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Trauminterpretation

Allgemein:

Fast immer verweist ein Haus im Traum auf die Seele, auf die Art und Weise, wie der Träumende sein Leben "baut", und auf seine innere Befindlichkeit. Die verschiedenen Räume und Bereiche innerhalb eines Hauses stehen dabei für die Persönlichkeitsanteile und für die Erfahrungen des Träumenden. Haus kann insgesamt oder mit den im Traum auftauchenden einzelnen Teilen gedeutet werden. Das ganze Haus symbolisiert meist die Lebenssituation, in der sich der Träumer befindet, wobei folgende Begleitumstände wichtig sind: - Haus bauen oder besitzen zeigt eine günstige weitere Situation mit Erfolgen und finanziellen Gewinnen an. - Haus abreißen deutet auf eine bevorstehende Veränderung des Lebens, die auch darin bestehen kann, daß man ein Problem aus dem Weg räumt. - Haus brennen kann auf zukünftiges Glück hinweisen. - Dach steht für den geistigen Bereich, für Intellekt und Verstand, die vielleicht überbetont werden. - Dachboden bringt das Bedürfnis nach Geborgenheit zum Vorschein. - Küche kann die materiellen Grundbedürfnisse verkörpern oder den Wunsch nach mehr Abwechslung zeigen. - Schlafzimmer symbolisiert oft die Haltung zur Sexualität, teilweise aber auch mangelndes Interesse an bestimmten Dingen, um die man sich mehr kümmern müßte. - Wohnzimmer deutet auf das Bedürfnis nach mehr Erholung und Entspannung oder nach Geselligkeit hin. - Badezimmer kann bedeuten, daß man sich moralisch reinwaschen möchte; dahinter stehen oft Schuldgefühle. - Toilette zeigt an, daß man sich von Belastungen der Vergangenheit und den damit verbundenen inneren Spannungen befreien sollte. - Keller symbolisiert das Unbewußte mit den Trieben und die materiellen Bedürfnisse. - Fundamente stehen für die Grundlagen des Lebens; das kann sich sowohl auf materielle Sicherheit als auch auf Einstellungen, Erwartungen und Ziele beziehen. Page 657 656

Psychologisch:

Das Haus versinnbildlicht meist die eigene, höchstpersönliche "Wohnung" des Träumers, bzw. sein Ego, seine Persönlichkeit. Die einzelnen Räume stehen für die verschiedenen Funktionen. Es gibt Aufschluß über unsere innere und äußere Verfassung. Schon bei Artemidoros stellt es im übertragenen Sinn den menschlichen Körper dar. Aufschlußreich ist dabei die Art des Hauses. Ist es eine Luxusvilla oder eine Hütte, ein Schloß oder ein Bauernhaus? Je nachdem signalisiert es dem Mann ein Bedürfnis nach beruflichem Aufstieg oder Sicherheit, bzw. Geborgenheit, denn das Haus ist ein weibliches Symbol. Als Frau sollte man beim Haus als Traumbild zunächst an sich selbst denken. Was für ein Haus ist es, ein schönes Bauwerk oder eine Ruine? Sind vielleicht Sie selbst das eine oder andere? Welche Möbel sind darin und wer bewohnt es? Die Antworten verwenden Sie zur Deutung des Traumes. Räume: - Arbeitszimmer: Wie sieht es mit Ihrer Arbeitsdisziplin aus? Berufliche und andere praktische Arbeit im Traum bedeutet auch: Beziehungsarbeit, seelische Verarbeitung von (eigenen oder fremden) seelischen Einstellungen u.a.m. - Das Badezimmer im Haus spiegelt die Einstellung des Träumenden zu persönlicher Sauberkeit und seine intimsten Gedanken und Beschäftigungen. Wer häufig von Badezimmern träumt, bei dem steht eine innerliche Reinigung an. Das bedeutet, daß diese Person sich um eine klare Lebensweise bemühen sollte. Im Badezimmer spielt das Wasser eine hervorragende Rolle und damit ist auch der Gefühlsbereich des Träumers oder der Träumerin angesprochen. Gefühle bedeuten auch: Seelische Bedürfnisse, Wünsche und Ängste, inneres Verlangen und persönliche Lebensträume und Glaubensentscheidungen! - Die Bibliothek symbolisiert den Geist und die Art, wie der Träumende Informationen aufnimmt und speichert. Räume mit vielen Büchern zeigen auch an, daß Sie etwas für Sie Wichtiges lernen müssen. Versuchen Sie festzustellen, welche Bücher dort in den Regalen stehen. Das verweist auf das Gebiet, in dem Sie etwas zu lernen haben. Außerdem ist eine umfangreichere Bibliothek ein Symbol für eine Gesamtsicht, für eine persönliche Bildung, der es gelingt oder die danach sucht, sich ein eigenes Bild von der Welt im ganzen zu machen. Ihre Weltanschauung und Ihr Weltbild sind hier Traumthema. - Das Büro wie jeder Arbeitsraum im Haus verweist auf den Beruf beziehungsweise die Erwerbstätigkeit des Träumers. Es ist wichtig zu beachten, wie die Stimmung in dem Büro ist und wer anwesend ist. Schauen Sie auch, was sich in diesem Büro abspielt und ob es voll oder eher leer ist. - Der Dachboden steht für Erfahrungen der Vergangenheit und für alte Erinnerungen. Auf ihm werden oft vergessene oder verdrängte Schwierigkeiten, Erlebnisse oder Gefühle verstaut. Er kann auch familiäre Verhaltensmuster und Einstellungen illustrieren, die den Träumenden weitergegeben wurden. Fragen Sie sich z.B., was Sie an überholten Konzepten mit sich herumschleppen. - Das Eßzimmer ist teilweise wie das Wohnzimmer als Ort der entspannten Kommunikation zu sehen, allerdings steht hier die Nahrung im Vordergrund, und damit sind auch der Genuß und der Prozeß der Verinnerlichung angesprochen. Wovon ernähren Sie sich? Was schlucken Sie? Was verleiben Sie sich ein? Und in welcher Stimmung, unter welchen Umständen geschieht dies? - So wird auch heute noch die Fassade eines Hauses auf der psychischen Ebene als die der Gesellschaft zugewandten Seite des Menschen bezeichnet, sie ist der äußere Schein, die Persönlichkeit. - Die Diele oder der Flur des Hauses versinnbildlichen, wie der Träumende anderen Menschen begegnet und wie er sich auf sie bezieht. Der Flur verbindet unterschiedliche Räume und verbildlicht die Verbindung verschiedener Eigenschaften des Träumers. Er markiert oft einen Übergang von einem (Bewußtseins-) Zustand zu einem anderen. - Die Garage ist der Ort des Wagens und der Werkzeuge. Hier bringt man etwas in Ordnung und hier ruht die Bewegung. Was tun Sie dort im Traum? - Der Keller in seiner Dunkelheit, beziehungsweise das Souterrain eines Hauses stellt in der Regel das Unterbewußte dar und all jene Erfahrungen, die der Träumende, weil er nicht angemessen mit ihnen umgehen konnte, verdrängt hat. Außerdem werden diese Räumlichkeiten mit der Lebensenergie des Träumenden in Verbindung gebracht und mit der Sexualität. Er verbildlicht die seelische Tiefe und symbolisiert auch oft die seelischen Grundüberzeugungen oder Grundgegebenheiten. Auch: Kellerkind – verborgene Qualitäten und ungeliebte Talente, die ans Licht wollen. - Die Küche als Ort der Nahrungszu- und -verarbeitung ist als das Mütterlich-Weibliche und der Ort der Verarbeitung von Informationen zu sehen. Die Küche ist der Ort der Umwandlung. Das Rohe wird zum Gekochten und Genießbaren, es entsteht Kultur. Wenn man sich verändert und differenzierter wird, tritt häufig die Küche als Traumsymbol auf, speziell bei Klienten in einer Psychotherapie. Bei Personen mit Eßproblemen verweist die Küche auf diese Probleme. Schauen Sie, wie Sie die Küche charakterisieren würden und welche Nahrungsmittel dort zu finden sind. Zur Informationsverarbeitung der Seele von Erlebnissen dienen auch Wohn- und Arbeitsräume. - Das Schlafzimmer wird als Bild des Sexuallebens betrachtet. Es repräsentiert den Ort der Sicherheit, an dem sich der Träumende entspannen und so sinnlich sein darf, wie er will. Es verbildlicht nicht nur die Sexualität, sondern auch den Tod und die Geburt des Träumers. Es ist der intimste Innenraum. Manchmal verweist das Schlafzimmer auf eine unbewußte Lebensführung, speziell dann, wenn man im Traum als einzigen Raum das Schlafzimmer sieht oder wenn der Träumer dort einen Schlafenden bemerkt. - Die Toilette ist ein Ort, an dem Entleerung oder Beseitigung stattfindet. Von der Toilette wird oft geträumt, wenn der Träumer sich von alten Erinnerungen und Schuldgefühlen befreit. Träume von der Toilette hängen auch oft mit der Verdauung (in jeder Hinsicht) zusammen. - Turmzimmer: Im Turm ist man der Welt entrückt, deswegen sprechen wir auch vom Elfenbeinturm der Intellektuellen. Geistige Probleme, Wachstumsaufgaben. - Veranda kann sehr Unterschiedliches bedeuten. Auf der einen Seite steht es für Entspannung, auf der anderen Seite deutet es ein Gefühl ausgeschlossen zu sein an. Man bleibt "außen vor" und der Kontakt zum Inneren bricht ab. Auf der anderen Seite kann man von der Veranda aus die Welt betrachten und somit ist in diesem Traumsymbol auch der Überblick oder der persönliche Abstand zu manchen Vorgängen angedeutet. - Das Wohnzimmer steht für Entspannung, allerdings im Gegensatz zum Schlafzimmer für eine gesellschaftliche, sozusagen öffentliche Entspannung. Es geht hier um Kommunikation im Freundeskreis oder um das Treffen der Familie. Geht man von einem Zimmer in ein anderes, dann deutet das einen Wandel an. Hierbei ist zu beachten, von welchem Zimmer man ausgeht und wohin man sich begibt. Hauseinrichtung: - Badewanne: Die Badewanne verweist auf eine anstehende Reinigung und Entspannung. Bei dieser Reinigung müssen Sie sich in Ihr Gefühl begeben. - Bilder/Tapeten: Das Motiv, die Formen und Farben usw. sind wichtig und sollten symbolisch gedeutet werden. - Buch: Es muß etwas Wichtiges gelernt werden. Wie lautet der Titel des Buches, wer ist der Autor? Das Leben hält eine wichtige Mitteilung oder Erkenntnis für Sie bereit. - Das Dach der Dachstuhl übersetzen den Kopf des Träumers in seinen verstandesmäßigen Funktionen, ebenso die oberen Etagen (das "Oberstübchen"). Dies ist damit zu erklären, daß man von diesen Räumen aus den weitesten Blick und die meiste Ruhe hat. Mit diesem Symbol wird auch bisweilen auf höhere Bewußtseinsstufen verwiesen. - Die Fassade bedeutet die "Persona", die soziale Rolle oder gesellschaftliche Maske, die wir der Außenwelt gegenüber repräsentieren. Was steckt hinter der Fassade? - Fenster verweisen primär auf unsere Körperöffnungen und speziell auf unsere Augen und damit auf die seelische Verbindung von Eigenem und Fremdem. Das Fenster verweist ferner auf das Licht unseres Bewußtseins und auf unsere Wahrnehmung. Kann man aus dem Fenster hinaussehen oder ist es durch Vorhänge oder Gardinen verhängt (Bewußtseinsschleier)? Page 658 657 - Mit dem Fußboden sind immer unsere Grundlage und Prinzipien angesprochen. Es geht hier um die Erdung, das heißt, um die Organisation des Alltagslebens und die tatsächliche Verwirklichung von Ideen und Absichten. - Kamin: Der offene Kamin: Mit dem Feuer des Kamins sind Gemütlichkeit und Wärme angesprochen. Ein kalter Kamin weist auf Gefühlskälte und Entfremdung hin. - Öffnungen werden meistens dem sexuellen Bereich zugesprochen. - Als Medium für den Übergang zu einem Zustand in einen anderen oder als Kanal der Hitze zeigt der Schornstein im Traum, wie der Träumende mit seinen Gefühlen und mit seiner inneren Wärme umgeht. Der Schornstein verweist auf der einen Seite auch auf die Verschmutzung der Luft, und damit auf eine Trübung des intellektuellen Überblicks und des geistigen Horizonts. Auf der anderen Seite leitet er aber auch giftige Gase aus dem Haus ab und trägt wesentlich zu einem gedeihlichen und kontinuierlichen Erhalt des Feuers bei. Welche dieser gegensätzlichen Bedeutung im konkreten Fall angesprochen ist, ist dem Träumer oder der Träumerin meist spontan klar. In seltenen Fällen ist hier auch die Verbindung zum Schornsteinfeger zu beachten, der als bekanntes Glückssymbol gilt. - Die Stockwerke sind dementsprechend einzelne Körperregionen oder seelische Bereiche, auf die das Unbewußte hinweisen möchte. Die verschiedene Stockwerke kann man auch als die unterschiedlichen Bewußtseinsschichten sehen: Man kann die Stockwerke auch auf den physischen Körper des Träumers beziehen. - Die Treppen im Haus verweisen auf die Verbindung zwischen den verschiedenen Stockwerken und Fluren. Der Auf- und Abstieg ist meistens auf das Bewußtsein des Träumers oder der Träumerin zu beziehen. Nach Freud deuten sie jedoch wegen des Rhythmus beim Treppensteigen auf die an- und absteigende Erregungskurve des Orgasmus hin. - Türen verweisen wie die Fenster auf unsere Körperöffnungen, bieten aber auch oft Ausblicke auf neue Möglichkeiten und Perspektiven. Geschlossene oder verschlossene Türen stellen häufig eine Warnung dar, in manchen Fällen mögen sie auch auf Neugierde verweisen. Hauszustände: Der Traum schildert den Zustand der einzelnen Regionen und was an ihnen renoviert werden müßte. - Ein altes, baufälliges Haus will uns daran erinnern, daß wir notwendige Aufbauarbeiten oder Korrekturen an uns selbst vornehmen sollten. Es deutet auf Vernachlässigungen der Persönlichkeit des Träumers. Kümmern Sie sich um sich selbst. Was muß erneuert und/oder verstärkt werden? Gelegentlich drückt Sich in diesem Traumbild eine Sehnsucht und/oder Abwehr gegenüber dem "einfachen Leben" aus. - Das Haus, in dem wir arbeiten, gibt Hinweise auf unser Berufsleben und was darum geändert werden müßte. - Die Luxusvilla umschreibt oft, daß wir nach außen mehr scheinen möchten, als wir in Wirklichkeit sind. - Brennendes Haus: Ein Hausbrand zeigt eine Verwandlung an, aber auch Aggressionen, die nicht ausgelebt werden (können). Es kann sich auch um einen Verweis auf sehr zerstörerische Eigenschaften handeln. Ein Neuanfang ist nötig. Enorme Energien wollen gelebt und beantwortet werden. - Ein großes Haus mit vielen Räumen weist auf das Wachstum des Bewußtseins hin und auf eine Differenzierung der Persönlichkeit. Oftmals tritt solch ein Haus im Traum auf, wenn der Träumer oder die Träumerin automatisch nur eine Seite ihrer Persönlichkeit entwickeln oder leben.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene ist das Haus im Traum ein Symbol für Sicherheit und versinnbildlicht daher Schutz und die Große Mutter. Wie die Stadt und der Tempel symbolisiert das Haus den Mittelpunkt der Welt und das Abbild des Universums.

Volkstümlich:

(arab. ) : - Träumt der Kaiser, er lasse Häuser in seinem Land bauen, wird er es mit Menschen besiedeln, an denen er seine Freude haben wird entsprechend der Schönheit der Häuser; ein gemeiner Mann wird erleben, wie seine Sippe und sein Besitz wachsen und gedeihen. - Baut einer ein Haus aus Ziegelsteinen mit Zement, wird der Traum sich ebenso an ihm erfüllen, nur daß es dabei nicht ohne Gewalt und Zwang vonstatten geht, weil die Ziegel im Feuer gebrannt werden müssen; ist das Bauwerk teils aus Luftziegeln, teils aus Holz, werden der Reichtum ansehnlicher, die Menschen angesehener sein wegen des Holzes, das dabei ist. - allgemein: ein Haus symbolisiert ein Vorhaben, daß sich nur mit geduld realisieren läßt; - bauen: glückliche Geschäfte in Aussicht haben; man besitzt genug Energie um etwas besonderes zu leisten; man hat sein Schicksal selbst in der Hand; - kaufen: in gute Verhältnisse gelangen; - hell abbrennen sehen ohne Rauch: Glück in der Liebe haben; - abbrennen mit Rauch: Liebe und Verdruß zugleich erleiden; - einstürzen sehen: Eintritt trauriger Verhältnisse, die sich aber nicht ändern lassen; die Hoffnungen werden in sich zusammenfallen und Pläne werden sich in Luft auflösen; - sehr altes, baufälliges sehen: man wird versuchen dich zu demütigen; - einreißen sehen: deine Unternehmungen werden von vielfachen Hindernissen durchkreuzt werden; - sein eigenes verlassen und zurückschauen: man wird in Zukunft in beruflicher oder privater Hinsicht neue Wege einschlagen. (europ.) : - Symbol für den Körper des Menschen und seinen inneren oder äußeren Zustand; Dach = Kopf; Türen = Geschlechtsteile; Fenster = Nebenorgane geschlechtlicher Art; Fassade = die äußere Erscheinung; das obere Stockwerk = die Stirn und das Gehirn; die mittlere Etage den Brustkorbbereich; bei Frauen der Balkon = Brust und Brüste; die Hochparterre = Eingeweide; zu ebener Erde und in den Kellerräumen = Beine und Füße; Fundament = geistige und materielle Grundlage des Lebens; - für Männer, eins (Luxusvilla, Bauernhaus) sehen: Bedürfnis nach Ehrgeiz, beruflichen Aufstieg; Sicherheit; - für Frauen, Zustand des Hauses: zeigt die Träumerin in der jetzigen Situation; - öfters alte Häuser sehen: man hat Angst vor dem Altern; - bauen: Erfolg im Erwerbs- und Liebesleben, treue Mitarbeiter; günstige Verhältnisse; - mit anderen zusammen eins bauen: gute Freunde werden einem in mancher Lebenslage hilfreich unter die Arme greifen; - mit vielen Stockwerken: bedeutet einen sehr großen Gewinn; - ein leeres sehen: man hat einige Gelegenheiten im Leben versäumt; - besitzen: bringt sorglose Tage; - ein stilvolles besitzen: bald ein schöneres Zuhause beziehen; - decken: es stehen Verluste bevor; - abputzen sehen: verwickelte Verhältnisse werden sich klären; - kaufen: Wohlstand; - ausbessern: du wirst Besuch erhalten; - ein brennendes: zeigt großen Gewinn an; unerwartetes Glück; - sehr baufälliges sehen: hüte dich, dein Leichtsinn stürzt dich ins Unglück; - in einem baufälligen wohnen: man sollte jetzt sehr auf seine Gesundheit achten; Page 659 658 - aus einem ausziehen: Gewinn und Glück; - sein eigenes verlassen: eröffnet neue Wege für die Zukunft; - ein fremdes verlassen: Gewinn, Vorteil; - brennende Häuser: Anzeichen eines verbesserten Geschicks; - einreißen: Streit mit Nachbarn; man ist stark genug, um aufkommende Hindernisse zu überwinden; - abbrechen sehen: ein Hindernis wird beiseite geräumt werden; - einstürzen sehen: man wird von einem unerwarteten Todesfall benachrichtigt werden; für den Ledigen: Verlust des Liebhabers; auch: Ziele und Hoffnungen lassen sich nicht erfolgreich verwirklichen; Verluste drohen. (ind. ) : - Baut einer auf dem Grund und Boden Häuser, verheißt es Zuwachs an Hab und Gut und eine gute Haushaltung; einem, der kein Land besitzt, oder einem Einsiedler prophezeit es ein hohes Maß an seelischen Kräften. Entsprechend bedeuten Neubauten Zuwachs an Hab und Gut, baut einer nur für sich allein, wird er sein eigenes Hab und Gut vermehren, tut er es auch zu Nutzen anderer, wird er viele andere mit seinen reichen Mitteln fördern. - Träumt einer, sein Haus sei größer, fester und lichter geworden, zeigt es Freude und irdischen Reichtum an; einem Einsiedler prophezeit es die Fülle beschaulichen Lebens. Entsprechend bedeuten Schäden am Haus für jeden von ihnen Unheil. - Träumt jemand, es öffneten sich plötzlich in seinem Haus unbekannte Türen und Tore, wird er aus der Welt scheiden und seine Seele aus dem Leibe fahren, auf natürliche oder unnatürliche Weise. - Offnen sich die Türen und Tore nach dem Innern des Hauses, bedeutet es den Untergang seines Geschlechts; wenn nach außen, den eigenen Tod oder den der nicht blutsverwandten Hausgenossen. - abbrechen: du wirst dich verändern müssen; - bauen: du wirst treue Dienstboten haben; - einstürzen sehen: Krankheit; - brennen sehen: ein unerwarteter Todesfall im Kreise deiner Bekannten; Unglück in Geschäften. - Hat man Wasser in seinem Haus vergossen, wird er entsprechend dessen Menge Kummer haben, jedoch nicht in Zorn geraten. - Träumt einer, er sprenge Wasser in seinem Haus, wird er so viel Sorgen und Not haben, wie er Wasser sprengte. Hat er aber das Haus nur besprengt, um den Staub zu löschen, wird er dem Übelstand ein wenig abhelfen. - Träumt ein Mächtiger, er reinige mit Besen sein Haus, das voller Schmutz ist, und werfe den Kehricht auf eine bekannte Stelle, wird er sein Vermögen in Ordnung bringen und anderswo deponieren, ein einfacher Mann wird Not und Sorgen, die ihn bedrücken, loswerden. - Reinigt jemand sein Haus von Spinnweben, wird er von seinen Fehlern und Mängeln gereinigt werden; träumt er aber, es wären Spinnweben an seinen Kleidern oder an seinem Gesicht hängengeblieben, wird er in arge Bedrängnis kommen entsprechend dem Netzwerk, das die Spinnen webten. - Tüncht einer sein Haus und ist die Tünche weiß und feucht, wird er Freude und Mühsal zugleich haben, ersteres wegen der weißen Farbe, letzteres wegen der Feuchtigkeit; ist der Anstrich schwarz, wird er in arge Bedrängnis und Kümmernis kommen. (Siehe auch "Gasthaus", "Gebäude", "Heim", "Stadt" und Bezeichnungen der einzelne Teile des Hauses)

Allgemein:

Der Flughafen im Traum symbolisiert einen Raum des Übergangs, in dem Entscheidungen für das Betreten eines neuen Lebensbereichs getroffen werden. Er kann auch ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende seine Identität neu beurteilt oder beurteilen soll.

Psychologisch:

Der Träumende befindet sich an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt. Vertrauen ist notwendig angesichts der Tatsache, daß er sein Ziel noch nicht kennt. Flughäfen zeigen Veränderungen an, wobei das Flugzeug ein/en in den Himmel bringt und damit die geistige Dimension dieser Veränderung betont. Auch: Flucht aus dem Alltag, Gefahr, sich in Ideen und Vorstellungen zu verlieren. - Ebenso: Symbol der Freiheit. Startplatz der "Himmelfahrt" und der Ekstase!

Spirituell:

Auf dieser Ebene zeigt der Flughafen den Aufenthalt in einer Art spirituellen Transit an. (Siehe auch "Flugplatz")

Allgemein:

Kreuzweg steht oft für innere Widersprüche, zwischen denen man sich entscheiden muß. Außerdem kann er Unentschlossenheit und Entscheidungsschwäche anzeigen. Eine Kreuzung verweist im Traum auf eine Wahl, die der Träumende zwischen zwei Wegen treffen soll. Möglicherweise ist das Traumsymbol auch ein Hinweis darauf, daß zwei Gegensätze im Alltagsleben des Träumenden aufeinander treffen, der Träumende in der Folge etwas Entscheidendes verändern muß und dann seinen Weg konzentrierter fortsetzen kann. In der Regel stehen solche Prozesse, bei denen dem Träumenden bewußt sein muß, woher er kommt, in Verbindung mit der Karriere oder mit anderen entscheidenden Lebensveränderungen.

Psychologisch:

Der Kreuzweg signalisiert dem Träumenden einen Wendepunkt in seinem Leben. Er muß wichtige Entscheidungen bezüglich seines weiteren Lebens oder der Entwicklung seines Charakters treffen, er zweifelt oder zögert allerdings noch oder kann diese Entscheidungen nur schwer fällen. Er weiß nicht, wie er seinen Lebensweg erfolgreich fortsetzen kann; das Unbewußte zeigt damit oft die Lebensangst des Träumers auf, die in Wirklichkeit eine psychische Krankheit oder mangelnde Entschlußkraft sein kann. Manchmal aber wird im Traum der Weg vorgegeben, wobei man darauf achten sollte, in welche Richtung man geht. Ein Kreuz, welches vielleicht in ein Muster eingewebt sein kann, bietet dem Träumenden Wahlmöglichkeiten an, die es ihm gestatten, entscheidende Weichen in seinem Leben zu stellen. Es ist überaus wichtig, in einer solchen Situation verantwortliche Entscheidungen zu treffen, denn wie oft blickt man zurück und sagt sich: "Ach, hätte ich doch damals anders entschieden." Aber einen Weg zurück gibt es nicht.

Spirituell:

In der Mythologie aller Völker zeigt sich, daß die Wahl, welche der Mensch vermeintlich an einer Wegkreuzung treffen darf, nur scheinbar ist, denn immer entscheidet er sich für dem vom Schicksal bereits vorgezeichneten Weg.

Volkstümlich:

(arab. ) : - vor einem stehen: deine Unentschlossenheit wird dich in Verwicklungen stürzen. (europ.) : - sehen: für den Unverheirateten eine baldige Verlobung, die aber auch im Freundeskreis stattfinden kann; auch: man wird bald eine wichtige Entscheidung im Beruf oder in der Liebe treffen müssen; - sich auf einem Kreuzweg befinden und nicht wissen wohin: bedeutet, daß man durch Unentschlossenheit Verluste erleiden wird; man neigt dazu, sich von unwichtigen Dingen irritieren zu lassen; auch: eine frühere gute Gelegenheit nicht mehr für die Ziele nutzen können; - sich für eine Richtung entscheiden können: ein günstigeres Schicksal. (Siehe auch "Christus", "Himmelsrichtungen", "Reise")