse des Alltags verarbeitet, verdaut werden. Manchmal gelten Träume vom vollen Bauch als Warnzeichen, sich zu mäßigen. Wenn im Traum der Bauch des Träumenden aufgebläht ist, dann bedarf es der psychischen Erleichterung in Form eines Zornausbruches oder eines offenen Gespräches. Vielleicht sollte man mehr "aus dem Bauch heraus" leben, d.h. zu seinen Bedürfnissen stehen, ohne sie ständig nach ihrem Sinn zu hinterfragen. Auch sexuell zu deuten, als Symbol für Fruchtbarkeit (Schwangerschaft). Wenn Frauen im Traum den Bauch einziehen (ihn mit enger Kleidung "in Form halten" usw.), steckt oft die Angst vor ungewollter Schwangerschaft dahinter - oder der Wunsch nach intensiv gelebter Sexualität.
Spirituell:
Weil er der Sitz des Solarplexus ist, ist der Bauch ein vitales Zentrum. Er zeigt meistens Sinnlichkeit und sexuelle Leidenschaften an.
Volkstümlich:
(arab. ) : - Träumt einer, sein Bauch sei feister und größer geworden, dessen Hausstand und Besitz werden, der Leibesfülle gleich, wachsen; ist der Bauch dünn und schmächtig geworden, wird der Träumer mit Genugtuung von Sorgen und überzähligem Hausgesinde befreit werden. - Plagt jemanden eine Magenkolik, wird er daheim mit Not und Sorgen zu kämpfen haben. - Träumt einer, sein Bauch sei geplatzt und es bestehe keine Hoffnung auf Heilung, wird er in Kürze und ohne ein Testament zu hinterlassen Familie und Besitz zurücklassen. - dick werdend: vorübergehende Sorge; - sehr dick sehen: reichlicher Verdienst; - mager werdend: Unfriede. (europ.) : - sehen: zeitgemäße Ansichten drängen sich in den Vordergrund; - ein gesunder Bauch verheißt krankhafte Begierden; - auf ihm liegen: die Gesundheit wird eine Einbuße erleiden; - einen großen, dicken, vollen haben oder sehen: Vermögenszuwachs; Geld, Gewinne, Verdienste; auch: die sinnlichen Wünsche sind groß; - ein krankhaft geschwollener: prophezeit schlimme Krankheiten; - ein magerer, leerer: zeigt Verluste an; Geldverluste; erhöhte Risikobereitschaft und zu viele Wagnisse wären jetzt äußerst ungünstig; auch: man sollte seine Ernährungsgewohnheiten einmal genauer unter die Lupe nehmen; - sieht man auf dem Bauch etwas sich bewegen, deutet das auf Erniedrigung und harte Arbeit hin. (ind. ) : - Der Bauch, die ihn umgebenden Körperpartien und alles in ihm Eingeschlossene bedeuten des Menschen Reichtum und Kinder. - Träumt jemand, sein Bauch sei ungewöhnlich eingefallen, prophezeit das den Tod von Kindern und Mangel an Geldmitteln. - Ist der Bauch aber mächtig dick geworden und ohne Krankheit aufgedunsen, wird der Träumer viele Kinder zeugen und Geld wie Heu haben. - Dünkt es einen, sein Bauch sei aufgebläht, tatsächlich aber leer, wird er selbst bettelarm sein, den Leuten aber reich vorkommen. - Träumt einer, er leide Hunger, wird er äußerst arbeitsam sein und seinem Hunger entsprechend mit allen zeitlichen Gütern gesegnet werden. - Hat jemand, den es hungert, sich satt gegessen, wird er augenblicklich alles bekommen, wonach er sehnsüchtig strebt und verlangt. - Wenn einer, der Durst leidet, ihn mit Wasser gestillt hat, wird er, falls dieses kühl, süß und klar ist, herrlich und in Freuden leben und das Geld scheffeln; ist das Wasser aber schmutzig, lauwarm und bitter, wird er in Trübsal, Bitterkeit und Krankheit sein Leben enden. - dick: sei Vorsichtig in Gesprächen; - mager: man tut dir unrecht. (Siehe auch "Bauchschmerzen", "Körper", "Magen")
Allgemein:
Brille versteht man allgemein als den Wunsch, das Leben, die anderen Menschen und sich selbst besser zu verstehen und zu durchschauen. Vielleicht beinhaltet das aber auch die Mahnung, sich nicht zu viel mit sich selbst zu befassen, weil man sonst zu leben "vergißt", oder, eine zu idealistisch-naive Lebenseinstellung ("rosa Brille") aufzugeben. - Eine Brille im Traum verweist auf die Fähigkeit des Träumenden, zu sehen und richtig zu verstehen. - Die Brille zeigt Fehlerpunkte in unserem Ich an. - Wenn eine andere Person im Traum unerwartet eine Brille trägt, dann hat dies entweder etwas mit dem mangelnden Verständnis des Träumenden zu tun oder mit der Unfähigkeit des betreffenden Menschen, den Träumenden einzuordnen. - Man achte auf die Farbe (siehe dort) des Gestells. Eine rosarote Brille kann beispielsweise bedeuten, daß wir alles zu rosig sehen und dabei alles Negative übersehen möchten. - Eine grüne Brille soll berechtigte Hoffnungen auf Erfolge machen. - Die schlecht sitzenden Augengläser verraten zum Beispiel, daß man sich von irgend etwas ein schiefes Bild macht. - Setzt man im Traum die Brille eines anderen auf, sollte man sich im Wachleben mehr auf seine eigene Kraft statt auf trügerische Ratschläge der Mitmenschen verlassen. - Durch eine klare Brille zu schauen heißt, daß man im Wachleben den rechten Durchblick haben wird. - Wer durch eine beschlagende Brille schaut, der will manches nicht so recht einsehen, was ihm nützlich wäre. - Die zerbrochene Brille umschreibt das Glück, das leicht zerbricht.
Psychologisch:
Die Brille im Traum zeigt, daß der Träumende seine Aufmerksamkeit mehr auf das richtet, was außerhalb seiner selbst geschieht, statt den Blick nach innen zu wenden. Eine Brille kann auch für vorgefaßte Meinungen und Anschauungen stehen, die vom Träumenden auch da angebracht werden, wo sie keinesfalls passen. Sie ist ein Symbol für die Möglichkeit, etwas genauer zu betrachten - eine neue Sicht und mehr Durchblick wären gefragt. Eine zerbrochene Brille muß nicht unbedingt Unglück symbolisieren. Eher bedeutet sie, daß man ein Hindernis überwinden oder eine Einschränkung akzeptieren muß, um ein Problem zu lösen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene mahnt eine Brille im Traum, einen anderen Blickwinkel in Betracht zu ziehen. Sie steht für Tugend und ist ein Symbol der Mäßigkeit und Abgewogenheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: du wirst von falschen Freunden betrogen werden; - tragen: nimm dich in acht, daß du nicht durch dich selbst zu Schaden kommst; durch deine Aufmerksamkeit wirst du manchen geschäftlichen Verlust vermeiden können; auch: selbst eine helle Brille tragen: Glück ist einem beschert; - von anderen getragen sehen: hüte dich vor scharfen und mißgünstigen Beobachtern; - Begegnet man im Traum einen anderen Menschen mit dunkler Brille, wird man von einem nahestehenden Menschen in recht schamloser Weise hintergangen – zum Teil allerdings auch aus eigener Schuld. (europ.) : - innerliche Unruhe, Beschäftigung mit sich selbst; - sehen: Klugheit, Überlegenheit; - kaufen: sei vorsichtig; - aufsetzen: warnt uns vor Betrügern; - aufgesetzt bekommen: man ist all zu leicht von anderen beeinflußbar; - tragen: du wirst ein hohes Alter erreichen; man versucht, sein Leben besser zu verstehen; - eine grüne tragen: gute Aussicht in geschäftlichen oder anderen Angelegenheiten; - verlieren: du mußt besser auf dein Eigentum achten; man wird bald eine Intrige oder Lüge in der näheren Umgebung aufdecken; - zerbrechen: du wirst Schaden erleiden; - eine Traumgestalt trägt eine dunkle Brille: ein Mensch in der unmittelbaren Umgebung verschleiert seine wahren Absichten; hier ist Vorsicht geboten; - Brillengläser: ein kurzer Szenenwechsel; seien Sie auf der Hut vor der Falschheit Fremder. (ind. ) : - gehe nicht an deinem Glück vorüber; - man will dich täuschen, sei vorsichtig. (Siehe auch "Augen", "Blindheit", "Farben", "Glas", "Linse", "Optiker") Page 301 300
Allgemein:
Dieses Traumbild ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende nicht mehr sicher auf den Beinen steht, sein Standpunkt gefährdet ist, er sich im Leben nicht mehr sicher fortbewegt und eventuell den Halt verliert. Oft wird mit dem Rutschen im Traum vor dem Fallen gewarnt. Möglicherweise kann man sich in solch einem Fall in einer bestimmten Position nicht mehr lange halten oder hat nicht genug Charakterfestigkeit.
Psychologisch:
Der Rutschvorgang deutet auf ein "haltloses Ableiten" nach unten hin, für bedenkenloses und "ungebremstes" Genießen, für "Haltlosigkeit" im herkömmlichen Sinn. Aber auch für eine Stimmung, in der man der Meinung ist: Nichts kann mich halten! Auf jeden Fall hat dieser Traum mit einer Stimmung zu tun, in der man lieber riskiert, "auf die Nase zu fallen", anstatt an Zurückhaltung und Vorsicht zu denken.
Volkstümlich:
(arab. ) : - du wirst unerwartet in Verlegenheit kommen. (europ.) : - signalisiert Enttäuschungen in der Liebe; die Geliebten werden Versprechungen nicht einhalten; - einen Hügel hinunterrutschen, der mit grünen Gras bewachsen ist: man wird durch Schmeicheleien in den Ruin getrieben. (ind. ) : - und dabei fallen: über eine Botschaft wirst du dich sehr erfreuen. (Siehe auch "Fallen", "Gehen", "Stehen")
Allgemein:
Bemerkt der Träumende, daß in seinem Traum Sommer ist, verweist dies darauf, daß eine gute Zeit in seinem Leben angebrochen ist. Es ist bald an der Zeit, die Ernte jener Projekte einzufahren, die sich gut entwickelt haben, und sich ein wenig Ruhe zu gönnen. Sommer steht für Energie, Tatkraft und persönliche Reife, im weiteren Sinn für die Ernte des Lebens, die man einbringen und sichern sollte, ehe der Herbst beginnt.
Psychologisch:
Der Sommer kann als Bild für Reife oder für die Mitte des Lebens verstanden werden. Die positiven Auswirkungen der Sonne auf den Menschen sind bekannt, deshalb verwundert es sicher auch nicht, daß die sonnigste Jahreszeit als Symbol für Energie, Ausdauer, Tatkräftigkeit und Streben nach Erfolg steht. Der Träumende hat zumindest den Wunsch hohe Leistungen zu bringen. Mit dem Sommerbild wird für das Wachleben angezeigt, daß etwas reif wurde, vielleicht umschreibt das die weise Zurückhaltung der Umwelt gegenüber, möglicherweise ist aber auch eine Angelegenheit reif, geklärt zu werden. Der Sommer im Traum verkörpert einerseits bevorstehenden Urlaub und Spaß und damit entsprechende Entspannung. Zum anderen hat der Träumende die Gelegenheit, sich mit anderen Menschen zu treffen und neue Verbindungen herzustellen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene stellt der Sommer die Lebensmitte dar. Erste spirituelle Erfolge zeigen sich, und die verbleibende Lebenszeit kann geplant werden. Page 1295 1294
Volkstümlich:
(arab. ) : - bedeutet eine sehr günstige Zeit der Schaffenskraft; man wird bald die Früchte seiner Arbeit ernten können und Gelegenheit dazu haben, neue Unternehmungen zu beginnen; auch: Glück und Harmonie in der Liebe. (europ.) : - Potenzangabe wie bei Frühling, Herbst und Winter; Jahreszeiten stellen Perioden im Leben dar; im Winter vom Sommer zu träumen ist ein gutes Zeichen, jedoch nicht zu anderen Jahreszeiten. (ind. ) : - sehen: gute Geschäfte. (Siehe auch "Himmelsrichtung – Süden", "Mittag", "Shawnodese", südlicher Hüter des Geistes)
Allgemein:
Wenn in einem Traum deutlich hervortritt, daß ein Tag vergangen ist, macht sich der Träumende damit selbst darauf aufmerksam, daß er bei manchen Betätigungen die Zeit beachten muß und mit ihr nicht zu verschwenderisch umgehen darf. Tag steht für einen bestimmten Lebensabschnitt; die weitere Bedeutung ergibt sich aus den Vorgängen im Traum.
Psychologisch:
Mit dem Traumbild des Tages wird angedeutet, daß sich die Trauminformation dem Wachbewußtsein nähert. Der Morgen hat als Traumtageszeit eine besonders positive Bedeutung. In Träumen hat die Zeit keine reale Bedeutung. Wenn der Träumende also in seinem Traum bemerkt, daß Zeit meßbar ist, deutet dies darauf hin, daß er sich mit der Frage beschäftigt, wie lange sein Leben wohl noch dauern mag. Wird es im Traum Tag, will uns das Unbewußte daran erinnern, daß wir bewußter leben, den Tag nutzen sollten, der unsere Denkfähigkeit ins rechte Licht rückt.
Spirituell:
Mit dem Spruch "ein Tag, der eine Ewigkeit dauert" wird dem Träumenden bewußt gemacht, daß Zeit auf der spirituellen Ebene eine irrelevante Größe ist.
Volkstümlich:
(europ.) : - bedeutet Verbesserungen der Lebenslage und angenehme Beziehungen; - ein düsterer Tag: verheißt Verlust und Mißerfolg bei neuen Unternehmen. (Siehe auch "Abend", "Mittag", "Nacht")






