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Trauminterpretation

Allgemein:

Von allgemeiner Festlichkeit zu träumen, ist sicherlich ein positives Symbol, kann aber auch bedeuten, daß man positivere Erwartungen hegen sollte. Es deutet meistens auf eine ausgeglichene, heitere Stimmungslage hin. Manchmal kommt darin auch der Wunsch nach mehr Geselligkeit zum Vorschein. Wer es im Traum feiert, möchte des Alltags Mühen und Plagen einmal für eine Weile vergessen, nicht nach rechts und nach links schauen, sondern ganz einfach einmal ausspannen vom eigenen Ich.

Psychologisch:

Das Wort "Fest" stammt von dem lateinischen Wort "festivus" ab, was soviel wie freudig und auch lustig bedeutet. Auch als Traumsymbol haben Feste und Veranstaltungen die Bedeutung von freudigen und sozialen Zusammenkünften mit anderen Menschen. Eine Ausnahme ist jedoch die Totenfeier. Träumen Sie also von Festen und Veranstaltungen, dann weist der Traum Sie häufig darauf hin, daß Sie sich anderen Menschen öffnen sollten. Die meisten Feste gehen entweder auf Initiationen, also Riten des Übergangs, zurück oder auf den Jahreslauf. Auch im Traum ist bei solchen Festen und Veranstaltungen eine Situation des Überganges oder/und der Hoch-Zeit des Lebens angesprochen. Der Träumende wird in der Nacht darauf hingewiesen, um sich mit vergangenen Änderungen erneut auseinanderzusetzen oder um sich auf kommende Ereignisse vorzubereiten. Möglicherweise sind diese ihm noch gar nicht bewußt.

Volkstümlich:

(arab. ) : - teilnehmen: eine kurze Freude erleben; auch: Ärger in privater Hinsicht ist zu erwarten. (europ.) : - Ausdruck der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit; Gleichgültigkeit gegenüber der Realität; eine ausschweifende Liebe beschleunigt den Alterungsprozeß; ungewollt wird man von anderen abhängig; - feiern: bedeutet Fröhlichkeit; - teilnehmen: Kummer, Sorgen, Traurigkeit; - dazu eingeladen werden: Verführung, der man ausweichen kann. (ind. ) : - teilnehmen: du wirst in Kummer und Sorge geraten. (Siehe auch "Ball", einzelne Festbezeichnungen)

Allgemein:

Stellt der Träumende in seinem Traum Fragen, dann weist dies auf ein gewisses Maß an Selbstzweifeln hin. Stellt eine andere Person dem Träumenden Fragen, zeigt dies, daß sich der Träumende im klaren darüber ist, daß er über wertvolles Wissen verfügt und es weitergeben soll. Kann eine Frage nicht beantwortet werden, muß der Träumende die Antwort vielleicht im Wachzustand suchen.

Psychologisch:

Fragen, die der Träumende sich im Wachzustand nicht beantworten kann werden mitunter im Traum beantwortet. Hierzu muß sich der Träumende seine Frage vor dem Einschlafen vergegenwärtigen.

Spirituell:

Spirituelles Fragen und Forschen führt nicht zuletzt zu größerem Wissen.

Volkstümlich:

(arab. ) : - (sich viel fragen hören): sei nicht neugierig. (europ.) : - die Verdienste einer Sache in Frage stellen: eine geliebte Person der Untreue verdächtigen; sich um die eigenen Spekulationen sorgen; - eine stellen: ernsthaft nach der Wahrheit suchen und dabei erfolgreich sein; - befragt werden: man wird ungerecht behandelt; Hindernisomen; - befragt werden und zufriedenstellend antworten können: alles wird in Ordnung sein.

Allgemein:

Gorilla wird im Sinne von Affe verstanden, wobei oft Angstzustände eine Rolle spielen. Obwohl er in Wirklichkeit ein friedlicher Pflanzenfresser ist, gilt er als Symbolgestalt für unberechenbare Empfindungen und Neigung zur Gewalt. Wer davon träumt, wird sich demnächst mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, besonders wenn im Traumgeschehen ein Kampf mit dem Gorilla (oder der Versuch, ihn zu überlisten) vorkam.

Psychologisch:

Der Gorilla ist im Gegensatz zu den anderen Affenarten ein eher ungünstiges Traumsymbol. Dies läßt sich damit erklären, daß er in natura weniger intelligent, dafür um einiges kräftiger und brutaler als andere Artgenossen ist, mit dem man im Wachleben Gegner bezwingen will oder mit dem man selbst von ihnen bezwungen werden soll. In Filmen wie "King-Kong" verkörpert er die brutale, männliche Gewalt, mit der eine Frau festgehalten wird. In Träumen tritt er in ähnlicher Bedeutung auf und ist mit dem Traumsymbol des Drachen oder des Ungeheuers zu vergleichen. Der Gorilla gilt als Schreckgespenst, das sich aber furchterregender gibt, als es in Wahrheit ist.

Volkstümlich:

(ind. ) : - sehen: Angst und Schrecken, der bald vorübergeht. (Siehe auch "Affe") Page 606 605

Allgemein:

Lachen (Gelächter) kann auf Sorgen und Probleme hinweisen; die damit verbundenen Spannungen lösen sich dann oft vorübergehend und er erlebt dies als Spannungsauflösung. Manchmal weist es darauf hin, daß man das Leben zu ernst nimmt. Wenn der Träumende in seinem Traum ausgelacht wird, zeigt dies, daß er fürchtet, lächerlich zu sein, oder daß er etwas Unpassendes getan hat und sich nun dafür schämt. Eine solche Zurückweisung ist eine schmerzhafte Erfahrung.

Psychologisch:

In der Regel gibt der Gegenstand der Belustigung Aufschluß über die Bedeutung des Traums für das Alltagsleben. Lacht der Träumende gemeinsam in einer Gruppe, verstärkt das gemeinsame Vergnügen das Gruppengefühl. Es ist gewissermaßen der befreiende Seufzer der Seele, daß man aus einer (verfahrenen?) Situation herausgefunden hat. Im Altertum verkehrte man Lachen in Weinen und Weinen in Lachen, was wir aus eigener Erfahrung nicht bestätigen können. Der Träumende wacht meistens während des Lachens auf; er lacht dann noch mit offenen Augen, weiß aber oft kaum mehr, warum.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene ist Lachen, vor allem über sich selbst, eine wichtige Errungenschaft des Träumenden.

Volkstümlich:

(arab. ) : - deutet auf Traurigkeit; - andere lachen sehen: man wird von diesen getäuscht und hintergangen werden; - jemand hören ohne sein Gesicht zu sehen: man soll sich vor großer Gefahr hüten. (europ.) : - falsches Lachen: gilt für Tränen; die Sorgen sind größer, als es scheint; - vergnüglich ausgelassenes Lachen: eines der besten Omen; - andere lachen sehen: man hat eine Demütigung zu erwarten; - andere lachen hören: man wird den Spott oder die Schadenfreude anderer zu spüren bekommen; - hört man das Hohngelächter anderer: es erwartet einem Krankheit und enttäuschende Ereignisse; - selbst: bedeutet Erfolg bei allen Vorhaben und die Gesellschaft fröhlicher Menschen; - selbst übertrieben lachen über einen seltsamen Gegenstand: verheißt Enttäuschung und fehlende Harmonie in der Umgebung; - über das Pech anderer zu lachen: man wird zur Erfüllung der eigenen egoistischen Wünsche vorsätzlich die Freunde verletzen; - fröhliches Kindergelächter: gleichbedeutend mit Freude und Gesundheit; - lacht ein früherer Bekannter: ein vergangenes peinliches Ereignis taucht wieder auf, weil man es noch nicht ganz überwunden hat. (ind. ) : - hören: Unannehmlichkeiten; - selbst lachen: du wirst Grund zur Heiterkeit haben.

Allgemein:

Die meisten Menschen setzen vor ihren Mitmenschen eine Maske auf, insbesondere dann, wenn sie ihnen zum ersten Mal begegnen. Der Traum von einer Maske macht den Träumenden auf die eigene Fassade oder auf die anderer Menschen aufmerksam. Ist der Träumende sich selbst gegenüber nicht ehrlich, manifestiert sich dies in seinem Traum vielleicht in der Form einer "negativen" oder angsterregenden Maske.

Psychologisch:

Wenn der Mensch sich schützen und verhindern will, daß andere Menschen wissen, was er denkt und fühlt, dann "maskiert" er sich. Eine Maske im Traum kann daher Verheimlichung darstellen. Andererseits ist man bei vielen Naturvölkern davon überzeugt, daß die Maske seinem Träger die Kraft des mit ihr dargestellten Tieres verleiht. Die Maske hatte im griechischen Dionysos-Kult die Bedeutung, daß hinter der Maske eine göttliche Kraft steckt. Der Karneval ist im Prinzip die Fortführung der Dionysosfeste, die Bedeutung der Maske als Verkleidung wurde beibehalten. Der Maskenträger konnte so unerkannt seine erotischen Wünsche oder auch Phantasievorstellungen ausleben. Man möchte sich im Kreis fröhlicher Page 936935

Allgemein:

Ein Traum, in dem sich der Träumende mitten in einer Menschenmasse befindet, könnte darauf hindeuten, daß er dazugehören möchte oder gegenwärtig nicht weiß, wohin er sich wenden soll. Dahinter kann jedoch auch der Versuch stehen, die eigenen Gefühle zu tarnen oder die eigene Meinung zu verstecken. Teil einer fröhlichen, mitreißenden Menschenmenge zu sein, verkörpert Zufriedenheit und Geborgenheit im Beruf, im gesellschaftlichen Umfeld oder in einer Liebesbeziehung. Empfindet man hingegen Platzangst oder fühlt sich von der Menge bedroht und überrollt, bedeutet das Unsicherheit und Angst vor anstehenden Problemen, die mit anderen Menschen zu tun haben.

Psychologisch:

Der Träumende muß sich seine Anonymität bewahren, sich eine Fassade zulegen oder Mitglied einer Gruppe gleichgesinnter Menschen werden. Wer sie im Traum sieht, dem versprachen altägyptische Traumforscher Reichtum und Wohlstand. Tatsächlich kennt das Traumbild kaum die Vielzahl von Menschen, da meist nur wenige im Traum eine Rolle spielen.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Menschenmasse im Traum den Volksglauben oder weitverbreitete religiöse Gefühle.

Volkstümlich:

(europ.) : - verheißt gewöhnlich Gutes, wenn schwarze oder düstere Kleidung nicht vorherrscht; - eine große, gutgekleidete bei einer Veranstaltung sehen: verheißt angenehme Umgebung mit Freunden, doch alles was das Vergnügen der Gäste stört, bedeutet Kummer und den Verlust von Freundschaften, wo Gewinn und günstige Verbindungen zu erwarten waren, herrscht Unglück; auch: eine zerstrittene Regierung und familiäre Spannungen stehen ebenfalls bevor; - eine in der Kirche: es erwartet einem ein Todesfall, oder es stellen sich Unstimmigkeiten ein; - auf der Straße: bedeutet außergewöhnlich lebhafter Handel; man ist generell vom Glück begünstigt; - versuchen, in der dieser gehört zu werden: man wird seine Interessen allen anderen gegenüber durchsetzen; (Siehe auch "Menschen")

Allgemein:

Wenn dem Träumenden in seinem Traum ein Pickel in seinem Gesicht besonders auffällt, zeigt dies, daß er sich Sorgen macht, wie er bei anderen Menschen "ankommt". Ein Pickel kann auch für einen Charakterfehler stehen, mit dem sich der Träumende in naher Zukunft auseinandersetzen muß.

Psychologisch:

Weil ein Pickel symbolisiert, daß der Körper Giftstoffe nicht ausscheiden kann, verweist er auf die Unfähigkeit des Träumenden, einen Fremdkörper oder Negatives auszuscheiden. Diese Tatsache ist dem Träumenden bisher nur zum Teil zu Bewußtsein gekommen.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein Pickel im Traum den Anstoß zu einem wichtigen Entwicklungsschritt. (Siehe auch "Abszeß", als Werkzeug "Axt")

Allgemein:

Wenn ein Traum von einem Spiegel handelt, zeigt dies, daß der Träumende um sein Selbstbild besorgt ist. Er macht sich Sorgen darüber, was andere über ihn denken könnten, und muß sich selbst daraufhin überprüfen, ob er nach außen hin ein authentisches Bild spiegelt. Sieht man sich selbst darin, sollte man sich genauer erforschen, um zur Selbsterkenntnis zu gelangen, während der blinde oder der gesprungene Spiegel vor einem falschen Selbstbildnis warnt. Möglicherweise steht hinter dem Traumsymbol auch eine Angst vor dem Älterwerden oder um die Gesundheit.

Psychologisch:

Im Märchen hat der Spiegel eine magische Bedeutung, ähnlich ist dies auch im Traum. Erscheint er in der Traumhandlung, ist er auf jeden Fall ein Achtungssignal, auf das genau eingegangen werden sollte. Wie der Spiegel in der Realität das Gesicht des Träumenden zeigt, ist er im Traum der Spiegel für die Seele. Er zeigt oft unbewußte Seiten des Träumenden, vor denen dieser auch eventuell erschrecken kann. Es kann aber auch notwendig sein, daß der Träumende diese Schattenseiten erkennt. Spiegelträume sollten deshalb immer eingehend beachtet und analysiert werden. Er kommt nicht allzu häufig im Traumbild vor, weil dieses selbst ja oft ein Spiegelbild des bewußten Lebens und Erlebens ist. Die Ägypter schrieben Träumen, in denen ein Spiegel vorkam, Tod oder Unheil zu, weil man im widerspiegelten Bild "außer sich" sei, die Seele also in das nicht faßbare Gegenüber geschlüpft sei. Moderne Traumdeuter lesen etwas anderes heraus: Der in den Spiegel schauende Träumer sieht sich seitenverkehrt und findet damit zu sich selbst zurück; aber er bringt wie bei der Fotografie Retuschen an, die notwendig sind, um sein inneres und äußeres Erscheinungsbild für die Umwelt zum Besseres zu korrigieren. Wenn der Träumende in seinem Traum in den Spiegel schaut, kann dies auch bedeuten, daß er versucht, zu erkennen, was sich hinter seinem Rücken abspielt, ohne das anwesende Personen dies bemerken. Vielleicht macht sich der Träumende auch Sorgen wegen seines Verhaltens in der Vergangenheit und muß darüber nachdenken, was er gesagt oder getan hat. Ist das Spiegelbild verzerrt, fällt es ihm schwer, sich selbst zu begreifen. Spricht es mit ihm, sollte der Träumende genau auf sein inneres Selbst hören, welches sich auf diesem Wege an ihn wendet.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene verweist der Spiegel im Traum auf jene Selbsterkenntnis, deren Grundlage Weisheit ist.

Volkstümlich:

(arab. ) : - sehen: deutet auf zerbrechliche Dinge, die man vor Beschädigung zu bewahren hat; - sich darin ansehen: deutet bei einem gesunden Menschen auf frohe Hoffnung; bei Kranken auf Tod; - zerbrechen: du mußt viele Hoffnungen begraben; - mit goldenem Rahmen: Wohlstand. (perser) : - Findet jemand einen Spiegel und betrachtet sich darin, wird sein Bruder wegen der Ähnlichkeit des Spiegelbildes genauso schön und trefflich sein wie der Spiegel. - Ist der Spiegel voller Grünspan, wird der Bruder des Träumenden Schande auf sich laden oder, hat letzterer keinen, sein bester Freund. - Dünkt es ihn, er reinige den Spiegel, wird er sie zurechtweisen und Bruder oder Freund von dem Makel befreien. - Zerbricht der Spiegel, wird er gestohlen oder geht er verloren, wird er Bruder oder Freund durch den Tod verlieren. - Findet er einen anderen Spiegel, werden die Betreffenden am Leben bleiben oder er wird andere Freunde oder Genossen finden. (europ.) : - gilt als Symbol der Selbsterkenntnis, wodurch Ermahnungen versinnbildlicht werden; der Versuch, mit sich selbst ins reine zu kommen, scheitert oder führt zu Erkenntnissen; eine Warnung, daß nicht alles in Ordnung ist; Vorsicht in geschäftlichen Transaktionen; auf Mitarbeiter ist kein Verlaß, Veränderungen sind anzuraten; der Liebespartner ist nicht wirklich treu; - sehen: mahnt zur Selbsterkenntnis; - einen großen sehen: Zeichen für baldigen Ruhm oder Erfolg; - für Gesunde: Freude und Ehre; - für Kranke: ein Rückfall; - reinigen: du sollst anderen helfen und beistehen; - einen blinden sehen: man hält sich für einen Engel; - jemand einen zerbrechen sehen: ein untreuer Freund wird versuchen dich zu schädigen; - zerbrochener Spiegel: verheißt einem den plötzlichen oder gewaltsamen Tod eines nahestehenden Menschen; mancher Ärger wird einem bald zu schaffen machen; - einen zerbrechen: in einer Sache wird man eines Besseren belehrt; - anfertigen sehen: bedeutet Verrat; Page 1306 1305 - sich selbst in einem sehen: ein Fehler an sich erkennen oder auf einen solchen hingewiesen werden; die Mitmenschen haben einen ganz anderen Eindruck von einem, als man von sich selbst; auch: es kommen Enttäuschung und Krankheit auf einem zu; - das eigene Bild im Spiegel: verkündet Untreue und Vernachlässigung in der Ehe sowie erfolglose Spekulationen; - sich und ein anderes Gesicht im Spiegel sehen: man wird ein Doppelleben führen und seine Freunde betrügen; - andere in einem Spiegel betrachten: man wird rücksichtslos behandelt; - Tiere in einem Spiegel sehen: bedeutet Enttäuschung und Vermögensverlust; - Sieht eine Frau ihren Ehemann im Spiegel, ist das eine Warnung, daß sie Grund zur Sorge um ihr Glück und ihre Ehre haben wird. - Erblickt sie ihren Liebhaber sorgenvoll in einem Spiegel, stehen Tod oder eine aufgelöste Verlobung ins Haus. Scheint er glücklich, kommt es zu einer vorübergehenden Entfremdung. - Erblickt eine Frau andere Männer als ihren Mann oder Partner im Spiegel, wird man ihre unüberlegte und indiskrete Affäre, die für sie beschämend ist und ihren Verwandten Kummer bereitet, entdecken. - Sieht ein Mann fremde Frauen im Spiegel, dann wird er seine Gesundheit und seine Geschäfte durch unkluge Beziehungen ruinieren; - Zerbricht eine junge Frau einen Spiegel, werden ihr unselige Freundschaften und eine unglückliche Ehe vorausgesagt. (ind. ) : - sich darin sehen: du wirst deine Geschäfte vergrößern. (Siehe auch "Barbierspiegel", "Bild", "Ebenbild", "Fotografieren")

Allgemein:

Ein Tisch ist ein Möbelstück mit sozialen oder beruflichen Funktionen und symbolisiert im Traum Entscheidungsfähigkeit. Er ist ein Ort der Familienzusammenkünfte, und für den Träumenden sind die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten vielleicht ein wichtiges Ritual. Auch der Konferenztisch in der Arbeitswelt hat ein rituelles Element. Eß-Tisch kann den Wunsch nach fröhlicher Gesellschaft symbolisieren. Allgemein steht er für das äußere Leben, zum Beispiel die Arbeit. Ist er schön gedeckt, spricht das für Glück und Erfolge, andernfalls für Mißerfolge und Kummer.

Psychologisch:

Eine gedeckte Tafel bedeutete schon für die alten Ägypter, daß sich Gäste einstellen werden, die man gut bewirten sollte, denn wäre der Tisch leer, würden sie sich langweilen. Nach heutiger Deutung ist das uns aufgetischte Lebensenergie, die uns Seelisches wie Geistiges verarbeiten läßt. Wer im Traum einen Tisch abräumt, hält wohl nicht viel von dem ganzen "Seelenkram", ist im Wachleben ein Realist, der "reinen Tisch" machen möchte. Durchaus ernst zu nehmen ist auch die mittelalterliche Auslegung, daß der einen guten Hausstand führe, der im Traum eine reine weiße Tischdecke auflegt, ein schmutziges Tuch hingegen beweise das Gegenteil.

Spirituell:

Auf dieser Ebene kann ein Tisch im Traum für ein spirituelles Gericht stehen und spirituelle Gesetze symbolisieren.

Volkstümlich:

(arab. ) : - daran sitzen: glückliche Lebensumstände; frohe Gesellschaft; - decken: du wirst zu Wohlstand gelangen; - abdecken: dir entgeht ein Gewinn; - gedeckten sehen: du wirst Gäste bekommen; Wohlstand; - leeren: Mangel; Einsamkeit. - Schreibtisch: man möchte im Leben noch viel erreichen; - Konferenztisch: deutet auf Schwierigkeiten im Berufsleben. (europ.) : - Lebenssymbol; man sitzt vor seinem Leben und sieht, was darauf steht; - kündet eine Geselligkeit an; man wird sich bei schön gedecktem Tisch gut dabei amüsieren, bei ungedecktem Tisch dabei langweilen; - decken oder decken sehen: an einer großen Festlichkeit teilnehmen; auch: verheißt glückliche Verbindungen und positive Umstände; - einen vollen sehen: jetzt kann man häusliches Glück und zukünftigen Wohlstand genießen; - von einem ohne Tischtuch essen: frei und unabhängig entscheiden; Geld oder das Verhalten anderer hat für einem keine Bedeutung; - abräumen: Freude wird bald Sorgen und Gleichgültigkeit weichen; - einen leeren sehen: bedeutet Armut oder Streit; man sollte sich in Zukunft vermehrt für Haus und Familie sorgen; - bei guter Unterhaltung an einem sitzen: Freude; - andere an einem sitzen sehen: sehr günstiges Omen; - ein sich selbst bewegender Tisch: man wird von Unzufriedenheit heimgesucht und will etwas ändern; - ein schmutziges Tischtuch: symbolisiert Ungehorsamkeit von Dienern oder Kindern; Freude wird Streit Platz machen; - ein zerbrochener Tisch: ist ein Zeichen für schwindendes Glück; - jemand auf dem Tisch sitzt oder steht, heißt dies, daß er seine Wünsche mit unlauteren Mitteln umsetzen will; - jemand auf den Tisch klopfen hören: man wird seine Einstellung gegenüber Freunden ändern und sich in Gefahr bringen; man wird auch den Respekt von Freunden und Verwandten verlieren. (ind. ) : - decken: Lustbarkeit. (Siehe auch "Altar", "Möbel", "Tischtuch")