Trauminterpretation
Allgemein:
Von einem Abgrund zu träumen, deutet darauf hin, daß der Träumende in sich selbst das sogenannte "Faß ohne Boden" oder die Leere erkennt. Dies ist ein Aspekt des Unbekannten, dem sich jeder Mensch irgendwann im Leben stellen muß. Hinter dem Bild verbirgt sich ein riskantes Unterfangen, welches der Träumende anzugehen hat, ohne zu wissen, was dabei herauskommen wird. Abgrund kann man unterschiedlich interpretieren, abhängig von den Begleitumständen. Folgende Symbole kommen recht oft mit ähnlicher Bedeutung vor: - In einen Abgrund schauen kann bedeuten, daß man ins eigene Unbewußte blickt und dabei Dinge wahrnimmt, die man lieber nicht erkannt hätte; vielleicht kündigt der Blick in den Abgrund auch bevorstehende Gefahren an, die sich aus dem eigenen Verhalten, Handeln und Wollen ergeben können. Man darf aber kommenden Gefahren tapfer entgegensehen, weil man sie rechtzeitig erkennt, daß man ihnen ausweichen kann und sie meistern wird. Page 117 116 - Ganz nahe an einem Abgrund stehen warnt häufig vor einem "Absturz" in Kummer, Sorgen und Not, wenn man zum Beispiel die bisherigen Absichten beibehält. - Gleitet man in den Abgrund, ist das als noch massivere Warnung zu verstehen, zeigt vielleicht auch an, daß man den Schwierigkeiten nicht mehr entgehen wird. - Stürzt man in einen Abgrund hinab, kann das eine bevorstehende persönliche Katastrophe ankündigen, die nicht mehr aufzuhalten ist. Je nach den persönlichen Lebensumständen bedeutet der Sturz auch, daß man in ein unerwartetes Glück fallen wird, insbesondere bei weicher Landung auf dem Grund. Oft steht aber auch seelischer Kummer ins Haus, manchmal setzt der Traum dann auch eine momentane Lage aus dem realen Leben ins Bild um (etwa den Sturz aus dem Bett, dem ein sofortiges erwachen folgt). - Günstig zu deuten ist es, wenn man Steine in den Abgrund wirft oder Felsbrocken hinabrollt; das symbolisiert die Befreiung von Sorgen und Nöten, die wie ein Fels auf der Seele lasteten. - Wirft man einen Menschen in den Abgrund, wird man sich voraussichtlich bald aus einer zwischenmenschlichen Beziehung lösen, die nur noch eine Belastung darstellte. - Sich davon abwenden: vor Tatsachen die Augen verschließen. - In den Abgrund hinuntersteigen: Man sollte den Grund für eine scheinbar ausweglose Lage finden, damit man sie leichter überwinden, also wieder nach oben kommen kann. - Eine Brücke (siehe dort) über den Abgrund finden: Man kann Schwierigkeiten überbrücken, die sich im Wachleben vor einem auftun.
Psychologisch:
Ein Abgrund steht im Traum als Warn- oder Gefahrensignal. Durch ihn werden kritische Situationen oder Lebensschwierigkeiten symbolisiert. Allerdings muß man den Zusammenhang betrachten: Führt der Weg nur bis an den Abgrund und endet dann, bedeutet dies eine Warnung für den Träumenden; er soll umkehren. Es kann aber auch sein, daß ein steiniger, steiler oder beschwerlich aussehender Weg durch den Abgrund führt. Dies ist dann ein Hinweis dafür, daß man sich seiner Situation bewußt werden und den Weg in seine eigenen Tiefen beschreiten soll. Der Traum weist auf eine Angst vor Kontroll- oder Identitätsverlust oder vor dem Scheitern in irgendeiner Hinsicht. Positiver ausgedrückt: Es ist möglich, die eigenen Grenzen oder gegenwärtigen Erfahrungen zu überschreiten. Hält man sich im Traum an einem Geländer fest und sah - angsterfüllt - in einen Abgrund (auch reißenden Strom, Sturzbach, Wasserfall usw.), so lebt man gerade in einer kritischen Situation, in der man sich gerade noch halten kann. War der Boden unter den Füßen glitschig oder hatte die Brücke Risse, ist das Problem noch nicht gelöst, die Belastung noch nicht durchgestanden. Eine Aufforderung, im eigenen Umfeld genauer hinzusehen, wer (oder was) einem zu Fall bringen könnte. Steht man aber auf festem, trockenem Boden, hat man eine Krise gerade bewältigt, hatte aber noch nicht die nötige Ruhe, um den angefallenen Streß aufzuarbeiten. Hier ist Entspannung angesagt! Der Abgrund deutet auch darauf hin, daß sich der Träumende mit Gegensatzpaaren wie richtig und falsch oder gut und böse abfindet.
Spirituell:
Die Unterwelt und niedrige Dinge erscheinen in Träumen als Abgrund.
Volkstümlich:
(arab. ) : - allgemein: Unglück und Trübsal; - davor stehen: suche nicht mutwillig Gefahren auf; - einen von ferne sehen: eine Gefahr wird an dir vorübergehen; - tiefer und sumpfiger: Unglück bleibt dir nicht erspart. (europ.) : - sehen: das Unbewußte sieht eine Gefahr, die für den gegeben ist, der gesehen wird; Aura des Unglücks; - in einen Abgrund sehen: Krankheit, drohendes Unheil, Unfall, auch das Scheitern großer Pläne; - hineinstarren: es droht eine Eigentumsbeschlagnahmung, Streitigkeiten und Vorwürfe persönlicher Natur, so daß man nicht in der Lage ist, mit Alltagsproblemen umzugehen; - langsam in denselben hineingleiten: mit Trübsal und Kümmernissen ist zu rechnen; - in ihn hineinstürzen: eine große Erbschaft; unverhoffte frohe Botschaft; - andere in ihm sehen: die Lage eines anderen ist voraussichtlich katastrophal. (ind. ) : - sich davor fürchten: sei auf deine Gesundheit bedacht; - hineinfallen: Erfolg ist dir sicher; - jemanden hineinwerfen: von großer Last wirst du bald befreit; - fällt dein Freund hinein: bald wirst du von ihm Gutes hören; - einen Stein hineinwerfen: bald wirst du von einer schweren Sorge befreit sein; - jemanden daraus retten: das Schicksal wird dir helfen. Wer in einen Abgrund fällt, sagten die alten Ägypter, muß mit geschäftlichen Verlusten rechnen. (Siehe auch "Abstürzen")
Allgemein:
Auf dem Dachboden verwahrt man meist Dinge auf, die alt sind oder die man wenig beziehungsweise gar nicht braucht. Im Traum bezieht sich der Dachboden auf Erinnerungen und alte (weit zurückliegende) Gefühle. Sie warten nur darauf aktiviert zu werden. Vielleicht sollte sich der Träumende mit seiner Vergangenheit beschäftigen, es kann dort sehr viel Nützliches zu finden sein.
Psychologisch:
Er ist ganz oben über der ausgebauten Welt; er ist unser Ober- Stübchen, in dem das Gebälk unserer Gedankenstruktur sichtbar wird. Auf dem Dachboden sollte Ordnung sein wie in unserem Kopf. Hier darf es nicht "spinnen", darf sich nicht Gerümpel anhäufen. Träume vom Dachboden sind stets etwas verdächtig. Sie haben viel mit Jugenderinnerungen zu tun, Erinnerungen der Neugier, des verbotenen Durchstöberns und früher erotischer Erlebnisse. Der dämmerige oberste Raum ist für manches Kind, gleich dem untersten dunklen Raum, ein Angstort. In diesen projiziert es die Ahnung finsterer Lebensgewalten. In den Träumen vom Dachboden stößt man oft auf komische, altertümliche und auf unerlaubte Inhalte, auf Phantasien und mancherlei Querulieren. Außerordentlich gefährlich ist es, wenn "Feuer im Dache", unter dem Dache des Hauses ausbricht. Dann bricht ein Brand im Kopf aus, meist zu spät bemerkt. Solche Brandträume können beginnende geistige Störungen ankünden.
Volkstümlich:
(europ.) : - für einen Ledigen: Verlobung; - für einen Verheirateten: vermeiden Sie Flirts; - für Mittellose: verheißt günstigere Umstände; - auf einen klettern: man neigt dazu, Theorien nachzulaufen und den harten Alltag anderen zu überlassen, die damit nicht so gut zurechtkommen.
Allgemein:
Der Engel im Traum deutet darauf hin, daß der Träumende eine Elternfigur sucht, die bedingungslose Liebe und Unterstützung gewährt, oder daß der Träumende selbst diese Eigenschaften entwickeln muß. Möglicherweise finden religiöse Bilder Eingang in das Leben des Träumenden. Engel verkörpert im allgemeinen Botschaften aus dem Unbewußten, die man beachten und in die Lebensgestaltung einbeziehen sollte. Folgende Bedeutungen sind oft damit verbunden: - Engel sehen kündigt an, daß man durch bessere Einsicht bald eine Lösung anstehender Probleme finden wird. - Engel sprechen hören wird in alten Traumbüchern als Hinweis auf Krankheit und Tod einer nahestehenden Person gedeutet. - Sieht man sich selbst als Engel, kann das Glück und Ansehen verheißen. - Zwei Engel, von denen der eine "dunkel", der andere aber strahlend schön erscheint, fordert meist dazu auf, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden. - Von mehreren Engeln umgeben sein deutet oft innere Harmonie und Einklang mit der Umwelt an.
Psychologisch:
Der Engel kommt in der christlichen, jüdischen und mohammedanischen Religion als Gottesbote vor. Er ist ein Symbol für den Schutzgeist, für den Seelenführer. Die Beziehung zur Mutter oder Mutterfigur muß als separate Einheit betrachtet werden. Der Engel im Traum ist die Personifizierung dieser Beziehung. Er will uns seelisch den richtigen Weg weisen, der manchmal auch ein Ausweg aus persönlichen Schwierigkeiten sein kann. Der Engel deutet an, daß wir allein nicht mehr weiterkommen. Wer sich selbst als Engel sieht, sollte seine Einstellung im Wachleben überdenken und prüfen, ob er sich wirklich "engelhaft" benimmt. Vielleicht muß man sich auch von etwas Liebgewordenen trennen oder wird weggeholt in einen anderen Umkreis. Der Wunsch nach Harmonie, eine starke Betonung des Seelischen macht sich, vielleicht noch nicht im Alltag, aber auf jeden Fall unbewußt im Traum bemerkbar.
Spirituell:
Auf dieser Ebene signalisieren Engel im Traum die spirituelle Öffnung des Träumenden. Darüber hinaus stehen Engel für himmlische Kräfte und Erleuchtung und Offenbarung.
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: deutet auf Glück und Hoffnung; - fliegend: Herzensruhe, glückliches Alter; Freude; - singen hören: enge Freunde planen einen Verrat oder ein nahestehender Mensch wird nach langer Krankheit sterben; - einen Engel sprechen: Erfüllung vieler Wünsche; - werden: hohe Ehren; für Kranke bedeutet es oftmals den Tod; Vorsicht ist in allen Lebenslagen geboten. (europ.) : - das Sinnbild eines guten Wesens, hat auch immer eine gute Bedeutung; aus momentanen Schwierigkeiten wird ein Ausweg gesucht; auch: für schlechte Menschen eine Mahnung, zu bereuen; kann als Bote einem zu neuen Einsichten und Erkenntnissen verhelfen; - sehen: steht für viel Glück, die Erfüllung aller frommen Wünsche, sowie Charakterstärke und Hilfe von Oben oder einen Ausweg; - selbst sein: bedeutet große Ehrung, gilt aber auch als eine Todesahnung; - sich selbst als einen sehen: man wird Liebe und Freundschaft gewinnen; - von solchen umgeben sein: man wird die große innere Ruhe und Zufriedenheit finden. (ind. ) : - Schaut jemand einen von den Engeln Gottes, die in den heiligen Büchern genannt und aufgezeichnet sind, wird er eine Freudenbotschaft empfangen. - Herrscht Krieg im Land, wird es einen schnellen und überwältigenden Sieg über die Feinde geben, Leid wird sich in Freude, Krankheit in Gesundheit wandeln, und Armut wird dem Reichtum weichen. - Eine Frau, die guter Hoffnung ist, wird einem Knaben das Leben schenken. - Hat der Kaiser dieses Gesicht und dünkt es ihn, er spreche mit dem Engel, wird alles, was er von ihm vernommen hat, unveränderlich in Erfüllung gehen, Gutes oder Böses. Schaut er nur den Engel, ohne mit ihm zu sprechen, bedeutet es Sieg über seine Feinde, Wachstum seines Volkes und Sättigung der Armen. - Schaut einer, der um Gottes Namens willen leiden soll, einen Engel, so wisse er, daß er gerettet ist. - Erblickt jemand einen von den Engeln, die namenlos und nicht in der Heiligen Schrift aufgezeichnet sind, den wird Freude und Wonne erfüllen, doch in bescheidenerem Maß. - Träumt einer von einem unbekannten, schönen und stattlichen Eunuchen, ist dieser einem Engel gleichzusetzen wegen seiner Makellosigkeit, Engelgleichheit und Unberührtheit von fleischlicher Begierde, und deshalb wird er für den Träumer die gleiche Bedeutung wie ein Engel haben. Auch wird alles, was dieser ihm verkündet, bald in Erfüllung gehen. Auch ein bekannter, vornehmer Eunuch von Rang und Würde bedeutet dasselbe, was oben von den Engeln gesagt ist. - sprechen hören: eine dir bekannte Person wird sterben müssen; - sein: große Ehre wird dir zuteil. (Siehe auch "Religiöse Bilder", "Vögel") Page 410 409
Allgemein:
Frau gehört zu den vieldeutigsten und wichtigsten Traumsymbolen. Allgemein kann sie als Verkörperung der Gefühlsschicht einer Persönlichkeit verstanden werden, woraus sich je nach den Begleitumständen zahlreiche Deutungen ableiten lassen. Oft ergibt sich das erst aus dem Zusammenhang mit anderen Symbolen, die im Traum gemeinsam mit der Frau auftauchen. Die folgenden Bedeutungen kommen recht häufig vor: - Frau sehen deutet oft auf noch nicht voll bewußte, teils sexuelle Bedürfnisse und Erwartungen hin. - Schöne Frau kündigt Erfolge an, vor allem in Gefühlsbeziehungen, insbesondere wenn sie lange Haare trägt. - Alte Frau kann die eigene Mutter oder überpersonal eine weise Ratgeberin verkörpern; dieses Symbol taucht oft bei unreifen Menschen auf, die sich übermäßig nach Schutz und Geborgenheit sehnen und keine Eigenverantwortung übernehmen wollen. - Schwangere oder gebärende Frau wird als Glückssymbol gedeutet, das Wohlstand und Erfolg verheißt; manchmal kann dahinter auch ein unterdrückter Wunsch nach Ehe und Familie mit Kindern stehen. - Nackte Frau hat meist nichts mit Sexualität zu tun, sondern warnt vor vergeblicher, erfolgloser Mühe. - Frau umarmen soll vor Streitigkeiten warnen; küßt man sie dabei, verspricht das aber Erfolge. - Betende, vor allem ältere Frau verkündigt oft, daß Pläne und Hoffnungen sich erfüllen werden, weil man Hilfe dabei erhält. - Geschminkte Frau warnt vor der Schmeichelei anderer, der man keinen Glauben schenken darf. - Rot- oder schwarzhaarige Frau soll oft auf bevorstehende Schwierigkeiten, braunhaarige manchmal auf eine noch unerkannte Krankheit hinweisen. - Mit einer Frau spazieren gehen kann ebenfalls auf Ärger und andere Probleme des Alltags hinweisen. - Mehrere Frauen beisammen können vor Klatsch und übler Nachrede warnen. Das ist aber nur ein Teil der möglichen Deutungen des Symbols der Frau; oft erschließt sich der individuelle Sinn nur mit Hilfe freier Assoziationen und unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände.
Psychologisch:
In Männerträumen weisen sie nach Freud meist auf sexuelle Wünsche hin, die wegen moralischer Bedenken im bewußten Leben nur im Traum erfüllt werden können. Träumt ein Mann von einer unbekannten, vielleicht sogar "gesichtslosen" Frau, handelt es sich nach C.G. Jung um die femininen Anteile seiner eigenen Persönlichkeit, die Anima, die unbewußte weibliche Seite der Psyche eines Träumers, die über seine Gefühle, seine Stimmungen, aber auch über seine Liebesfähigkeit etwas aussagt. Handlungen solcher Frauen weisen auf unbewußte Eigenschaften hin. In Frauenträume sind sie beliebige weibliche Personen und können fast nur aus dem Zusammenhang heraus gedeutet werden. Träumt eine Frau von einer Unbekannten (und beschäftigt sie sich mit deren Eigenschaften), bedeutet dies die Auseinandersetzung mit dem Selbstbild, der eigenen Weiblichkeit. Der Traum kann auch als Aufforderung zu verstehen sein, sich mehr um die eigenen Anlagen, Talente und Bedürfnisse zu kümmern und sie bewußter auszuleben. Seit alters her gilt die schöne Frau als Glücksbotin, und ihre Küsse sollen sogar Geldzuwachs versprechen. Man sollte besonders auf die Haarfarbe solcher Frauen achten und darauf, was sie tun, wie sie sich bewegen und in welcher Umgebung sie sind. Dann erst kann man sich an die Interpretation wagen. Von den Ägyptern wurde das Traumbild der schönen Frau sinnigerweise als Warnung vor zu großen Ausgaben aufgefaßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : - Träumt einer, er lasse sich mit einer alten Frau ein, wird er von einem Mächtigen, der schon bei Jahren ist, Macht erlangen; hat er sie aber nur um den Beischlaf gebeten oder ihr solches zu verstehen gegeben, sein Begehren aber nicht befriedigt, wird er sich in einer unmöglichen Sache abmühen, aber nichts ausrichten. - Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er bekomme viele junge Mädchen für seinen Palast, wird er fremden Reichtum gewinnen und so viele Jahre in Freude leben, wie die Zahl der Mädchen beträgt; sind es deren gar viele, bedeutet es Monate. Schaut dies ein gemeiner Mann was ungewöhnlich ist, wird er viel Geld, aber auch Sorgen haben. - Sieht der Kaiser oder ein Fürst eine elegant gekleidete Frau in seinem Palast, seine eigene oder eine fremde, und dünkt es ihn, er scherze und verkehre mit ihr, wird er ein Jahr erleben, das in allem nach seinem Wunsch verläuft. Greift er nach ihren Brüsten und preßt Milch heraus, wird er sich in jenem Jahr eine große Freude verschaffen, aber auch die Frau wird die Gesellschaft des Geliebten genießen; ein gemeiner Mann wird in seinem Gewerbe ein gutes Jahreseinkommen erwirtschaften, ein Sklave bald die Freiheit erlangen, ein Armer zu Vermögen kommen. Page 512
Volkstümlich:
(europ.) : - man besitzt die Fähigkeit, weit voraus zu blicken, was bei der Verwirklichung der Wünsche helfen wird.
Allgemein:
Ein Traum von Selbstmord macht den Träumenden auf das gewaltsame Ende vielleicht eines Projektes oder einer Beziehung aufmerksam. Der Akt ist auch ein Zeichen von Wut auf das Selbst. Er kann zudem das Ende eines Geschäftes oder einer Geschäftsbeziehung ankündigen.
Psychologisch:
Keine Angst vor dem Selbstmord im Traum! Mit diesem Bild will uns das Unbewußte vielleicht nur mahnen, mit unseren Kräften keinen Raubbau zu treiben, unsere Lebensweise zu ändern. Emotional betrachtet, ist der Selbstmord im Traum vielleicht auch ein Hinweis darauf, daß der Träumende möglicherweise nicht mehr dazu in der Lage ist, mit einer bestimmten Situation in seinem Leben zurechtzukommen. Das bedeutet aber nicht, daß der Träumende tatsächlich selbstmordgefährdet ist. Selbstmord im Traum kündigt lediglich das absichtlich herbeigeführte Ende einer Lebensphase an.
Spirituell:
Auf dem spirituellen Weg muß oft das alte Selbst losgelassen werden. Im Traum kommt dies als Selbstmord zum Ausdruck. Page 1279 1278
Volkstümlich:
(europ.) : - zeigt an, daß man mit seinem jetzigen Leben brechen und ein klügeres, geregelteres beginnen soll; auch: Zeichen für ein überanstrengtes Gemüt und eine Warnung vor einem Wechsel der Umgebung; - selbst begehen: man leidet stark unter einem Mißerfolg; - andere zu sehen oder zu hören, die diese Tat begehen: Fremde werden Einfluß auf einem ausüben; - Glaubt eine junge Frau, ihr Liebster begehe Selbstmord, so wird Ihre Enttäuschung über seine Untreue sich noch verstärken. (ind. ) : - begehen: selbstverschuldetes Unglück. (Siehe auch "Tod")






