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Trauminterpretation

Allgemein:

- Eine ebene Oberfläche verweist in der Regel auf Leichtigkeit und läßt den Alltagserfolg erhoffen, warnt aber wohl vor allzu großer Bequemlichkeit. - Ebene verspricht nach alten Traumbüchern, daß man in nächster Zeit Freude und Glück erleben und gut im Leben vorankommen wird. Vielleicht steht dahinter aber auch eine Warnung vor Hindernissen und Risiken, vor denen man bisher die Augen verschließt. - Schaut man von einem höheren Standort weit über eine freundliche Ebene hinaus, überblickt man dabei den weiteren Lebensweg für einige Zeit und darf damit rechnen, daß er beschaulich und erfolgreich verlaufen wird. - In der Ebene kann man weit blicken, frühzeitig Hindernisse sehen und sie umgehen. - Der Lebensweg ist geebnet, für ein nicht allzu beschwerliches Fortkommen scheint gesorgt zu sein.

Psychologisch:

Im Traumzustand gibt es viele Ebenen des Verständnisses. Die Ebene auf welcher der Träumende seine Träume interpretiert, hängt davon ab, wie weit er schon fortgeschritten ist. Als Traum mit negativer Stimmung steht die Ebene für Langeweile; es sind weit und breit keine Herausforderungen und Anregungen in Sicht. Als positiver Traum: ungehinderter Ausblick ("Weitblick"), keine Hindernisse oder überraschende Störungen sind zu befürchten.

Spirituell:

In der Tempelarchitektur stellt die Ebene Wissen außerhalb der Norm dar.

Volkstümlich:

(arab. ) : - endlose, sehen: eine trostlose Zukunft; - grüne und blumenreiche: gesegnete Aussichten; ruhige Tage; - (grüne und blumenreiche) darauf wohnen: beständiges Glück. (europ.) : - Verleugnung von Hindernissen; - weite grüne und fruchtbare sehen: auf der jetzigen Zeit der Unruhe Unruhe wird bald eine Zeit der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben folgen; - kahl und öde sehen: vergebliches Mühen und Ringen; - sich auf einer befinden: gutes Fortkommen; - eine Reise über das Flachland machen: signalisiert Gewinne aber den Verlust der Zuneigung eines Menschen, an dem Ihnen etwas liegt; - eine mitten im Wald sehen: beruhigendes und ausgewogenes Dasein; Page 373 372 - von einem hohem Standpunkt aus weit über eine schauen: man wird im Leben aufsteigen, auch wenn im Moment nichts darauf hindeutet; - Durchquert eine junge Frau eine Ebene, dann lebt sie in glücklichen Verhältnissen, wenn das Gras grün und üppig ist; ist die Ebene dürr oder das Gras vertrocknet, stehen ihr Unbehagen und Einsamkeit bevor. (ind. ) : - es hat den Anschein, als habe dein Glück festen Fuß gefaßt.

Psychologisch:

Das Kaufhaus steht einmal für all das, was sich der Träumende in seinem Leben an materiellen und psychischen Werten angeeignet hat, und die er bereit ist, mit seinen Mitmenschen zu teilen. Andererseits steht es aber auch für die unbefriedigten Wünsche des Träumenden, sowie für die Neigung zur Verschwendungssucht. (Siehe "Gebäude") Page 774 773

Allgemein:

Wenn ein Traum von einer Stadt handelt, besonders wenn es sich um eine Stadt handelt, die der Träumende kennt, ist dies ein Hinweis auf Gemeinschaft oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Stadt bringt oft das Bedürfnis nach Geselligkeit und Abwechslung zum Ausdruck. Die Kleinstadt kann auch gute Geschäfte versprechen, die Großstadt dagegen symbolisiert Unruhe und Sorgen. Wie viele andere Träume auch, so gibt auch dieser Aufschluß darüber, wonach sich der Träumende in bezug auf seine geistige und soziale Umgebung sehnt. Eine belebte Stadt zeigt vielleicht den Wunsch nach sozialem Austausch. Eine menschenleere Stadt legt nahe, daß sich der Träumende von seinem Mitmenschen übergangen und isoliert fühlt.

Psychologisch:

Das Bild der Stadt ist ähnlich wie das Haus ein Zeichen für den emotionalen Bereich des Träumenden, jedoch im erweiterten Sinn. Gemeint ist mit diesem Traumbild eher die Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Die Stadt hatte in früheren Zeiten einen weiblichen Aspekt. Im Traum kann sie daher auch als eine Art kollektive Mutter erscheinen. Eine Stadt hat normalerweise eine Kerngemeinde; manchmal stellt der Träumende in seinem Traum seinen Arbeitsplatz oder seine beruflichen wie privaten Chancen auf diese Weise dar. In Alpträumen übersetzt man dieses Traumbild als die Angst, gewohnten Schutz vor Unbill (Unrecht) zu verlieren. In vielen solcher Träume spiegeln sich die angespannten Nerven des Träumenden wider, die im Wachleben zu zerreißen drohen, wenn er nicht rechtzeitig etwas gegen diesen Zustand der Besorgnis und der inneren Unruhe unternimmt.

Spirituell:

Eine spirituelle Gemeinschaft, welcher der Träumende angehört, kann durch eine Stadt dargestellt werden.

Volkstümlich:

(arab. ) : - von ferne sehen: zudringliche Bewunderer werden dich belästigen; - große: du wirst Welterfahrungen sammeln; auch: von allen möglichen Dingen und Personen in Anspruch genommen werden und dabei viel Energie aufwenden müssen, um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden; - kleine: du hegst Spießbürgerliche Ansichten; - bauen: du wirst froh und glücklich werden; - mit vielen Türmen: du wirst ein großartiges Unternehmen beginnen. (europ.) : - man wünscht sich, in größerem Maß Geselligkeit erleben zu können; - von weiten sehen: beinhaltet Ambitionen; - eine betreten: die Ambitionen werden erfolgreich realisiert; - große sehen oder durch deren Straßen wandern: gilt für ein unruhiges Leben; - sich in einer fremden befinden: ein schmerzhaftes Ereignis wird eine Änderung des Lebensstils erfordern; Page 1318 1317 - eine kleine hübsche: glückverheißend; verspricht eine geruhsame und behagliche Zeit, mit guten beruflichen Aussichten ohne alle Hektik, wenn man sich von Klatschereien fernhält; - mit vielen Türmen: man wird sich in nächster Zeit um die zukünftige Selbstständigkeit kümmern können; - für den Landbewohner ist es eine Warnung vor gefährlichen Ambitionen; - für den Städter bedeutet es gut gehende Geschäfte und Gewinn; - die himmlische Stadt sehen: signalisiert Zufriedenheit und eine fromme Einstellung, Kummer kann einem nichts anhaben. (ind. ) : - große: Freude und Vergnügen; kleine: gute Geschäfte. (Siehe auch "Orte")

Allgemein:

Eines der meistgeträumten Symbole für die eigene Angst, daß man seinen Idealvorstellungen, Hoffnungen und Ansprüchen vergeblich hinterherläuft.

Psychologisch:

Träume von Verfolgungen sind wie Träume vom Fliegen überaus weit verbreitet. Der Träumer kann dabei auch gelegentlich der Verfolger selbst sein, häufiger aber ist er der Verfolgte – gejagt von (oft nicht identifizierbaren) Feinden oder Ungeheuern. Es ist wichtig, das Symbol zu identifizieren, das einem verfolgt, aber man denke immer wieder daran, daß es nicht ist, was es zu sein scheint. Vielleicht ist es eine Vorstellung oder Furcht, beispielsweise die Furcht vor Arbeitslosigkeit – oder auch ein Liebespartner, sexuelle Unsicherheit, ein Haus oder etwas, das man zu kaufen beabsichtigt. Man kann sowohl der Verfolger als auch der Verfolgte sein – oder sogar beides! -, wenn der Ehrgeiz einem treibt und den Erfolg sucht. Auch das gejagt werden von einem Gefühl ist denkbar, möglicherweise eines, das man im Wachleben von sich weist. Es ist gesagt worden, daß fast jeder Traum dieser Art einen Konflikt meint – und wer oder was einem verfolgt, etwas ist, mit dem man sich unterbewußt identifiziert, selbst wenn man es im Bewußtsein verabscheut. Einen solchen Traum sollte man sich stets näher besehen. Dazu stellt man sich vor dem Schlafengehen die direkte Konfrontation mit dem Verfolger vor und daß man Auskunft verlangt, warum man verfolgt wird. (Siehe auch "verfolgt werden")

Axt