Trauminterpretation
Allgemein:
Mann (männlich) versinnbildlicht als Ursymbol meist Bewußtsein, Verstand, Geist, Tatkraft und Willen, oft gepaart mit Härte und Aggressivität. Bei Frauen kann er sexuelle Bedürfnisse anzeigen. Weitere Bedeutungen ergeben sich aus folgenden Begleitumständen: - Alter Mann taucht oft im Sinne von Führer oder Guru (siehe unter diesen Stichwörtern) auf. - Junger Mann kann auf Rastlosigkeit, Unruhe, Tatendrang oder ungezügelte Sexualität hinweisen. - Dicker Mann wird häufig im Sinne von Weichherzigkeit und Mitgefühl verstanden. - Großer Mann warnt vor Aggressivität oder Überbetonung des Verstandes. - Kleiner Mann kann Minderwertigkeitsgefühle (oft auch sexuelle) versinnbildlichen.
Psychologisch:
Nach C.G. Jung bedeutet der unbekannte Mann, der im Männertraum auftritt, die unbewußte Schattenseite des Träumers, die ihn im Wachleben zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen eigenen Mängeln zwingen möchte. In Frauenträumen ist er der Animus, die unbewußte männliche Seite der Frauenpsyche. Bei jungen Mädchen erscheint dieser Animus oft in Gestalt des Lehrers, des Vaters oder eines Idols. Träumen Frauen von einem unbekannten Mann, so spiegeln sich in diesem Bild ihre Erwartungen an einen Partner und dessen von der Frau erwünschten Eigenschaften wider. Diese Erwartungen werden bereits in der Kindheit und Jugend der Träumenden durch den Vater festgelegt bzw. geprägt. Entspricht jedoch der wirkliche Partner der Träumenden diesen unbewußten Erwartungen nicht, sind Probleme und Enttäuschung die Folge. Spricht eine Träumerin mit einem jungen Mann, darf sie mit viel Ablenkung im Alltagsleben rechnen, die sie manche Sorge vergessen läßt. Befolgt man im Traum den Rat eines alten Mannes, kann man auf eine glückliche Wende im Wachleben hoffen. Einen dunklen Mann sehen, bedeutet nach altägyptischer Traumweisheit, daß Gefahren auf den Träumer lauern.
Volkstümlich:
(arab. ) : - einen großen und starken sehen: du wirst eine ärgerliche Begegnung haben; - ein unbekannter junger: Sorgen; kann auch auf Leichtsinn hindeuten, der fatal enden könnte; - mit Bart: in nächster Zeit droht Zorn und Zwietracht; - kleinen sehen: Verhöhnung deiner Persönlichkeit; - mit langen Haaren und großen Bart: sei nicht furchtsam, es kann dir nichts geschehen; - alter: langes Leben; man wird gute Ratschläge bekommen, die einem zu Glück verhelfen; - dicker: es stehen dir gemütliche Stunden bevor; Page 927926
Allgemein:
Schuh kann einen Standpunkt oder den festen Stand auf dem Boden der Realität verkörpern; vor allem Bei Frauen bringt er oft auch sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck. Folgende Begleitumstände können die genaue Deutung erleichtern: - In Schuhen gehen kündigt viel Zeitaufwand für eine wenig lohnende Sache an. - Schöne, bequeme Schuhe stehen für Erfolge, abgetragene für Mißerfolge. - Verliert man einen Schuh, macht man vielleicht eine interessante Bekanntschaft. - Kauf von Schuhen warnt vor leeren Versprechungen anderer, denen man nicht vertrauen darf. - Holzschuhe sollen geschäftliche Probleme anzeigen. - Braune Schuhe versprechen eine günstige Wendung in einer wichtigen Angelegenheit.
Psychologisch:
Der Schuh ist ein Traumsymbol für die seelische oder geistige Einstellung, den Standort des Träumenden. Wie in der Wirklichkeit, verraten Schuhe auch im Traum sehr viel über ihren Besitzer, deshalb ist bei der Traumdeutung auch immer deren Farbe, Zustand und Zweck zu beachten. Es kann allerdings auch sein, daß der Schuh im Traum anzeigen will, ob es sich beim Träumenden um eine Person handelt, die ihre Kinderschuhe abgelegt hat, die unter dem Pantoffel steht oder ob es sich im Extremfall um einen Schuhfetischisten handelt, der im Schuh ein Ersatzobjekt für das weibliche Geschlechtsteils sieht. Sehr hochhackige Schuhe oder Stiefel können auf Masochismus hindeuten. Nach Auffassung von Freudianern ist mit dem Hineinschlüpfen in den Schuh der sexuelle Akt gemeint, der Wunsch, mit einem Menschen intim zu werden. Tatsächlich weisen viele Träume von Schuhen auf ein kommendes Liebeserlebnis hin. Meistens aber umschreiben Schuhe den geistigen oder seelischen Standort des Träumers im Wachleben. Wenn ihn der Schuh drückt, weil er nicht paßt, liegt ihm etwas bedrückendes auf der Seele, möchte er unter Umständen in eine andere Haut schlüpfen. In diesem Fall sollte man im Wachleben versuchen, sich besser anzupassen; denn was wir ersehnen, scheint für uns eine Nummer zu groß (oder zu klein) zu sein. Sitzen die Schuhe bequem, können wir mit uns und unserem Tun sehr zufrieden sein, und es wird alles fast von allein laufen. Reparaturbedürftige Schuhe weisen auf eine Charakterschwäche hin, die wir seit langem kennen und gegen die wir nur noch nicht genügend vorgegangen sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen oder haben: auf dem rechten Weg sein; - neue: erfolgreiches Auftreten; - zu enge: in bedrückende Verhältnisse geraten; - kaufen: man wird dich leicht betrügen; - anmessen lassen: du mußt dich nach deinem Einkommen richten; - verlieren: ein Verlust wird dich betrüben; - flicken: Armut; - aus Holz tragen: deine Grobheit und Anmaßung bringt dir Nachteile; - aus Holz sehen: unangenehme Einwirkungen können dich nicht beeinflussen. Page 1252 1251 (perser) : - Träumt einer, er trage neue Schuhe, werden Beklemmung und Fesseln seiner warten; zieht jemand, der in Fesseln schmachtet, die Schuhe aus, wird er der Fesseln ledig; wer von Not und Sorgen bedrängt ist, wird diese abschütteln. - Dünkt es einen, seine gewöhnlichen Schuhe seien aufgerissen, werden seine Knechte schwach und krank werden, hat er keine, gilt das Entsprechende für seine Hoffnungen und sein Gewerbe; sind seine Schuhe verbrannt, wird er durch den Landesfürsten seiner Knechte beraubt werden. (europ.) : - eindeutig weibliches Sexualsymbol; - sehen: in nächster Zeit wird man viele Laufereien haben; - neue Schuhe sehen: sind ein Omen für vorteilhafte Veränderungen; - Schuhe für andere kaufen: es werden einem Versprechungen gemacht; - Schuhe für sich selbst kaufen: man hat noch eine lange Wegstrecke vor sich, um das Ziel zu erreichen; auch: Versprechungen anderer werden nicht eingehalten; - neue anziehen: bedeutet Glück; - neue bequeme Schuhe anziehen und tragen: verheißt einen erfolgreichen Gang; - neue und passende geschenkt bekommen: verheißt treue und zuverlässige Dienstboten oder auch Anerkennung und Hilfe; - jemandem schenken: entweder man will diesem Menschen loswerden, oder er wird sich bald von einem selbst entfernen; - die eigenen kaputt und schmutzig: man macht sich durch unsensible Kritik Feinde; - abgetragene sehen: man wird sehr sorgfältig vorgehen müssen, um eine recht unangenehme Angelegenheit wieder zu bereinigen; mit der augenblicklichen Lage ist man ohnehin keineswegs zufrieden; - alte zerrissene anziehen und tragen: kündet einen erfolglosen Gang an; - ein zu enger: deutet auf einen beschwerlichen oder schwierigen Gang hin; sich unangenehmen Witzen der Kameraden ausgesetzt sehen; - nicht gebundene: es kommt zu Verlusten, Streit und Krankheit; - flicken: Verluste; - selbst geschwärzte, haben: steht für eine Verbesserung in den Geschäften; wichtige Ereignisse stellen einem zufrieden; - nachts einem gestohlen werden, aber noch Strümpfe besitzen: es droht Verlust, aber es wartet auch ein ausgleichender Gewinn; - verlieren: Kämpfe; - einen verlorenen finden: man wird eine Bekanntschaft machen; - ist der verlorene gut und unbeschädigt: aus einer Bekanntschaft wird eine gute Kameradschaft oder Partnerschaft; - ist der verlorene alt oder zerrissen: man wird wenig Freude an einer gemachten Bekanntschaft erleben; - einen herrenlosen finden: man wird demnächst die Bekanntschaft eines fremden Menschen machen; - Eine junge Frau, die wegen der Schuhe an ihren Füßen im Traum Bewunderung erfährt, sollte vorsichtig sein und neuen Bekanntschaften, insbesondere Männern, nicht erlauben, sich ihr in vertrauter Art und Weise zu nähern. (ind. ) : - aus Holz: du wirst Kunden deines Geschäftes verlieren; - kaufen (Gesundheitsschuhe): deine Füße sind nicht gesund; - (Wanderschuhe) kaufen: du wirst eine Reise antreten; - neue sehen: gute Zeiten; - neue anziehen: du wirst Unangenehmes erfahren; dein Fortkommen wird erschwert; - alte: du wirst durch einen Freund in große Schwierigkeiten geraten; - braune: alles wird sich zum Guten wenden; - schwarze: glaube den anderen nicht alles; - sammeln: denke auch an die anderen; - viele sehen: du wirst in einen Prozeß verwickelt; - aus Stroh: sei vorsichtig, man will dich betrügen; hüte dich vor Wucherern; - zerrissene: du wirst Zurücksetzung erfahren; - reinigen: du wirst Achtung und Liebe genießen; - ausbessern: friedliches Dasein; - verlieren: bedeutender Verlust; - verschenken: du tust gute Werke; - anmessen lassen: dein Unternehmen ist gut. (Siehe auch "Hausschuhe", "Holzschuhe", "Kleidung", "Pantoffeln", "Schuhsolen", "Schuster", "Stiefel")
Allgemein:
Im Traum ist der Tod in allen Erscheinungsformen immer ein Hinweis auf einen neuen Lebensabschnitt. Irgend etwas aus Ihrer Vergangenheit müssen Sie nun endgültig hinter sich lassen, damit Sie sich unbelastet neuen Aufgaben oder Menschen widmen können. Wenn Ihnen dieses Ereignis begegnet, ist es nur natürlich, daß es in Form von Todesqualen auftritt. Es soll Ihnen deutlich die freudige oder ernste Situation vorführen, die auf Sie zukommt, sobald Sie sich der konkreten Verantwortung bewußt geworden sind. So werden Sie allen Situationen mit Ruhe und Entschlossenheit begegnen.
Psychologisch:
Der Sterbefall im Traum ist nach Meinung mancher Psychoanalytiker der Wunsch, sich an jemandem zu rächen, den man haßt und deshalb aus seinem Leben streichen möchte. Bei Nahestehenden kann dieser Haß auch Eifersucht bedeuten, weil sich darin für Freudianer der Sexualwunsch verbirgt, es dem Nebenbuhler mal zu zeigen. Viele Psychologen deuten das Sterben im Traum so, daß man im Wachleben vergessen will (oder sollte), was ein nahestehenden Mensch einem angetan hat - "Schwamm drüber!" sagt das Unbewußte. Wir sind der Meinung, daß mit dem Sterben auch ein seelischer Reifungsprozeß stattfindet, der sich günstig auf den Charakter des Träumers und sein Verhältnis zu seiner Umwelt auswirken wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen jemanden: dauernde Freundschaft mit Bekannten; - selbst: ein langes Leben vor sich haben. (europ.) : - mit etwas aufräumen oder endgültig Schluß machen wollen; innerlich ist man mit einer Sache fertig, wenn man daran im Traum stirbt; auch: es droht einem Böses von einer Person, die einst zum Aufstieg und Lebensfreude beitrug; - befürchten, sterben zu müssen: die Vernachlässigung der geschäftlichen Angelegenheiten wird zu geschäftlichen Einbußen führen; auch Krankheiten drohen; - im Sterben liegen: in einem findet gerade ein seelischer Reifungsprozeß statt, den man bald auch in der Realität an sich feststellen wird; - selbst: deutet auf ein langes Leben; gilt auch als eine Mahnung zum Ablegen übler Gewohnheiten; auch: man wird einem leere Versprechungen machen; - andere sterben sehen: einem selbst als auch der eigenen Freunde wird in allen Lebenslagen kein Glück beschieden sein; - freilebende Wildtiere im Todeskampf beobachten: man wird sich von schlechten Einflüssen befreien; - Haustiere sterben sehen: ist ein schlechtes Omen. (ind. ) : - andere sehen: du wirst gute Nachrichten erhalten; - selbst: langes Leben. (Siehe auch "Grab", "Leiche", "Tod" und andere Symbole, die mit dem Sterben zusammenhängen) Page 1327 1326
Volkstümlich:
(europ.) : - sich selbst sehen: bedeutet Glück. (ind. ) : - sein: gute Gesundheit; langes Leben; - sich sehen: Vergnügen und gutes Leben; - sein und wieder lebendig werden: Ehre und Ansehen. (Siehe auch "Tod")
Volkstümlich:
(europ.) : - Zeichen dafür, daß eine unschuldige Person von einem getadelt wird; - auf Menschen schütten: die Personenkreise, die einem Gutes wollen, grollen; - für einem Geschäftsmann: verheißt dies Feinde und Schikanen; - Hat eine junge Frau eine eifersüchtige Rivalin, die es ihr ins Gesicht schüttet, wird sie dem Haß einer Person unschuldig zum Opfer fallen.






