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Trauminterpretation

Allgemein:

Wie das Haus oder der Baum ist das Dorf ein Spiegelbild der Persönlichkeit des Träumenden. Ein Dorf in einem Traum verweist auf eine enge Gemeinschaft. Es versinnbildlicht die Begabung des Träumenden, stärkende Beziehungen und Gemeinschaftsgeist zu entwickeln. Für einen Stadtmenschen der Wunsch, zu einer naturgemäßen, einfachen Lebensweise zurückzukehren, aber auch die Umschreibung der Enge, die uns vielleicht gefühlsmäßig belastet, dabei zugleich aber vor Illusionen warnt. So stellt z.B. die Dorfkirche seine geistige Verfassung und Charakterbildung, der Dorfplatz seine Beziehung zur Umwelt oder der Dorffriedhof Einsamkeit, Verlust, Abschied oder Lebensunsicherheit dar. "In einem Dorf wohnen" übersetzten ägyptische Traumdeuter mit dem friedlichen Dasein, das man im Kreis guter Freunde oder in der Familie in Zukunft zu führen gedenkt. Aus den Begleitumständen sind vor allem nach folgende Deutungen möglich: - Schönes Dorf soll finanzielle Erfolge verheißen, ein ärmliches kündigt dagegen Verluste an. - Im Dorf wohnen kann auf eine friedliche Zukunft hinweisen. - Vom Dorf in die Stadt gehen weist auf Langeweile und das Bedürfnis nach Abwechslung hin.

Psychologisch:

In einem Dorf geht es jedoch nicht nur idyllisch zu. Zum Beispiel weiß jeder über alle anderen genau Bescheid, was durchaus problematisch sein kann. Eventuell bringt dieses Symbol dem Träumenden die Einengung zum Ausdruck, die er in einer wichtigen Beziehung verspürt. Da das Leben in einem Dorf langsamer verläuft als in der Großstadt, könnte es als Trauminhalt auch für Entspannung stehen.

Spirituell:

Oft standen Kirche und Wirtshaus, zwei ganz verschiedene Orte also, im Mittelpunkt des Dorflebens. Spirituell gesehen, muß sich der Träumende immer wieder darum bemühen, zwei Aspekte seines Lebens miteinander in Einklang zu bringen.

Volkstümlich:

(arab. ) : - ansehen: ungünstige Zukunft; - darin wohnen: friedliches Leben; - brennen sehen: du kommst in gute Vermögensumstände; - armes, sehen: dein Vermögen geht zurück; - Wohlhabendes sehen: gute Vorbedeutung. (europ.) : - Wunsch nach Rückkehr zur Natur; - ein besonders schönes, sauberes sehen: bringt gutes Einkommen; glücklich sein und bald auf dem Land wohnen; - ein ärmliches und schmutziges sehen: rückgängige Vermögensverhältnisse; - heruntergekommen oder unklar im Traum sehen: es erwarten Sie Ärger und Kummer; - eins ansehen: schlichte Zukunft; - mehrere sehen: Ungunst; - in ein fremdes fahren: es wird sich bald eine Abwechslung im Leben ergeben; - sich in einem befinden: sich guter Gesundheit erfreuen und gut versorgt sein; - in einem wohnen: bedeutet allerlei Gutes; - von einem in die Stadt fahren: bringt eine Abwechslung im Leben; - Dorfschenke besuchen: man wird Glück finden; - eines durchwandern: man wird Freude erleben; - das Heimatdorf besuchen: angenehme Überraschungen sowie erfreuliche Neuigkeiten, die abwesende Freunde betreffen, stehen bevor. (ind. ) : - du mußt mithelfen, allein kommt das Glück nicht in dein Haus; - darin wohnen: durch einen Freund wird sich dein weiteres Leben besser gestalten; - brennen sehen: du kannst mit Vermögenszuwachs rechnen; - anzünden: dein Freund verlangt dich zu sprechen, gehe hin und höre ihn an.

Allgemein:

Das Gewehr ist ein unbedingt männliches Instrument. Der Träumer will mit Kraft, Stärke und Macht imponieren. Gewehr kann als Phallussymbol aggressive sexuelle Bedürfnisse versinnbildlichen, die man mehr unter Kontrolle halten muß. Oft deutet es auch auf eine zur Aggressivität neigende, tatsächliche aber schwache, unter Hemmungen und Minderwertigkeitsgefühle leidende Persönlichkeit hin, die sich um Weiterentwicklung und Reifung bemühen muß.

Psychologisch:

Gewehre, Maschinenpistolen und andere Schußwaffen stehen im Traum als Symbole für Neigung zu starker Aggression. Manche Psychoanalytiker halten das Gewehr für ein reines Sexsymbol. Wenn ein Mann es trägt oder schußbereit macht, hat er ihrer Meinung nach eindeutige Absichten, die er aus Schüchternheit oder einem anderen Grund nicht erfüllen kann. Allerdings ist auch noch eine andere Deutung möglich. In den TV-Western ist der Held meist allmächtig, hat immer den letzten Schuß und verfehlt natürlich nie sein Ziel. Im Traum weisen diese Bilder auf Allmachtsgefühle des Träumenden hin. Des Weiteren können wir mit ihm über unser Ziel hinausschießen; übersetzt: Wir sollen kühl auf unsere Gelegenheit warten, um im richtigen Augenblick das Richtige zu tun. Wer im Traum mehr oder weniger treffsicher auf eine Person schießt, will im Wachleben vielleicht einen Nebenbuhler oder einen Konkurrenten treffen. Träumt man sich in der Opferrolle und ist ein Gewehr auf einem gerichtet, fühlt man sich bedroht und "in die Enge getrieben" - sehr häufig spiegelt sich in einem solchen Alptraum eine emotionale Zwangslage wider: Man fühlt sich genötigt, zu einer Beziehung, einer persönlichen Entscheidung usw. ja zu sagen - "mit dem Gewehrlauf an der Brust", also nicht gerade freiwillig.

Volkstümlich:

(arab. ) : - sehen: tue recht und scheue niemanden; - tragen: halte dich von Gewalttaten fern, sie würden dich ins Verderben stürzen; - damit auf die Jagd gehen: Untreue in der Liebe erfahren; - losschießen: in Verlegenheit geraten; kann auch bedeuten, daß du krank wirst. (europ.) : - Flinte oder Jägerbüchse: verkündet baldige Einberufung zum Militär; sonst auch Einladung zur Jagd; auch: verheißt Leid; - das Geräusch einer Pistole hören: man wird seine Arbeitsstelle verlieren; - mit einer Pistole einen Menschen erschießen: man wird in Ungnade fallen; - abschießen: du wirst bestohlen; man wird in große Verlegenheit kommen; man versucht ein Ziel mit Gewalt zu erlangen; - selbst erschossen werden: von schlechten Menschen verärgert werden und vielleicht eine akute Krankheit erleiden; - tragen: du wirst Schutz und Hilfe finden; man ist hinter jemandem her; - andere tragen sehen: man fühlt sich anderen Menschen weit unterlegen; - schönes: du wirst dich verlieben; - damit auf die Jagd gehen: Untreue; - Träumt eine Frau vom Schießen, dann wird ihr im Zusammenhang mit Skandalen ein streitbarer Ruf vorhergesagt. Eine verheiratete Frau wird durch andere Frauen unglücklich. - Träumt eine Frau von einem Gewehr, fürchtet sie sich vor aggressiver Sexualität und sollte mehr Mut im Leben entwickeln. (Siehe auch "Flinte", "Maschinenpistole")

Allgemein:

Wenn sich der Träumende in seinem Traum oben auf einem Hügel befindet, zeigt er damit, daß er sich seiner eigenen Weitsicht bewußt ist. Er hat sich bemüht etwas zu erreichen, und kann die Ereignisse seines Strebens nun von oben überblicken, um ihre Auswirkungen auf seine Umwelt und seine Mitmenschen einzuschätzen. Der Träumende hat etwas erreicht, was er anfangs vielleicht nicht für möglich hielt, und er Page 706 705 ist nun dazu in der Lage, seine nächste Arbeit im Licht des neu erworbenen Wissens zu bewältigen. Hügel steht wie der Berg für Hindernisse, die man leicht überwindet.

Psychologisch:

Wenn der Träumende in seinem Traum zusammen mit anderen Menschen einen Hügel hinaufgeht, verweist dies darauf, daß er zusammen mit anderen ein gemeinsames Ziel verfolgt. Geht der Träumende in seinem Traum einen Hügel hinunter, deutet dies darauf hin, daß er meint, die Umstände würden ihn in eine bestimmte Richtung drängen. Vielleicht bewegt er sich von dem Erreichten fort und bemerkt, daß er seine eigenen Fähigkeiten doch noch nicht im Griff hat.

Spirituell:

Auf dieser Ebene ist Anstrengung notwendig, um die Klarheit zu erlangen, die der man braucht, um weitere spirituelle Fortschritte zu machen.

Volkstümlich:

(arab. ) : - sehen: große Erwartungen hegen; - besteigen: man wird problemlos vorankommen oder auch ein angenehmes Abenteuer erleben; - sich auf ihm befinden: jetzt kann man die Ergebnisse seines Handelns und seiner Bemühungen überblicken (entsprechend dem Aussehen der Landschaft), die Früchte seiner Arbeit ernten und sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. (europ.) : - zeigt eine Unannehmlichkeit an, der man jedoch leicht aus dem Weg gehen kann; - besteigen, ohne den Gipfel zu erreichen: bedeutet, daß das Leben voller Kämpfe und Schwierigkeiten sein wird; rät ferner zu einer Auswanderung, Änderung im Beruf und Hebung der eigenen Energie; - auf den Hügel steigen und die Spitze erreichen: gutes Zeichen; - besteigen und herunterfallen: gegen viele Neider und Widrigkeiten kämpfen müssen; - einen Freund wie eine Statue auf einem Hügel stehen sehen: man wird seine jetzigen Bestrebungen noch übertreffen und den einstigen Gerechtigkeitssinn und das Wissen trotz aller Veränderungen erhalten; sich oberhalb dieser Person befinden: man wird alte Freunde in ihrer Karriere ignorieren; sich auf einer Höhe befinden: es wird einem trotz freundschaftlicher Ermahnungen nicht gelingen, eine Änderung herbeizuführen; - Hügelige Landschaft: du wirst ohne viel Mühe Vorteile erlangen. (Siehe auch "Anhöhe", "Berg")

Allgemein:

Mädchen kann unreife Sexualität oder eine beginnende Liebe anzeigen. Taucht sie in Männerträumen auf, weist dies auf noch nicht Erwachsene oft verwegene sexuelle Wünsche hin, die im Wachleben als nicht ganz moralisch gelten. Mit einem hübschen Mädchen tändeln hat weniger mit der Wunscherfüllung in der Liebe als vielmehr mit unnötigen Geldausgaben zu tun, wobei die Tändelei zum Vertändeln wird. Der Kuß eines Mädchens deutet an, daß man sich lächerlich macht, wenn man sexuelle Begierden nicht besser zügelt.

Psychologisch:

Im Männertraum gelten Mädchen häufig als Symbol für spielerische, "unverbrauchte" Erotik - und für den Wunsch nach sexuellen Erlebnissen mit einem möglichst unerfahrenen (jungen) Mädchen, das "noch keine Vergleichsmöglichkeiten hat" - was als verlockender Vorteil empfunden wird, wenn es um das eigene männliche Selbstbewußtsein nicht so gut bestellt ist. Im Frauentraum ist es ein Hinweis auf die eigene, mädchenhafte Wesensseite oder auf den Wunsch nach kindlicher Unbeschwertheit. Sehen Frauen sich selbst als Mädchen, obwohl sie schon in den reifen Jahren sind, kann das auch mit Torschlußpanik übersetzt werden oder mit der Angst, nicht mehr anziehend genug auf den geliebten Mann oder auf Männer allgemein zu wirken.

Volkstümlich:

(arab. ) : - ein junges sehen: du wirst von Anfechtungen bedroht; hüte dich vor leichtsinnigen Handlungen; - von jungen umgeben sehen: bald schöne Stunden in angenehmer Gesellschaft erleben; - von jung und schönen geküßt werden: man wird in aufrichtig geliebt; - häßliches küssen oder geküßt werden: in Liebesdingen eine schwere Enttäuschung erleben; in Schwermut und Herzleid geraten; - weinen sehen: Glück in der Liebe haben; auch: eine unerwünschte Schwangerschaft kann bevorstehen; Page 918917

Allgemein:

Rache kündigt oft an, daß man eine mißliche Situation bessern kann, wenn man sich nicht mit ihr abfindet, fordert also zu aktivem Handeln auf. Seltener erkennt man darin tatsächliche Rachegelüste gegen andere, denen man die Schuld an eigenen Problemen gibt.

Psychologisch:

Rache ist süß? Sie bleibt jedenfalls selten ohne (negative) Folgen, was Sie bedenken sollten, nachdem Ihnen der geträumte Racheakt nun vielleicht einen speziellen "Tip" gegeben hat. Träume von Racheaktionen wollen nur als Aufforderung zu mehr Durchsetzungsvermögen verstanden sein - und daß man manches konsequent "durchziehen" muß, ohne dabei (von Selbstzweifeln geplagt) ständig zu überlegen, ob sich nicht vielleicht jemand dafür rächen könnte, daß man einmal zielstrebig "in eigener Sache" aktiv war.

Volkstümlich:

(arab. ) : - nehmen oder ihr ausgesetzt sein: befasse dich nicht mit Klagen, sie werden nicht gut für dich ausfallen. (europ.) : - man ist in der Lage, sich einem ungünstigen Schicksal zu beugen; - ausüben: bedeutet Verwicklungen, verderbliche Prozesse; auch: Zeichen einer schwachen und hartherzigen Natur; wird diese nicht beherrscht, bringt sie einem den Verlust von Freunden ein; - andere sich an einem rächen: man hat viele Gründe, seine Feinde zu fürchten. (ind. ) : - nehmen: deine Hoffnung wird erfüllt werden.

Allgemein:

Sie ist Symbolgestalt für das kreative Weibliche, das noch viele offene Möglichkeiten der Entwicklung vor sich hat.

Psychologisch:

Träumen Eltern von ihrer Tochter, können sie auf Probleme ihres Kindes aufmerksam gemacht werden, die sie bewußt nicht wahrnehmen, aber auch auf eigenes schuldhaftes Verhalten gegenüber ihrem Kind. Frauen deutet der Traum von der - oft sogar unbekannten oder gar nicht vorhandenen - Tochter an, daß mit dem persönlichen Innenleben irgend etwas nicht stimmen kann. Oft ist dieses Traumbild ein Symbol für die Angst des Träumenden vor dem Älterwerden. Es kann aber auch so verstanden werden, daß der Träumende all seine Hoffnungen und unerfüllten Wünsche im Traum, wie auch oft in der Wirklichkeit, auf sein Kind projiziert. Minderwertigkeitsgefühle können durch die Traumtochter ebenfalls ausgedrückt werden.

Volkstümlich:

(europ.) : - die eigene erblicken: viele unerfreuliche Ereignisse werden durch ein schönes und harmonisches Leben ersetzt; - sich den eigenen Wünschen widersetzen: es kommt Ärger und Unzufriedenheit auf einem zu. (Siehe auch "Familie", "Jugend", "Kind", "Kindheit", "Schwiegertochter", "Sohn", "Verwandte")

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