Trauminterpretation
Allgemein:
Der Traum nimmt das Bett besonders wichtig: "wie man sich bettet so liegt man". Damit ist unsere unbewußte Lage symbolisiert. Im Bett hat man Ruhe, man ist geborgen, an den Schlafenden werden keine Anforderungen gestellt. Im Traume wird der Schlafende häufig beunruhigt. Es ist eine Unruhe, die sein Bewußtsein nicht erreicht hat, und man soll ihr nachgehen. Das Traumbett steht am besten zur linken Hand, auf der unbewußten Seite. Im Augenblick, da eine Frau ihr Traumbett nach rechts verschob, erschien ihr ein Gespensterwesen. Gespenster aber tauchen auf, wenn eine natürliche Ordnung gestört ist. Wenn Ungehöriges geschieht, wird es "ungeheuer".
Psychologisch:
Traditionell wird das Bett als Symbol für den Kreislauf des Lebens verstanden: Hier werden Kinder gezeugt und geboren, Kranke gesund und es ist der Platz des Sterbenden. Bett kann sexuelle Bedürfnisse versinnbildlichen, die man nicht genügend auslebt. Es ist der Hort der Geborgenheit, in dem uns manchmal tiefe Unruhe erfaßt; man sollte diesem Gefühl im Wachzustand nachgehen, weil es auf irgendeinen verborgenen Herd seelischer Krankheitskeime hinweisen könnte. Je nach den Begleitumständen stehen dahinter aber auch die folgenden Bedeutungen, die zum Teil auf alte indische Quellen beruhen: - Wichtig ist die Größe des Bettes. Füllt es beispielsweise den ganzen Raum, bedeutet dies, daß der Träumende der Sexualität in seinem Leben einen zu großen Stellenwert beimißt. - Ist das Bett zu schmal oder zu klein, ist das Gegenteil der Fall. - Das eigene leere Bett sagt etwas über die seelische Einsamkeit des Träumers aus. - Ein fremdes leeres Bett soll auf einen bevorstehenden Todesfall oder ein anderes Unglück in der Familie oder ein anderes Unglück in der Familie oder im näheren Verwandtenkreis hinweisen. - Verhängtes Bett kann die Bereitschaft zu einem sexuellen Abenteuer anzeigen, insbesondere wenn man sexuelle Bedürfnisse oft unterdrückt. - Handelt der Traum von einem frisch bezogenen Bett, so weist dies auf die Notwendigkeit hin, jene Gedanken und Vorstellungen, die dem Träumenden wirklich wichtig sind, von einer neuen Warte anzugehen. Wir sind der Meinung, daß ein sauber bezogenes Bett den Träumer vielleicht eher daran erinnern sollte, auch im Wachleben auf "Sauberkeit" im Intimleben zu achten; schmutziges Bettzeug wäre demnach ein Signal dafür, seine Beziehungen ins reine zu bringen. Nach einem mittelalterliche Traumbuch soll dies Glück in der Liebe verheißen, wenn es schmutzig ist, Pech. - Wenn man im Traum allein ins Bett geht, kann dies den Wunsch danach symbolisieren, in die Sicherheit und Geborgenheit des Mutterschoßes zurückzukehren. - Geht der Träumende in seinem Traum mit einer anderen Person ins Bett, so kann dies entweder das sexuelle Begehren für diesen Menschen ausdrücken oder zeigen, daß der Träumende sich vor seinen sexuellen Impulsen nicht zu fürchten braucht. - Im Bett liegen wird als das Bedürfnis nach mehr Ruhe oder als Flucht vor der Realität, teilweise aber auch als Zeichen für Zufriedenheit und innere Harmonie verstanden; manchmal sucht man darin auch das vorübergehende Vergessen von Problemen und Konflikten oder wird auf eine bevorstehende ernstere Krankheit vorbereitet. - Bett machen verheißt meist ein zukünftiges glücklicheres Familienleben. - Schlecht gemachtes oder schmutziges Bett kann Unzufriedenheit mit sich selbst und den eigenen Lebensumständen anzeigen oder auf familiäre Probleme hinweisen. - Nicht schlafen können im Bett kündigt Unruhe und Streit mit anderen an. - Aus dem Bett aufstehen zeigt, daß man einen Entschluß gefaßt hat und ihn mit Mut und Ausdauer durchführen wird. - Kommt das Bett in Träumen von Ehepaaren oder langjährigen Lebenspartnern vor, kann der Zustand des Bettes über die Beziehung Auskunft geben.
Spirituell:
Ein Bett kann eine Art spirituelles Heiligtum und ein Gefühl von Reinheit darstellen. Es ist der Ort der Regeneration, der Liebe, des Todes und der Geburt.
Volkstümlich:
(arab. ) : - Das vertraute Unterbett bedeutet die Ehefrau. - Träumt einem, dasselbe sei ihm gestohlen worden, so bedeutet dies den Tod seiner Ehefrau; ist es verbrannt, wird sie durch eine schwere Krankheit umkommen. - Dünkt es ihn, er bekomme ein anderes Unterbett, wird er entsprechend dessen Schönheit eine andere Frau nehmen. - Trägt er dasselbe von einem Ort zum andern, wird seine Frau von einer Hand in die andere wechseln. - Ist der Ort, wohin das Bett getragen wurde, besser oder schlechter, wird sich die Lage der Frau entsprechend verbessern oder verschlechtern. - Findet jemand eine andere Matratze, wird er eine andere Frau zu sich nehmen. - Schläft einer in einem fremden Haus in einem fremden Bett und kennt er den Hausherrn, wird er dessen Frau zum Ehebruch verführen, kennt er ihn nicht, Unzucht treiben. - Schnürt einer sein Bettzeug zusammen und trägt es anderswohin, wird er von seiner Frau fortgehen und sie bei seiner Rückkehr züchtig und unbescholten vorfinden; ist sein Bettzeug voller und praller geworden, wird er, wenn er wieder heimkommt, seine Frau schwanger von ihm finden. - Dünkt es einen, er habe ein unbekanntes Bett, wird er in der Fremde eine Frau nehmen, deren Art und Wesen der Schönheit, Größe und Ausstattung des Bettes gleicht. - Schaut einer ein bekanntes oder fremdes Polster auf seinem Bett und sich selbst darauf liegen, wird er große Verantwortung und Freude erlangen, weil das Polster auf einem hölzernen Bett liegt, Holz aber auf mächtige Männer weist; je länger er auf dem Bett liegt, um so mehr wird er über diese Männer erhöht werden. - Schläft einer auf weichem Polster ohne Sorgen, wird er seine Frau betrüben und sich nicht um sie sorgen; ruht er auf buntem Polster, wird der Traum entsprechend den oben gedeuteten Farben ausgehen. - reinweiß überzogen sehen: glückliches Eheleben; - sehr schön: glückliche Ehe; - in Unordnung: eines deiner Geheimnisse wird enthüllt; - gut gemacht: Sicherheit und Ruhe; - schmutziges: Krankheit in der Familie; - schlechtes: Unglück in der Familie erleben; - forttragen sehen: Einbuße in seinem Besitz, du wirst ein Darlehen einbüßen; Page 257 256 - sonnen sehen: häusliche Wohlfahrt. - sonnen und ausklopfen: Wohlstand im Haus; - leeres und aufgedecktes: Todesfall; - sich hineinlegen: krank werden; - darin liegen: du wirst erkranken; - sich daraus erheben, heraussteigen: von einer Krankheit genesen. - einen Fremden in seinem Bett sehen: Uneinigkeit in der Ehe; - mit Vorhang sehen: Trauung; (europ.) : - hübsches sehen: bedeutet Glück; - sauberes weißes sehen: Sorgen werden verschwinden; - das eigene Bett in Unordnung sehen: die verborgensten Geheimnisse werden demnächst herauskommen, und das kann peinlich werden; - darin sitzen, wenn es rein ist: bedeutet frühe Heirat; Zufriedenheit; - allein im Bett liegen: Gefahr; - sich selbst im Bett liegen sehen: man sollte besser auf seine Gesundheit achten, denn man Bedarf Ruhe und Erholung von Streß; - in einem fremden Zimmer im Bett sein: unerwarteten Besuch bekommen; - in einem fremden Bett liegen: unerwartete gute Wendung in geschäftlichen Angelegenheiten; - sich in einem fremden liegen sehen: man sollte in der nächsten Zeit etwas mißtrauischer sein; - anfertigen: deutet auf einen Wechsel des Wohnsitzes; - unsauberes: du wirst ein Geheimnis entdecken oder von jemanden erfahren; Unzufriedenheit; man sollte sich vor der Gesellschaft negativer Menschen hüten; - in einem nicht schlafen können: Uneinigkeit; - mit einem Kind in einem liegen: Erfüllung einer Hoffnung; - leeres sehen: eine traurige Mitteilung kommt ins Haus; möglicherweise ein Todesfall; - machen: häusliches Glück; - Bei einer jungen Frau bedeutet das Bettenmachen einen neuen Liebhaber und angenehme Beschäftigungen. - für einen Kranken bedeutet dies: es werden Komplikationen auftreten, die vielleicht zum Tode führen; - im Bett unter freiem Himmel schlafen: erfreuliche Erfahrungen und Schicksalswendung zum Guten; - einen Freund blaß im Bett liegen sehen: Freunde werden in Schwierigkeiten geraten; - Träumt eine Mutter, daß ihr Kind das Bett näßt: Zeichen für ungewöhnliche Ängste; - wenn Kranke das Bett nässen: Sie werden sich nicht so rasch erholen wie erhofft; - selbst das Bett nässen: Krankheit oder tragische Ereignisse werden Alltag durchkreuzen. (ind. ) : - leeres: es wird dich Trauer umgeben; - darin liegen: achte auf deine Gesundheit; - schmutziges: du sollst dich mehr deiner Familie widmen; - unordentliches: du drückst dich nicht deutlich aus und verursachst in deiner Familie Angst; - wegtragen sehen: du stellst unsinnige Bitten; - heraussteigen: Erfolg ist dir nur sicher, wenn du bei der Sache bist; - einen Bekannten darin sehen: Verzweiflung wird über dich kommen, denn du hast dich in eine Sache eingelassen, die du jetzt bitter bereust; - verhängtes: du hast Glück beim anderen Geschlecht. (Siehe auch "Bettwäsche", "Matratze", "Möbel", "Haus", "Sexualität")
Allgemein:
Finger ist ein vieldeutiges Symbol, abhängig davon, in welchem Zusammenhang er im Traum auftaucht. Weitere Bedeutungen sind aus folgenden Begleitumständen erkennbar: - Erhobener Finger kann als Hinweis oder Warnung vor Fehlern verstanden werden; dabei kommt es darauf an, was vorher und nachher im Traum geschieht. - Ausgestreckter Finger kann ebenfalls als Hinweis, aber auch als Anklage wegen persönlicher Schuld interpretiert werden. - Fingerabdruck steht für Individualität, die persönliche Note; man muß dann beachten, wo sich der Abdruck genau befindet. - Schöner Finger kann für Ansehen, Ehre oder sexuelle Attraktivität stehen, die man sich wünscht oder bereits hat. - Schmutzige Finger warnen oft vor Intrigen, die man selbst spinnt oder vor denen man sich hüten muß. - Wer sich die Finger schmutzig macht, hat entweder Mühe und Not, eine schwere Arbeit hinter sich zu bringen, oder ist von Menschen umgeben, die Unmögliches von ihm verlangen. - In den Finger schneiden zeigt oft an, daß sich Pläne gegen einen selbst wenden können; manchmal warnt dieses Symbol auch vor übler Nachrede. - Abgeschnittener Finger kann einen Erfolg ankündigen, für den man jedoch persönliche Opfer bringen muß. - Wer einen Finger verliert, der könnte im Wachleben danebengreifen. - Sieht man seine Finger übergroß, möchte man wohl etwas ergreifen, was nur schwer zu erlangen ist, eventuell eine finanzielle Besserstellung. - Lange Finger übersetzen kaum den Langfinger, den Dieb, sondern vielmehr das Ergreifen einer günstigen Gelegenheit. Aber man kann sich natürlich auch daran die Finger verbrennen. - Schneidet man die Fingernägel, muß man nach Ansicht indischer Traumforscher bald Schweres durchmachen. In der traditionellen Deutung war er das Symbol für Geschicklichkeit und für das Gelingen einer Arbeit. ("Sie hat den grünen Finger").
Psychologisch:
Die Finger bedeuten im Traum Geschicklichkeit oder stehen ganz einfach für Gemütsregungen. Ein Verlust der Finger ist deshalb immer als Gefahrensignal zu verstehen. Manchmal kann er als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse anzeigen, die man mehr ausleben sollte. Finger ist der Sitzt des Tastsinns und Teil der Hand, der den Wunsch nach größerer Handlungsfreiheit signalisieren kann. Mit den Fingern kann man im Traum spielen, weshalb es wichtig ist, den Gegenstand zu kennen, mit dem sie spielen. In den Fingern kann schließlich auch die Intuition zum Ausdruck kommen, mit der man andere Menschen und Sachverhalte spontan beurteilt und versteht.
Spirituell:
Der Finger auf dem Mund steht für das Schweigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : - verwundet haben: krank werden; - sich in den Finger schneiden: ein hochtrabender Plan wird sich als falsch erweisen; - verlieren: schwere Leiden und Verluste; - schmutzig: Ärger und Verdächtigung; - Dünkt es einen, daß seine Finger kleiner geworden sind, wird sein Knecht ihn betrügen und hassen. (europ.) : - einen großen sehen: unbewußte Sehnsucht nach Liebe und Sexualität haben (vor allem in Frauenträumen); - schmutzige oder mißgestaltete: drohen mit Gefahr und Streit; man wird in eine üble Angelegenheit verwickelt werden; - zerkratzte und fließt Blut dabei: es begegnet einem viel Ärger und Leid; man wird die Hoffnung aufgeben, daß Leben zu meistern; - schöne, wohlgestaltete haben: du wirst geehrt; man wird begehrt werden; - reine, wohlgepflegte: deuten auf treue Freunde; - schöne Hände mit weißen Fingern: die Liebe wird erwidert werden und man wird für seine Wohltätigkeit bekannt werden; - mit vielen Ringen: sagen eine Verlobung oder einen Heiratsantrag vorher; - verlieren: Schaden; - sich in einen schneiden: bringt so manches Mißgeschick und üble Nachrede; - blutig schneiden: du wirst geachtet und geliebt; - verletzen: kündigt Verluste an; auch: Streit mit Freunden oder jemanden aus dem Familienkreis; - glatt abgetrennte Finger: Vermögen und Erbe durch Feinde verlieren; - wenn ein Finger fehlt: es fehlt eine entsprechende Charaktereigenschaft; Daumen: steht für Mut, Selbstvertrauen und kämpferischen Geist; Zeigefinger: steht für Ziele, Geduld, Ehrgeiz, Stolz und Geist des Besitzers; Mittelfinger: steht für Erfolg, Beruf, Geschäft, langfristige Pläne, Arbeitsmoral, Vorsicht; Ringfinger: steht für Kunst, Schönheit, Musik, Gemeinschaftssinn, Emotionen und Sympathien des Besitzers; Kleine Finger: steht für Verstand, Sprache, Intellekt, materielle Werte, Literarisches. (ind. ) : - schöne: Ehre und Ruhm werden dir zuteil; - abschneiden und Blut sehen: du hast große Pläne, und sie werden dir auch gelingen, wenn du klug handelst. (Siehe auch "Arm", "Amputation", "Daumen", "Hand", "Körper", "Fingernägel", "Phallus", "Zeigefinger")
Allgemein:
Gorilla wird im Sinne von Affe verstanden, wobei oft Angstzustände eine Rolle spielen. Obwohl er in Wirklichkeit ein friedlicher Pflanzenfresser ist, gilt er als Symbolgestalt für unberechenbare Empfindungen und Neigung zur Gewalt. Wer davon träumt, wird sich demnächst mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, besonders wenn im Traumgeschehen ein Kampf mit dem Gorilla (oder der Versuch, ihn zu überlisten) vorkam.
Psychologisch:
Der Gorilla ist im Gegensatz zu den anderen Affenarten ein eher ungünstiges Traumsymbol. Dies läßt sich damit erklären, daß er in natura weniger intelligent, dafür um einiges kräftiger und brutaler als andere Artgenossen ist, mit dem man im Wachleben Gegner bezwingen will oder mit dem man selbst von ihnen bezwungen werden soll. In Filmen wie "King-Kong" verkörpert er die brutale, männliche Gewalt, mit der eine Frau festgehalten wird. In Träumen tritt er in ähnlicher Bedeutung auf und ist mit dem Traumsymbol des Drachen oder des Ungeheuers zu vergleichen. Der Gorilla gilt als Schreckgespenst, das sich aber furchterregender gibt, als es in Wahrheit ist.
Volkstümlich:
(ind. ) : - sehen: Angst und Schrecken, der bald vorübergeht. (Siehe auch "Affe") Page 606 605
Allgemein:
Hand steht allgemein für die Gestaltung des Lebens durch Energie und Tatkraft. Je nach den Begleitumständen ergeben sich zum Beispiel die folgenden Bedeutungen: - Große Hand fordert auf, mehr Energie zu entwickeln, damit man seine Ziele erreicht. - Kleine Hand deutet mangelnde Eigeninitiative und Tatkraft an, was zu Mißerfolgen und Enttäuschungen führt. - Schlaffe, schwache Hand kann ebenfalls Energiemangel signalisieren; zum Teil symbolisiert sie auch Distanziertheit oder Überempfindlichkeit. - Händedruck steht für großes Vertrauen und Treue, was sich meist auf zwischenmenschliche Kontakte bezieht. - Händewaschen zeigt oft an, daß man sich unschuldig fühlt oder sich von einem Verdacht reinwaschen will; auch mehr Ansehen kann darin angekündigt werden. - Beschmutzte Hand deutet an, daß man mit Menschen Umgang pflegt, vor denen man sich hüten sollte; vielleicht erkennt man darin auch die Verstrickung in eine "unsaubere" Angelegenheit. - Jemanden an der Hand halten bedeutet, daß man auf einen anderen Einfluß ausübt, den man nicht mißbrauchen darf. - Selbst an der Hand gehalten werden kann darauf hinweisen, daß man Rat und Hilfe benötigt oder von anderen beeinflußt wird. - Stark behaarte Hände gelten allgemein als Vorzeichen von Sorgen und Verlusten. - Hand verbrennen oder verletzen kann vor Risiken warnen, die man noch nicht genau abschätzen kann. - Hände vor die Augen halten warnt oft vor unrealistischen Erwartungen und Hoffnungen, weil man die Augen vor den Tatsachen verschließt. - Hand eines anderen küssen weist darauf hin, daß man sich einzuschmeicheln versucht; wird die eigene Hand geküßt, warnt das vor der Täuschung durch andere. - Hände ringen tritt oft bei Rat- und Hilflosigkeit auf, wenn man keinen Ausweg mehr sieht.
Psychologisch:
Die Hand steht in der Realität wie auch im Traum als Bild für die Handlungsfähigkeit des Menschen. Insofern ist eine Verletzung oder der Verlust der Hand immer ein Zeichen für die Einschränkung des Handlungsspielraums oder der Fähigkeit des Träumenden zu agieren. Sie greift, arbeitet, hält fest oder läßt locker, ist also das körperliche Instrument des Handelns. Mit diesem Bild nimmt das Unbewußte Anleihe im Bewußten: Wer von der Hand und ihrer Tätigkeit träumt, kann diese Handreichung ins Wachleben übertragen. So wird auch das Hand-in-Hand-Gehen als Anknüpfung freundschaftlicher Beziehungen gedeutet. Wer an der Hand verletzt oder von einem Hund in die Hand gebissen wird, scheint auch im Wachleben augenblicklich handlungsunfähig zu sein. Die schmutzige Hand ist oftmals als ein Zeichen für das ehrenrührige Verhalten des Träumers im Wachleben zu werten. Nach Ansicht vieler Analytiker ist übrigens die linke Hand ein weibliches Symbol, die rechte ein männliches.
Spirituell:
Die Hand symbolisiert Aktivität, Macht und Herrschaft.
Volkstümlich:
(arab. ) : - Die Hand bedeutet den besten und treuesten Knecht. - Träumt der Kaiser, seine Hand sei abgeschlagen, erfroren oder verbrannt, wird er seinen besten und treuesten Knecht verlieren; büßt er seine Hand durch Verbrennungen ein, wird sein getreuer Diener im Krieg und auf dem Schlachtfeld ums Leben kommen. Ein gemeiner Mann wird seinen fähigsten und tüchtigsten Knecht verlieren, hat er keinen, wegen Krankheit arbeitsunfähig werden und in Armut geraten. Eine verheiratete Frau wird ihren Mann, eine unverheiratete den Ernährer und Vormund verlieren. - Träumt der Kaiser, daß seine Hand größer und kräftiger geworden ist, wird er von seinem Großknecht Freude und Nutzen haben; ein einfacher Mann wird mit seinem Knecht und all dessen Tun sehr zufrieden sein. Schaut jemand eine Verletzung oder eine Geschwulst an der Hand, wird sein Knecht Reichtum schaffen, der Gefahr und Angst heraufbeschwört. - jemanden reichen: Freundschaft finden; - besehen: kümmerliche Aussichten haben; - schöne und starke: Abschließung eines guten Geschäftes; - linke: Verrat; - rechte: du hast gute Menschen um dich und treue Freunde; - sehr kleine: traue deinen Freunden oder Dienstboten nicht zu viel; - geschwollene haben: unerträgliche Vorkommnisse erdulden müssen; - geschwollene sehen: du bist unverträglich; - waschen: Ehrenbezeugungen; du wirst zu Ehren kommen; - schmutzige: du wirst in Nachteil geraten; aufgrund unüberlegten Verhaltens mit Verachtung zu rechnen haben; - behaarte: es stehet eine schlimme Überraschung bevor; - sich brechen: berufliche Unstimmigkeiten sind zu erwarten; - verwundete: dein Benehmen wird dir Nachteile bringen; - verlieren: ein Todesfall in der Familie; - verbrennen: Neid und Bosheit ist um dich; - abgeschnittene oder abgehauene: unglückliche Zufälle. Page 645 644 (europ.) : - Kraft- und Geschicklichkeitssymbol; man soll bei der Wahrheit bleiben; - linke Hand weiblich; rechte Hand männlich; - viele Hände sehen: verspricht Ehre und Vermögen; - besehen: bringt Kummer und Leid; - eine schöne und kräftige haben: man wird ein gutes Geschäft abschließen; - schöne weiße Hände haben: ein Zeichen für den Gewinn guter Freunde; - schöne Hände sehen: verheißt große Anerkennung und raschen beruflichen Aufstieg; - häßliche und mißgestaltete Hände: deuten auf Enttäuschungen und Armut hin; - schmutzige sehen: Warnung vor falschen Menschen und Freunden in der Umgebung; - beschmutzte haben: Vertraulichkeiten mit einem schlechten Menschen; auch: man wird neidisch und ungerecht sein; - sich die Hände waschen: verheißt eine angenehme Stellung; Ansehen; auch: an einem Fest teilnehmen; - sich die Hände abtrocknen: bringt uns in böses Gerede; - dicke, fette Hände: bedeuten Zank und Zwist; - magere Hände: daß wir das Opfer eines Diebes werden; - eine geschwollene haben: bringt Unverträglichkeiten; - die eigenen vergrößert sehen: deutet auf einen schnellen geschäftlichen Aufstieg hin; - große Hände sehen: bringen Glück; - die eigenen verkleinert sehen: Schwierigkeiten im Beruf und Karriere; - kleine: Untreue von Freunden oder Dienstboten; - behaarte haben (wie die eines Tieres): bringt Unglück; auch: man wird gegen unschuldige Menschen intrigieren und erleben müssen, wie aufmerksame Feinde die Pläne durchkreuzen werden; - behaarte haben: man wird keine starke und einflußreiche Stellung in den eigenen gesellschaftlichen Kreisen bekleiden; - eine verwundete sehen: man wird einen Nachteil haben; - eine verletzte haben: jemand anderes wird in einer Ihnen am Herzen liegenden Angelegenheit erfolgreich sein; - sich in die Hände schneiden: sagt uns geschäftlichen Verlust vorher; - blutbefleckte Hände: es droht eine Entfremdung von Familienmitgliedern; - eine abgeschnittene oder verdorrte sehen oder haben: Treulosigkeit der besten Freunde; auch: kündigt ein Leben in Einsamkeit an; das heißt, andere verstehen Ihre Ansichten und Gefühle nicht; - sich die Hände verbrennen: ist ein Zeichen für Nachteile, die man erleiden wird; man hat Neider; auch: man wird jenseits aller Vernunft nach Reichtum und Einfluß streben und auf der Verliererseite stehen; - ohne Finger sehen: großer Verlust und starke feindliche Einflüsse; - Verlust einer oder beider Hände: kündigt schweres Unglück an; die soziale Lage wird sich bald verschlechtern; - die rechte verlieren: Tod des Vaters; - die linke verlieren: Tod der Mutter; - küssen: man wird schöntun; - gebundene Hände: es kommen Schwierigkeiten auf einem zu; löst man die Hände, zwingt man andere zur Unterwerfung; - mit den Händen beten oder bitten: gilt für Erfüllung des Gebetes oder der Bitte; - jemandem reichen (wie zur Verabschiedung): ist Verlust desselben durch den Tod; - eines anderen drücken: man wird eine treue Freundschaft schließen; - die Hände vor die Augen halten: man wird jemanden etwas nachsehen aber sollte nachsichtiger sein; - sich im Traum die Hände ringen: man leidet unter den Ansprüchen der Umwelt, unter Sorgen und Konflikten; - Bewundert eine Frau ihre eigenen Hände, wird sie die aufrechte Verehrung des von ihr am meisten geschätzten Mannes gewinnen. - Bewundert eine Frau die Hände anderer, muß sie sich mit den Launen eines eifersüchtigen Mannes auseinandersetzen. - Werden die Hände einer Frau von einem Mann gehalten, läßt sie sich auf ehebrecherische Beziehungen ein. - Wenn eine Frau andere ihre Hände küssen läßt, sorgt sie für Tratsch. - Geht eine Frau mit Feuer um, ohne sich die Hände zu verbrennen, verheißt dies eine bedeutende Position. (ind. ) : - Die Hände und Finger bedeuten die Werke des Glaubens der Menschen. - Träumt einer, er habe mehr Finger an der Hand als normal, wird er fleißiger beten und stark im Glauben sein. - Hat er einen seiner Finger verloren, wird er seltener und weniger beten. - Der erste Finger, der Daumen, bedeutet das Morgengebet, der zweite oder Zeigefinger das Gebet zur dritten Stunde, der dritte oder Mittelfinger das zur sechsten, der folgende oder vierte das zur neunten Stunde, der fünfte oder kleine Finger das Abendgebet. Alles, was einem dieser Finger widerfährt, erfüllt sich an den aufgeführten Gebeten. - Träumt einer, es sei ihm ein Finger erfroren, abgeschnitten oder abgerissen worden, wird er eine himmelschreiende Sünde begehen; ist der Finger aber wieder völlig geheilt, wird er Buße tun und sich bekehren. - linke: vor Verrat seiest du gewarnt; - rechte: du hast gute Menschen um dich und treue Freunde; - saubere: weiche bösen Menschen aus; - große: deine Ehe ist gesegnet und dein Wohlstand auch; - sich verletzen: du wirst einen Verlust erleiden; - verlieren: du wirst in Armut geraten. - jemanden reichen: du wirst freundschaftliche Beziehungen anknüpfen; - Hände waschen: du wirst zu Ehren kommen; - verwundete oder schmutzige: du wirst in Nachteil geraten; - geschwollene: du bist unverträglich; - verbrennen: du hast Neider; - schöne und starke: Abschließung eines guten Geschäftes; - kleine: Untreue der Freunde oder Dienstboten. (Siehe auch "Amputation", "Arm", "Daumen", "Finger", "Körper", "Links", "Rechts")
Allgemein:
Die Bedeutung eines Hundes im Traum hängt davon ab, ob der Träumende ihn kennt (vielleicht ein Haustier aus der Kindheit), dann kann er für glückliche Erinnerungen stehen, oder nicht, dann symbolisiert er möglicherweise Loyalität und die bedingungslose Liebe, wie der Mensch sie von Hunden kennt. Handelt es sich um eine Hunderasse mit spezifischen Eigenschaften, wie beispielsweise die Schnelligkeit eines Windhundes und so fort, dann ist es eine besondere Begabung des Hundes, welche der Träumende entwickeln muß, um sich auch weiterhin auf ein bestimmtes Ziel konzentrieren zu können. Hund umfaßt Triebe (vor allem sexuelle), Instinkte und Gefühle; dann bringt er die eigenen Einstellungen zum Ausdruck, warnt vielleicht auch davor, diese psychischen Inhalte zu stark zu unterdrücken. Im weiteren Sinn kann das Tier die männlich aggressive Sexualität verkörpern. Manchmal taucht er auch als Führer durch die Welt des Unbewußten auf, der zur Selbsterkenntnis auffordert. Einzelne Bedeutungen können sich aus folgenden Begleitumständen ergeben: - Zutraulicher Hund warnt oft vor Hinterlist und Betrug. - Bellender Hund kann auf üble Nachrede und Verleumdung hinweisen. - Heulender oder bissiger Hund gilt als allgemeine Warnung vor schwerwiegenden Gefahren. - Jagender Hund soll eine oberflächliche, leichtfertige Lebenseinstellung mit Neigung zu (vor allem sexuellen) Abenteuern anzeigen. - Mit dem Hund spielen bedeutet, daß man seine Gegner überwinden wird. - Hund an die Kette legen kann ein finanzielles Risiko oder andere Schäden durch Leichtfertigkeit ankündigen. Page 709 708 - Schwarzer Hund wird oft als schmerzhafte Täuschung durch einen Freund gedeutet. - Mehrere Hunde, die sich streiten, soll familiären Zwist anzeigen.
Psychologisch:
Der Hund muß im Traum stets im Zusammenhang betrachtet werden, denn er hat zwei verschiedene Bedeutungen. Einerseits ist er Freund und Beschützer des Menschen und wacht über dessen Besitz, andererseits fällt er Feinde seines Herren an und bekommt somit eindeutige Aggressionsbedeutung. Wenn ein Traum von einer Meute wilder Hunde handelt, dann stellt dieses Gefühle dar, vor denen der Träumende Angst hat. Die sexuelle Bedeutung von Hunden im Traum erhellt wohl aus ihrer Eigenart, sexuelle Handlungen in aller Öffentlichkeit zu vollziehen und gilt daher auch als Symbol der ungehemmten Betätigung des Menschen in Bezug auf das, was man sonst meist nur verborgen zu tun wagt. Sie symbolisieren das Trieb- und Wunschleben, jedoch auf einer etwas primitiven Basis, immer verbunden mit einer gewissen Angst vor Unordnung die entstehen könnte, wenn man so täte - wie der Hund. Bissige Hunde im Traum eines Mannes deuten auf Eifersucht. Erlebt eine Frau den Traum, so ist die Träumerin ziemlich hemmungslos veranlagt. Das heißt nicht, daß sie auch so lebt, nur die Veranlagung zur Hemmungslosigkeit ist vorhanden. Deshalb träumen Frauen oft auch davon, wie ein Hund an der Leine geführt wird. Das heißt, sie zügeln ihre Triebe. Was immer im Traum mit dem Hund geschieht, er stellt die Triebhaftigkeit als solche dar. Als Angsttier im Traum ist der Hund oft nur die Umschreibung des eigenen schlechten Gewissens. Wo er uns begleitet, hält der Instinkt uns wach; wo er angekettet ist oder gequält wird, brodeln im Unbewußten Minderwertigkeitskomplexe, die im Wachleben hochkochen. Große Hunde verstärken das bisher Gesagte, kleine schwächen es ab. Auch die Bedeutung "auf den Hund gekommen" ist im Verbund mit anderen Symbolen manchmal angebracht. Trägt man einen Hund auf den Arm, hat man das Triebhafte in seiner Gewalt. Ein toter Hund deutet darauf hin, daß in irgendeinem Seelenwinkel etwas abgestorben ist, das wir zu neuem Leben erwecken sollten. Steckel meinte, daß der Biß eines Hundes in den Fuß die Warnung vor tierischen Leidenschaften, die Angst vor Infektionen oder den dunklen Rest der Kastrationsangst beinhalte. Artemidoros glaubte, daß man sich vor Betrügern hüten solle, wenn ein fremder Hund einen anwedele; Hunde, die bellen und beißen, beweisen seiner Meinung nach, daß jemand dem Träumer Verluste beibringen wolle.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Hund im Traum der Führer in die Unterwelt.
Volkstümlich:
(arab. ) : - Hunde bedeuten Feinde. - Träumt jemand, ein Hund belle ihn an, wird er mit einem ehrlosen Feind in einen Wortstreit geraten. - Beißt ihn der Hund, wird er von solch einem Kerl hart bedrängt werden. - Dünkt es einen, ein Hund zerreiße seine Kleider, wird ein ehrloser Feind seinem Besitz und seiner Ehre Schaden zufügen. - Tötet er den Hund, wird er einen solchen Widersacher vernichten. - Hundefleisch zu essen bedeutet, man werde das Vermögen eines ehrlosen Feindes an sich bringen. - Im Traum Hundemilch zu trinken prophezeit Schrecken und Siechtum. - Ist der Hund, den man schaut, ein Schäfer- oder ein wilder Hund, wird der Feind aus der Fremde stammen; ist es ein Jagdhund, aus der Sippe der eigenen Angehörigen. - Träumt der Kaiser, man bringe ihm verschiedene Hunde aus einem fremden oder dem eigenen Land, wird er fremde und einheimische Soldaten gegen seine Feinde ins Feld führen. Im allgemeinen bedeutet jeder Hund im Traum des Kaisers einen Soldaten. - sehen: eine Treulosigkeit erleben; - heulen hören oder sterbend: böse Vorbedeutung; Krankheit; - schwarze sehen: bevorstehendes Unglück; ein falsche Freunde ist in der Nähe; - weiße: treue Freundschaft; - davon gebissen werden: Schmeichler werden dir schaden; - einen tollen sehen: in große Gefahr geraten; - spielen sehen: gute Freundschaft mit Bekannten; - beißen und raufen sehen: vermeide einen Streit in der Familie; - auf Menschen oder Tiere hetzen: bessere deinen Sinn, sonst bleibst du ein lästiges Wesen unter deinesgleichen. (europ.) : - Instinktmahnung, normale Wunsch- oder Triebreaktion, die sich über den Hund auslebt; - sehen: du wirst treue Menschen kennen lernen; - vielköpfiger Hund: man droht sich zu verzetteln, Erfolge erfordern immer volle Konzentration; - kleine Hunde: stehen für niedere Gedanken und Lust an frivolen Vergnügungen; - struppige Hunde sehen: künden von mißlichen Geschäften oder kranken Kindern; - ein Schoßhündchen sehen: Freunde werden einem in schweren Zeiten beistehen; - abgemagertes und kränkliches Schoßhündchen: man muß sich auf Schwierigkeiten gefaßt machen; - aufgeputzte Schoßhündchen: zeugen von Eitelkeit, Egoismus und Engstirnigkeit ihres Besitzers; Einer jungen Frau sagt dieser Traum einen Gecken als Geliebten voraus. - weißen sehen: eine gute, angenehme Bekanntschaft; - ein freundlich weißer auf einen zukommt: Omen eines glücklichen Zusammentreffens; eine Frau kann bald darauf heiraten; - schwarz: Verrat durch Freunde; - einen roten sehen: man wird sich auf seine Freunde leider nicht verlassen können; - einen schönen besitzen: man wird große Reichtümer sein eigen nennen; - mit einem spielen: es stehen beträchtliche Gewinne und treue Freunde in Aussicht; - spielende: Erfolg im Geschäft; ein treuer Liebhaber; Versöhnung mit einem entzweiten Freund; - einen bösartigen sehen: kündigen unabwendbares Mißgeschick an; selbst größte Anstrengungen werden nicht den gewünschten Erfolg bringen; - einen bösartigen töten: man wird Gesinnungsgegner bezwingen und finanziellen Gewinn einfahren; - von ihnen geängstigt werden: läßt bevorstehende Gefahr befürchten; - sich beim Anblick einer großen Dogge fürchten: man wird Probleme haben, über das Mittelmaß hinauszuwachsen; Einer Frau verheißt dieser Traum einen weisen Gatten. - von einem Bluthund verfolgt werden: man könnte einer Versuchung erliegen, die den Untergang nach sich zieht; - von ihm angefallen oder niedergerissen werden: du wirst in Gefahr kommen; Mahnung zur Vorsicht; - einen auf jemanden hetzen: bringt Feindschaft; - Hunde knurren hören: man ist möglicherweise intriganten Leuten ausgeliefert oder man wird zu Hause mit unschönen Neuigkeiten konfrontiert; - bissiger: bedeutet eine Verleumdung; - gebissen werden: Zwist wegen Geld; Nachstellungen eines falschen Freundes; bedeutet Krankheit; auch: es steht privat oder beruflich ein Streit ins Haus; man hat in einer bestimmten Angelegenheit ein schlechtes Gewissen; - einen zutraulichen und schmeichelnden sehen: man soll in eine Falle gelockt werden; - angebellt werden: Unannehmlichkeiten; Page 710 709 - bellen hören: mahnt, wachsam zu sein, Streit mit Nachbarn oder Verleumdung kündigen sich an; auch: kann unerfreulichen Neuigkeiten vorauseilen; höchstwahrscheinlich stehen Schwierigkeiten bevor; - heulen hören: schwere Krankheit; bedeutet Gefahr; - einsame Jaulen eines Hundes: kann den Tod oder die lange Trennung von Freunden mitteilen; - jagen sehen: du wirst durch Fleiß etwas erreichen; - auf der Jagd nach größeren Beutetieren: man wird alles mit ungewohnter Forschheit angehen; - Jagdhunde auf der Jagd: deuten auf kommende Freuden und Veränderungen zum Guten hin; - Träumt eine Frau von Jagdhunden, wird sie sich in einen Mann unter ihrem Stand verlieben. Folgen ihr viele Jagdhunde, wird sie zahlreiche Verehrer haben, aber vergebens auf die wahre Liebe hoffen. - toll (Tollwut): du wirst in Sorgen kommen; - tollen sehen: bedeutet unbegründete Furcht vor etwas; - knurrende und kämpfende Hunde: deuten Erniedrigung durch Feinde an; - mehrere miteinander raufen oder sich beißen sehen: bringt Familienstreit wegen einer Erbschaft; - zusammenhetzen: du wirst eine schwere Kränkung erfahren; - aufzäumen: du wirst Feinde bekommen; - anbinden: man will dich bestehlen; - Hundehütte: man wird selbst auf den Hund kommen; - alleine reisen und ein Hund folgt einem: man darf auf treue und ergebene Freunde zählen; - eine Hundeausstellung besuchen: man darf auf vielerlei kleine Glücksfälle hoffen; - Hunde und Katzen scheinbar friedlich nebeneinander liegen und dann plötzlich aufeinander losgehen sehen: es steht ein Fiasko in Liebes- und Geschäftsangelegenheiten bevor – sofern Sie die beiden nicht trennen können; - tötet ein Hund eine Katze: es winken erfolgsversprechende Geschäfte und ein unerhoffter Glücksfall; - eine Schlange umbringend: gilt als gutes Omen; - Hunde schwimmen sehen: man brauch nur die Hand nach dem Glück auszustrecken; - Welpen sehen: man wird unschuldig vom Pech verfolgte Menschen helfen und dafür Dankbarkeit ernten; sind die Welpen munter: starke Freundschaftsbande und wachsender Reichtum; - mickrige Welpen: es drohen Einbußen; - fremden Grund und Boden betreten und von einer Bulldogge angegriffen werden: es besteht die Gefahr, daß man sie Gesetze des Landes oder die eigenen Grenzen überschreitet; kommt eine freundliche Dogge einem entgegen: trotz aufwieglerischer Kritik der Gegner steht ein Aufstieg bevor; - Träumt eine Frau von einer Dogge, ist das ein Zeichen, daß ihr Liebhaber treu ist. - Windhunde: verheißen in der Regel Gutes; - Folgt ein Windhund einem Mädchen, darf man auf eine völlig unerwartete Erbschaft hoffen. - einen Windhund besitzen: es helfen einem Freunde, obwohl man Feinde erwartet hatte. (ind. ) : - du kannst nicht über deine Freunde klagen; - anbinden: du mußt dich vor Dieben in acht nehmen; - bellen hören: man will dich verleumden; - hetzen: du wirst in Gefahr kommen; - mit ihm spielen: deine Feinde werden sich endlich von dir abwenden; - raufen sehen: achte auf deine Familie. (Siehe auch "Bellen", "Haustier", "Tiere", "Welpen")
Allgemein:
Mensch fordert auf, sich nicht zu isolieren, mehr Gesellschaft zu suchen. Ein fröhlicher Mensch kann aber auch Sorgen ankündigen. Die Traumfiguren, die im Traum des Träumenden auftreten, übernehmen Rollen, die der Träumende ihnen zuweist, sind also in der Regel Teilaspekte seiner Persönlichkeit oder Projektionen seines Innenlebens.
Psychologisch:
Um die verschiedenen "Botschaften" entschlüsseln zu können, die jede Traumgestalt dem Träumenden vermittelt, muß er sich auf intensive Weise mit ihnen auseinandersetzen. Nicht immer muß die Bedeutung eines Traums vollständig entschlüsselt werden. Manchmal reicht es aus, wenn der Träumende sich die Auswirkungen vorstellt, die das Verhalten der Traumfiguren auf sein Alltagsleben haben könnte. Oft zeigt sich eine auffällige Gegensätzlichkeit zwischen zwei Traumfiguren, oder aber das Verhalten des Träumenden gegenüber zweier Traumfiguren unterscheidet sich sehr stark voneinander. Offenbar wird im Traum auf diese Weise die Polarität des Träumenden dargestellt. Eine Traumfigur könnte ein Mensch aus der Vergangenheit des Träumenden sein und ihn mit einer bestimmten Lebensphase in Berührung bringen, die schmerzhaft war und noch nicht vollständig verarbeitet ist. - Zusammengesetzte Traumfiguren heben ähnlich wie zusammengesetzte Tiere die Merkmale oder Eigenschaften hervor, auf die der Träumende seine Aufmerksamkeit richten soll. Jede Traumfigur spiegelt eine Facette der Persönlichkeit des Träumenden wider. Wenn er sich in die Lage seiner Traumfiguren versetzt, vermag der Träumende oft seine eigenen "verschollenen" Persönlichkeitsanteile besser zu verstehen. Im einzelnen können folgende Traumfiguren im Traum eine Rolle spielen: - Alte Menschen: Im Traum stellen alte Menschen möglicherweise die Vorfahren oder Großeltern des Träumenden dar - also Wissen, das sich durch Erfahrung angesammelt hat. Wenn der alte Mensch ein Mann ist, symbolisiert er – abhängig von dem Geschlecht des Träumenden - sein Selbst oder sein Animus. Ist der alte Mensch eine Frau, dann repräsentiert diese Figur die Große Mutter oder die Anima. Vaterfiguren erscheinen häufig im Gewand eines alten Menschen, als ob damit ihre Unnahbarkeit hervorgehoben werden soll. - Eine Gruppe alter Menschen im Traum stellt in der Regel Traditionen und Verhaltensregeln der Vergangenheit dar – jene Dinge, die für den "Stamm" oder die Familie heilig sind. - Ältere Menschen im Traum sind in der Regel Elternfiguren, auch wenn ihre Gestalten scheinbar in keiner Beziehung zu ihnen stehen. - Angehöriger pflegender Berufe: Dieser verweist auf die mitfühlende, fürsorgliche Seite des Selbst und oft auch auf eine Berufung. Bei einem Mann ist dies in der Regel ein Hinweis auf eine nichtsexuelle Beziehung. - Autoritätspersonen: Der Mensch entwickelt seine Vorstellung von Autorität in der Beziehung zu seiner Mutter und seinem Vater. Wie der Träumende also mit Autoritätspersonen umgeht, hängt davon ab, wie er als Kind behandelt wurde; vom gütigen Helfer bis hin zum ausbeuterischen Zuchtmeister sind alle Rollen denkbar. Autoritätspersonen im Traum zeigen dem Träumenden letzten Endes, was richtig für ihn ist, auch wenn er dies auf den ersten Blick nicht immer gutheißt. Sie stehen für das Über-Ich des Träumenden, sind seine kontrollierende und urteilende innere Instanz. Kommt im Traum Polizei vor, dann symbolisiert sie soziale Kontrolle und ein schützendes Element für den Träumenden als Mitglied der Gesellschaft. - Baby: Ist das Baby im Traum das Kind des Träumenden, verweist dies auf jene verletzbaren Gefühle, die er bisher nicht unter Kontrolle hat. Ist es das Kind einer anderen Traumfigur, macht es den Träumenden auf die Verletzbarkeit und Unschuld dieses Menschen aufmerksam. Der Träumende ist mit der unschuldigen, sonderbaren Seite seiner Selbst, die Verantwortung weder zu übernehmen braucht noch wünscht, in Berührung. Auf der spirituellen Ebene bedeutet das Baby im Traum, daß der Träumende sich rein fühlen möchte. - Beziehungspartner: Wenn ein Traum von einem gegenwärtigen oder früheren Beziehungspartner handelt, nimmt die Träumende Verbindung zu den liebevollen und sexuellen Gefühlen auf, die mit diesem Freund in Zusammenhang stehen. Wenn sie von diesem Beziehungspartner als von einem Mann träumt, den sie sich als solchen niemals hätte vorstellen können, dann muß sie sich mit ihrer Art, wie sie sich auf Männer bezieht, stärker auseinandersetzen. Vielleicht muß sie mehr über die liebende, fürsorgliche Seite der Männlichkeit nachdenken. Sie ist noch immer auf der Suche nach dem idealen Liebhaber. - Beziehungspartnerin: Wenn im Traum eines Mannes eine Freundin oder Exfreundin auf den Plan tritt, sind möglicherweise sexuelle Ängste im Spiel. Andererseits kann dies ein Hinweis auf unverarbeitete Beziehungsprobleme sein. - Diktator: Wenn der Träumende einen herrischen Vater hatte, kann ein bekannter Diktator in seinen Träumen diese Rolle übernehmen. - Eindringling: Im Traum einer Frau ist ein Eindringling häufig die Verkörperung des Animus. Im Traum eines Mannes stellt er seinen Schatten dar. In beiden Fällen verlangt das Traumbild vom Träumenden, seine Einstellung zu verändern und damit eine gesunde Beziehung zu sich selbst zu entwickeln. - Eltern: Zum einen werden mit Vater und Mutter unsere männliche und weibliche Seite, wie auch unsere väterliche und mütterliche Seite angesprochen. Zugleich spielen bei diesen Traumsymbolen die Elternbeziehungen des Träumers oder der Träumerin eine wichtige Rolle. Eltern sind meist auch unter dem Aspekt "Autoritätspersonen" zu sehen. Sie sind diejenigen, die unser Bild vom Leben prägten. Speziell symbolisieren Sie auch Schutz, Geborgenheit und Sicherheit - als erlebte oder aber als verhinderte Erfahrungen. Um allerdings das Elternsymbol konkret und im Page 951950
Allgemein:
Auffällig oft spricht der Traum von nicht benutzten Räumen in der Wohnung; man entdeckt plötzlich solche. Das ist ein Teil unseres Wesen, der von uns nicht bewohnt wird; unsere Wohnung ist also größer, als wir denken. Da kann im Traume selbst die Aufforderung an uns ergehen, diese Zimmer zu benutzen, zu möblisieren. Diese Zimmerträume haben meist mit den psychologischen Funktionen zu tun. Hier kann noch einmal darauf hingewiesen werden, daß der Mensch die innere oder äußere Umwelt mit den Funktionen der Wahrnehmung, des Denkens, des Fühlens und der ahnenden Intuition erfaßt. Jeder dieser Funktionen scheint nun ein Raum zu entsprechen. Bei jedem Menschen ist eine Funktion führend, mit Bewußtsein und Willen verbunden. Die Gegenfunktion in dieser Vierheit ist unbewußt, wenig entwickelt, primitiv. Im Laufe der persönlichen Entwicklung können auch die beiden benachbarten Funktionen bewußt herbeigezogen werden. Es tritt dann beispielsweise zum Gefühl eine verfeinerte Wahrnehmung und eine gewisse intuitive Fähigkeit. Unbewußt bleibt die vierte Funktion, hier das Denken. Es ist projiziert auf Menschen der Umwelt, wird an ihnen erlebt. Es haben manche Menschen Träume, in denen zwei Zimmer bewußt ordentlich eingerichtet sind. Das erste Zimmer ist der Hauptraum, da lebt man. Das zweite häufig benutzt. Im dritten Zimmer ist man selten, man weiß nicht recht, wie es aussieht. Gelegentlich gerät man dann in einen vierten dunklen Raum, von dem nicht einmal klar ist, wem er gehört. Er kann leer stehen oder mit unbekannten und seltsamen Dingen angefüllt sein. Es wohnen auch etwa im dritten und vierten Raume des Traumes gegengeschlechtliche Personen. Man spricht wenig mit diesen, fürchtet sie ein wenig, diese Schatten. Mehrfach wird auch erzählt, ein oder zwei Zimmer gingen nach der dunklen Hofseite. Diese und ähnliche Träume, hier zusammengefaßt, sind kaum anders zu deuten als von der Funktionsleere der komplexen Psychologie her. Das erste Zimmer ist der Ort der Hauptfunktion. Das zweite die erste Nebenfunktion. Das dritte Zimmer, bei einem Mann etwa vermietet an eine Frau, enthält die dritte kaum mehr recht bewußte Funktionen. Das vierte Zimmer ist der unbeachtete, nicht als zugehörige empfundene Ort der vierten Funktion. Hie und da ist das dritte Zimmer in völlig anderer Bedeutung ein dritter Mensch, den man in die eigene Wohnung, etwa in die Ehe, aufgenommen hat. Es ergibt sich eine Dreieck- Situation. Wer von Häusern, vom Haus und seinen Räumen häufig träumt, wird gut tun, die Anordnung und Lage der Räume zu skizzieren. Man macht dabei erstaunliche Entdeckungen!
Psychologisch:
Raum verkörpert oft das kollektive Unbewußte oder symbolisiert die Entfaltung im Lebensraum, der einem Menschen zur Verfügung steht; die genaue Bedeutung ergibt sich aus den individuellen Lebensumständen. Oft braucht der Mensch mehr Raum, um seine Möglichkeiten wirklich optimal nutzen zu können. Der Träumende muß sich mehr darum bemühen, seine Vorstellungen von der Begrenztheit seines Ichs zu überwinden. Wenn der Träumende in seinem Traum den Raum, in dem er sich aufhält, bewußt wahrnimmt, dann zeigt dies, daß er Zugang zu seinem Potential hat. Der Raum kann auch die Intimsphäre des Träumenden darstellen, die durch einen anderen Menschen verletzt wurde.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Raum im Traum ein Bild für ein kosmisches Zentrum - für einen Ort, der "ist, war und immer sein wird". Diese Vorstellung kann die Sichtweise des Träumenden erweitern, die er derzeit von der Welt hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : - großen leeren um sich haben: einer trostlosen Zukunft entgegengehen. (Siehe auch "Haus")
Allgemein:
Wand steht manchmal für das Bedürfnis nach Sicherheit, kann aber auch darauf hinweisen, daß man in der Selbstentfaltung eingeschränkt wird. Häufiger kommen darin auch unüberwindliche Hindernisse und Schwierigkeiten zum Vorschein, gegen die man vergeblich anrennt; das kann daran liegen, daß man sie auf falsche Weise zu lösen versucht.
Volkstümlich:
(arab. ) : - vor einer stehen: man sollte sich darauf besinnen, daß man nicht in allen Dingen Recht behalten und seine Vorstellungen verwirklichen kann; man sollte seine Möglichkeiten realistischer einschätzen. (europ.) : - gilt als ein unübersteigbares Hindernis; man wird etwas Erstrebtes nicht erreichen können; (ind. ) : - sehen: es sind fast unüberwindbare Hindernisse da; - spanische: du wirst die Wahrheit bald erforschen. (Siehe auch "Gebäude", "Hausbrand", "Mauer")






